“In Friedewalde lacht mich keiner aus”

Idylle auf dem Land: Annika Lüttge (links) und ihre Familie haben nicht nur ein Bett im Garten, das als Hochbeet genutzt wird, sondern sie hatten auch Platz für weitere Betten im Haus. Hildegard Heidger (Mitte) und Ingrid Peitzmeier nutzen das Betreute Wohnen in der Familie – ein Wohnangebot für Menschen mit Behinderung mit Familienanschluss. Fotos: Anke Marholdt

Friedewalde (AM). Familie Lüttge hat ein Bett im Garten. Es wurde im Haus nicht mehr gebraucht und ist jetzt ein ideales Hochbeet für Kräuter, Salat und anderes Gemüse. Im Haus war Platz für weitere Betten, deswegen hat zunächst die Familie von Anita Lüttge und später auch ihre Tochter Annika die Türen für Gäste geöffnet. Ein Mann, der mittlerweile im Rentenalter ist, lebt seit fast 13 Jahren dort. Ingrid Peitzmeier ist vor vier Jahren nach Friedewalde umgezogen, zwei Jahre später Hildegard Heidger. Familienanschluss haben alle drei, ebenso wie ein junger Mann, der als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen ist.

Für Ingrid Peitzmeier ist damit ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen: „Ich wollte gerne auf dem Bauernhof leben.“ Ein landwirtschaftlicher Betrieb ist der Hof von Familie Lüttge schon lange nicht mehr, aber es gibt Ponys, Pferde, Katzen und Hunde. Das ist genau das, was sich die  65-Jährige gewünscht hat. Sie macht gerne einen kleinen Spaziergang zu den Ponys oder beobachtet die Katzen, wenn sie auf ihrem Lieblingsplatz vor dem Haus sitzt und dort gerne mit Oma Frieda, dem ältesten Familienmitglied der Familie Lüttge, einen Plausch hält. Für Hildegard Heidger war es ganz wichtig, dass ihr Hund Patita ebenso herzlich in der Familie aufgenommen wurde, wie sie selbst. Auch die Frührentnerin liebt Tiere und hat eine der kleinen Hofkätzchen mit der Flasche aufgezogen.

„Die andere Katze heißt Kai. Ich habe ihr den Namen Kai gegeben“, berichtet Peitzmeier stolz, die sich irgendwann einen Besen gesucht und den Hof gefegt hat: „Das mussten wir früher immer im Goldkreuz machen“, berichtet Peitzmeier, die seit ihrem vierten Lebensjahr auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen gelebt hat. Heute nutzt sie das Betreute Wohnen in Familien und lebt bei Familie Lüttge. Sie hat ein eigenes Zimmer und zusammen mit Hildegard Heidger eine kleine Wohnung mit Bad und Küche. Zum Mittagessen treffen sich am Wochenende alle im Untergeschoss. In der Woche ist die Runde kleiner, weil die einen bei der Arbeit sind oder an Tagesstrukturierenden Angeboten teilnehmen, die der Wittekindshof für Menschen mit Behinderung im Rentenalter anbietet.

„Hildegard hat viele Ideen, was wir kochen könnten. Wir probieren es zusammen aus. Wir haben auch schon viel frisches Gemüse aus unserem Bett im Garten verarbeitet. Sie hilft gerne beim Kochen und Backen und hat viele Handgriffe bereits gelernt“, berichtet Annika Lüttge, die sich freut, dass die beiden Frauen sich auch um die Spülmaschine kümmern und die Wäsche legen. Regelmäßig fährt Anita Lüttge mit Ingrid Peitzmeier zum Einkaufen, weil der Fußweg zu weit ist. Hildegard Heidger erledigt Einkäufe selbständig mit ihrem Fahrrad: „Radfahren habe ich erst hier gelernt, jetzt bin ich oft unterwegs und die Menschen grüßen mich freundlich. Keiner lästert, weil ich mit drei Rädern fahre“, freut sich die Frührentnerin, die früher auch mal ganz alleine in einer Wohnung gelebt hat, aber von Nachbarn Hänseleien erlebt hat auch wegen ihres Hundes Patita, der auf drei Pfoten läuft. Sie freut sich, dass sie durch das Fahrrad viel mobiler und selbständiger geworden ist. Trotzdem genießt sie gemeinsame Ausflüge und erinnert sich besonders gerne an den ersten Besuch im Dorfgemeinschaftshaus: “Da habe ich zum ersten Mal in meinem Leben getanzt. Hier in Friedewalde lacht mich keiner aus!“.

Annika und Anita Lüttge und ihr Ehemann Wilhelm haben die Entscheidung, fremden Menschen in ihr Haus und in ihre Familie aufzunehmen, noch nie bereut. „Das Zusammenleben macht einfach Spaß. Wir helfen, wo es nicht alleine klappt, und überlegen gemeinsam, wenn sie uns um Rat fragen. Wir hören so oft ein Dankeschön, da lernt man die kleinen Dinge wieder zu schätzen“, berichtet Anita Lüttge, die wie ihre ganze Familie froh ist, dass sie auch selbst Unterstützung durch das Wittekindshofer Fachteam bekommt: „Regelmäßig kommt eine Mitarbeiterin vorbei und wir besprechen alles, was anliegt. Außerdem können wir zwischendurch immer anrufen und wenn wir selbst mal nicht für die Betreuung sorgen könnten, organisiert das Wittekindshofer Team eine Alternative.“

Seitdem vor wenigen Monaten ein Zeitungsbericht erschienen ist, wird vor allem Annika Lüttge, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeitet, immer wieder angesprochen auf das Wohnangebot für Menschen mit Behinderung im privaten Lebensumfeld: Im Juli hatten sie deswegen zu einem Infotag eingeladen, denn sie wollen anderen Familien und Einzelpersonen Mut machen, die Türen für einen Menschen mit Behinderung zu öffnen: „Es gibt doch in unserer Gegend so viele Menschen, die Platz im Haus haben. Wer Familienanschluss bietet, bekommt ganz viel Schönes zurück“, sind sich alle Angehörige der Familie Lüttge einig.

Dieser Beitrag, inklusive Fotos, stammt von Anke Marholdt, Pressesprecherin Wittekindshof


Betreutes Wohnen in Familien
Betreutes Wohnen in Familien ist ein Wohnangebot mit Familienanschluss für Menschen mit Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung. Entscheidend ist nicht der Trauschein, sondern die Bereitschaft, eine Person aufzunehmen, mit ihr den Alltag zu teilen und da zu unterstützen, wo es nötig ist. Das Wittekindshofer Fachteam begleitete und unterstützt die Familien und kümmert sich um alternative Betreuung bei Urlaub und Krankheit. Beim Wittekindshofer Fachteam haben sich mehrere Personen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen gemeldet, die Familienanschluss suchen und in der Stadt leben wollen. Deswegen sucht das Fachteam zurzeit ganz konkret auch Familien und Einzelpersonen in Minden und anderen Städten. Kontakt: Wittekindshof, SoLe-Bereichsleitung Kirsten Lüking, Telefon: (05731) 303 70-25 oder kirsten.lueking@wittekindshof.de

Weitere Infos
https://www.wittekindshof.de/wohnen/familien/

Wer sind die Veggie Sisters?

Sie sind die Veggie Sisters: Holle (links) und Anne Niemann. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Sie heißen Easy going, Posh & Spice, Prince, Cheeky Shot, 6 Pack Power und Twins. Das sind aber keine neuen Trendsportarten, obwohl sie einem Trend folgen: Fitness- und Ernährung. Hinter den englischprachigen Begriffen verbergen sich Gemüsearten. Zur Gruppe Easy going gehören etwa die Landgurke Swing, die Gurke Diamant und der Kürbis Uchiki Kuri. Heiß, scharf und pikant wird es bei Posh & Spice mit der Mexico Chili Jalapeno Fundador, der Tomatenpaprika Pritavit und der italienischen Paprika Toscana. Produziert werden die peppigen Gemüsesorten aber nicht in exotischen Ländern, sondern in Friedewalde – von den Veggie Sisters.

Geistesblitz von Tochter Merle
Anne und Holle Niemann sind die Veggie Sisters, die Gemüseschwestern. Sie sind in Friedewalde groß geworden und als Kinder über die Felder und Wiesen “gestromert”, wie sie sagen. “Meist allerdings haben wir uns auf dem großen Gartenbaubetrieb unserer Eltern aufgehalten, der bis heute unser Fixpunkt ist”, sagt Holle Niemann. Auf rund 40 Hektar Feldern zieht die Familie Niemann seit den 1950er Jahren selbst Gemüsepflanzen groß. Die Schwestern Holle und Anne dachten schon im Jahr 2016 über ein Gemüse-Sortiment speziell für junge Familien und Veggie-Fans nach. Im Team mit beyond-flora entstand die Idee und mit einem großartigen Geistesblitz von Annes Tochter Merle später der Name „Veggie-Sisters”.

International ausgerichtet
“Ich wollte immer schon mal meine eigene, neue Marke entwickeln”, sagt Anne Niemann. Mit Erfolg, denn die Veggie Sisters vertreiben ihre neuen Produkte nicht nur deutschlandweit, sondern auch in England, Holland und in der Schweiz. Anne Niemann: “Die englische Sprache der Marke soll dazu beitragen, auch international bekannt zu werden.” Mit ihrer Idee und ihrer Geschichte schafften es Anne und Holle Niemann jetzt sogar auf die Titelseite des Gartenbau-Magazins DEGA.

Veggie Sisters
Gärtnerei Anne Niemann

Galgenfeld 15
32469 Petershagen

Telefon (0 57 04) 16 42 52

www.veggie-sisters.de

Der Sonne entgegen: Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach von Autohaus Meier. Foto: Jürgen Krüger

Strom aus Sonne

Der Sonne entgegen: Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach von Autohaus Meier. Foto: Jürgen Krüger

Der Sonne entgegen: Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach vom Autohaus Meier. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Laut Bundesverband Solarwirtschaft sind im Jahr 2017 in Deutschland 67.300 Solaranlagen neu installiert worden. Eine davon befindet sich auf dem Hallendach vom Autohaus Meier. In nur zwei Wochen installierten die Monteure die Anlage mit einer Nennleistung von 95,4 kWp (Kilowatt Peak). Dabei handelt  es sich nach Angaben von Marcel Borm vom Autohaus Meier um “360 Polykristalline Hochleistungsmodule vom Hersteller Canadian Solar CS6”.

Die Anlage liefert 40 Prozent des im Betrieb benötigten Stroms
Seit November 2017 produziert die neue Solaranlage rund 40 Prozent der benötigten Strommenge des Betriebes, speist aber zudem den nicht selbst genutzten Strom ins öffentliche Netz ein und bekommt dafür den im Erneuerbaren-Energie-Gesetz festgelegten Tarif. “Wir haben uns für die Investition entschieden, um eine Alternative zu den ständig steigenden Strompreisen zu haben”, sagt Marcel Borm. Die installierten Solaranlagen in Deutschland haben laut Bundesverband Solarwirtschaft im vergangenen Jahr knapp 40 Terrawattstunden (40.000 Millionen Kilowattstunden) Strom produziert, was rein rechnerisch ausreiche, um den Jahresstrombedarf von 11,4 Millionen Haushalten zu decken.

Vier Jubelkonfirmationen

Jubiläum 60 Jahre: Beim Foto der diamantenen Konfirmation waren ausschließlich Männer anwesend. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Großer Bahnhof bei der Evangelischen Kirchengemeinde Friedewalde-Stemmer: gleich vier Jubelkonfirmationen standen am Sonntag, 10. Juni 2018, auf dem Programm. Gefeiert wurden ein doppelter Jahrgang bei der Goldenen Konfirmation (50 Jahre), die Diamantene Konfirmation (60 Jahre), die Eiserne Konfirmation (65 Jahre) sowie die Gnadene Konfirmation (70 Jahre). Nach den Begrüßungsworten durch Pfarrer Thomas Salberg und dem Foto zogen die Jubelkonfirmanden in die Kirche zu Friedewalde ein und feierten einen Gottesdient. Als Eingangslied sang die Gemeinde “Geh aus, mein Herz”, vor der Predigt durch Pfarrer Salberg “Ich lobe dich von ganzer Seelen” und nach der Predigt “Lass mich, o Herr, in allen Dingen”.

50 Jahre: Goldene Konfirmation, ein doppelter Jahrgang. Foto: Jürgen Krüger

65 Jahre: Eiserne Konfirmation. Foto: Jürgen Krüger

70 Jahre: Gnadene Konfirmation. Foto: Jürgen Krüger

 

Truck Stop spielt in Meßlingen

Live beim 2. Truckertreffen: Truck Stop – die erfolgreichste deutsche Countryband aller Zeiten. Foto: Christian Barz

Petershagen-Meßlingen (jk). Wenn bei Wiese Fahrzeugbau am 16. und 17. Juni das 2. Truckertreffen samt Sommerfest steigt, dann dürfen sich die Besucher auf einen ganz besonderen Höhepunkt freuen: Mit Truck Stop tritt am Samstag, 16. Juni, die erfolgreichste deutsche Countryband aller Zeiten in Petershagen-Meßlingen auf. „Ich freue mich total über die Zusage“, sagt Geschäftsführer Dirk Wiese. Truck Stop wird von 19 Uhr bis um 21 Uhr live spielen. Der Eintritt ist frei.

Zunächst englischprachig
Die Band gründet sich 1973 in Hamburg und spielt zunächst nur englischsprachigen Country, Rock‘n Roll und Bluegrass. Gründungsmitglieder sind Burkhard „Lucius“ Reichling, Günter „Cisco“ Berndt, Wolfgang „Teddy“ Ibing, Rainer Bach, Erich Doll und Eckhart Hofmann. Zwischen 1973 und 1977 bringt Truck Stop vier Alben in englischer Sprache heraus. Stilistisch orientierten sie sich an den bekannten, amerikanischen Country Stars, wie Johnny Cash und Kris Kristofferson, aber auch an Rock’n Roll-Größen, wie Fats Domino und Chuck Berry.

Truck Stop will deutsch singen
Die Band nimmt dennoch einen Stilwechsel vor: Sie will in deutscher Sprache singen. Das hatte bis dahin keiner gewagt. Unterstützung für Komposition und Text bekommen sie von Claus-Dieter Eckhardt („Take It Easy, altes Haus“, „Louisiana Ladies“) und Holger Grabowski („Ich möcht´ so gern Dave Dudley hör’n“). Bereits mit ihrem ersten deutschsprachigen Country Album „Zu Hause“ landet Truck Stop zwei Single-Hits mit „Die Frau mit dem Gurt“ und „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör`n“, für den sie auch eine Goldene Schallplatte erhalten.

Die Band ändert sich
Das Gesicht der Country-Band hat sich mittlerweile verändert, die gute Musik aber ist geblieben. 1976 verlässt Eckart Hofmann, Saxophonspieler und Flötist, die Band. Auch Rudolf Steinmetz, ab 1977 als Bassist bei der Band, scheidet ein Jahr später wieder aus. Für ihn kommt 1978 Uwe Lost. Anfang der Achtziger kommmt der Däne Nils Tuxen als Ersatz für Rainer Bach zur Band, der kurzzeitig musikalisch pausiert. Tuxen ist einer der wenigen Musiker in Europa, der Pedal Steel Guitar spielen können. Er bleibt auch nach Bachs Rückkehr als Musiker und Komponist mit der Band eng verbunden. 1983 verlässt Rainer Bach die Band aus beruflichen Gründen, Knut Bewersdorff wird festes Mitglied der Elbe-Cowboys. Dirk Schlag kommt 2003 zur Band, da Erich Doll aus gesundheitlichen Gründen seinen Cowboyhut an den Nagel hängen musste. Er bleibt bis 2013.

Zwei Gründungsmitglieder leben nicht mehr
Lucius Reichling stirbt unerwartet im Jahr 2012 im Alter von 65 Jahren an den Folgen  einer Lungenentzündung. Nur ein Jahr später nimmt Cisco aus gesundheitlichen Gründen musikalisch seinen Hut. Er verstirbt 2014. Teddy, Uwe und Knut denken darüber nach, die Band aufzulösen. Doch bestärkt durch den Zuspruch der Fans entscheiden sie sich für einen Neuanfang. Am Mikrofon steht heute Andreas Cisek, Chris Kaufmann spielt E-Gitarre und Tim Reese Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline.

300 Show Trucks aus ganz Deutschland
Beim 2. Truckertreffen erwarten die Organisatoren mit 300 Show Trucks aus ganz Deutschland in etwa doppelt so viele wie bei der Premiere vor zwei Jahren. „Das wird ein riesiges Familienfest, bei dem die Trucker im Mittelpunkt stehen“, sagt Bodo Östreich. Der 43-jährige Minderheider ist selbst ein erfahrener LKW-Fahrer und in der deutschen Truckerszene bestens vernetzt. Gemeinsam mit Dirk Wiese, Sven Platz und dem 15-köpfigen “Team Truckertreffen” hat er die Großveranstaltung organisiert. Weitere Höhepunkte neben Truck Stop sind sicherlich der Auftritt der Mindener Sängerin Kimberly Östreich am Samstagabend sowie der eines Andreas-Gabalier-Doubles am Sonntag. Spektakulär dürften auch die LKW-Lichtershow am Samstagabend sowie die Hubschrauber-Rundflüge, die vor Ort buchbar sind, an beiden Festtagen sein. Dirk Wiese: “Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich jetzt schon bei den Truckern, die bei uns ihre Fahrzeuge präsentieren, sowie den fleißigen Organisatoren und Helfern. Das ist sensationell.”

Programm

Samstag, 16. Juni
7 Uhr bis 12 Uhr
Eintreffen der Solo-Fahrzeuge

11 Uhr
Öffnung Festgelände mit 300 Show-Trucks: Bull Riding, ferngesteuerte Mini-Trucks, Hubschrauber-Rundflüge, JoGoBar, Imbisswagen, Getränkewagen, Kinderkarussell, Hüpfburg, Bubble Water Ball u.v.m.

18.30 Uhr
Live Musik Kimberly Oestreich

19 Uhr
Live Musik Truck Stop

21 Uhr
LKW-Lichtershow

Sonntag, 17. Juni
11 Uhr Öffnung Festgelände mit 300 Show-Trucks: Bull Riding, ferngesteuerte Mini-Trucks, Hubschrauber-Rundflüge, JoGoBar, Imbisswagen, Getränkewagen, Kinderkarussell, Hüpfburg, Bubble Water Ball u.v.m.

14 Uhr und 16 Uhr
Live-Musik mit Time-4-Less

15 Uhr
Auftritt Double Andreas Gabalier

18 Uhr Ende

Hier geht es zum Bericht über das 1. Truckertreffen

Mühlenlauf: Jens Große

Freund des Breitensports:  Prof. Dr. Jens Große, hier am Hochkreuz des Nordfriedhofs in Minden. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nein, einen Marathon zu laufen, strebe er nicht an. “Mir geht es tatsächlich um den Ausgleich, weil ich letztendlich acht Stunden am Tag eigentlich nur sitze”, sagt Jens Große, Professor für Journalismus und Unternehmenskommunikation, der den Campus Hannover der Fachhochschule des Mittelstandes Bielefeld leitet. Dreimal die Woche, vielleicht jeweils eine dreiviertel Stunde für Ausdauer und Fettverbrennung. “Ein Highlight von mir sind sind Treppenläufe am Hochkreuz des Nordfriedhofs in Minden. Das geht so richtig schön auf die Oberschenkel”, sagt der 52-Jährige, der seit zehn Jahren Präsident des Kreissportbundes Minden-Lübbecke ist. Beim 8. Friedewalder Mühlenlauf wird er die zehn Kilometer laufen. Eine spezielle Vorbereitung dafür mache er zwar nicht, doch würde er die Laufeinheiten mit Blick auf den Wettkampfmodus anpassen. “Ins Ziel will ich kommen. Das wäre ja nun peinlich, wenn der Präsident des Kreissportbundes nach sieben Kilometern zusammenbrechen würde”, sagt er.

Holzhacken als Kraftsport
Dass Jens Große mit einem Stück Holz redet, liegt nicht daran, dass er wahnsinnig geworden ist, sondern daran, dass er gewonnen hat. „Jetzt hast du verloren“, erfährt es ihm, als er seine Spaltaxt in ein großes Stück Buchenholz rammt. „Das hört man“, jubiliert der Professor, der sich Holzhacken als Kraftsportart ausgesucht hat. Dazu fährt er nach Friedewalde in den Mindener Wald. Dort hat Förster Carsten Bölts sein Domizil. Und der kennt sich mit den Bedürfnissen der modernen Welt ziemlich gut aus. „Für gestresste Leute, die gerne Holz hacken möchten, habe ich extra einen Sicherheits-Hauklotz gebaut“, sagt der Förster. Dazu hat er einfach nur einen Autoreifen auf einen Holzklotz genagelt. Dorthinein kommen die gespaltenen Baumscheiben, aus denen dann Leute wie Jens Große ofengerechte Scheite spalten. Der Sicherheits-Hauklotz sorgt dafür, dass die Scheite nicht zur Seite fliegen und jemanden verletzen.

“Man ist an der frischen Luft”
Holzhacken als Sportart? Was ist da schief gelaufen? „Ich muss sowieso Holzhacken, weil wir zu Hause einen Kaminofen haben. Da bietet sich das sportliche Holzhacken ja an. Es ist eine schöne Sache. Man ist an der frischen Luft, man ist alleine für sich und hat keine Menschen um sich herum, die mit Kopfhörern irgendwelche Musik hören und Hantelscheiben auflegen – das ist überhaupt nicht mein Ding. Ich mag den Freiluftsport“, sagt Jens Große. Von Förster Carsten Bölts gab es noch ein paar technische Tipps, wie der perfekte Schlag aussieht. Große: „Manchmal gelingt es einfach nicht, die Baumscheibe zu spalten, weil die Struktur zu verwachsen ist oder weil ein Ast drin ist. Dann kann ich auch schon mal fluchen. Mittlerweile “ist ein beachtlicher Stapel Holzscheite zusammen gekommen. Was damit geschieht, entscheiden Große und Bölts später. Der gebürtige Ostfriese (Leer) wird dem Förster sicherlich ein angemessenes Honorar zugestehen. Bis dahin wird er weiter fleißig Holzhacken und den Holzscheiten seine Meinung sagen.

Mühlenlauf: Stephan Bretthauer

Erholte sich von einer Lungenembolie: Stephan Bretthauer, Sieger der Mühlenkreisserie, läuft beim 8. Friedewalder Mühlenlauf den Halbmarathon. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen (jk). Wenn Stephan Bretthauer beim 8. Friedewalder Mühlenlauf antritt, dann steht für ihn die Titelverteidigung an zweiter Stelle. Der 43-Jährige hat im vergangenen Jahr die sogenannte “Serie 2” der Mühlenkreisserie Minden-Lübbecke gewonnen und möchte zwar seinen Erfolg nach Möglichkeit wiederholen, allerdings nicht um jeden Preis. Der Bankkaufmann, der für den SV 1860 Minden startet, ist nämlich froh, dass er überhaupt wieder laufen kann. Bei Bretthauer hatte sich im November 2017 eine tiefe Venentrombose im linken Unterschenkel entwickelt, woraus eine lebensbdrohliche, beidseitige Lungenembolie entstand. “Die Trombose habe ich leider erst bemerkt, als ich schon mehrere Tage mit akuten Atembeschwerden versucht habe zu laufen. Gott sei Dank habe ich die Läufe abgebrochen”, sagt der Gewerbekundenberater der Volksbank Mindener Land. “Die Diagnose war ein schwerer Schlag.”

Lauftraining wieder aufgenommen
Mittlerweile hat sich Stephan Bretthauer von seiner schweren Krankheit erholt und das Lauftraining wieder aufgenommen. Er tastet sich behutsam an seine alte Leistungsstärke heran, auch wenn das ein weiter Weg ist. “Die Embolie hat dafür gesorgt, dass einiges an Leistungsfähigkeit verloren geht und man auch nicht die Gewissheit hat, zum alten Level zurückzukehren”, sagt Bretthauer und ergänzt: “Ich bin damit eigentlich sehr souverän umgegangen.” Er fühle sich gut, doch es fehle noch in allen Berreichen: Athletik, Koordination, Ausdauer. Bretthauer: “Ich bin sehr zufrieden und werde mal schauen, wo ich wieder hinkommen werde.”

Früher Fußball gespielt
Die Mühlenkreisserie umfasst acht Läufe, wobei nur derjenige in die Wertung kommt, der mindestens fünf Läufe absolviert hat. Auftakt der Mühlenkreisserie ist traditionell der Weser-Werre-Lauf der TG Werste. Stephan Bretthauer hat dort im März auf einen Start verzichtet. “Ich war noch nicht so weit”, so der Eldagser. Er werde in Friedewalde einsteigen und dort den Halbmarathon (Serie 2) laufen. Die Titelverteidigung als solche hat er sich explizit nicht als Ziel gesetzt. “Ich bin jetzt erst seit ein paar Monaten wieder aus dem Krankenhaus heraus und jeder leistungssportliche Gedanke ist eigentlich verkehrt. Ich muss erst einmal sehen, wohin ich grundsätzlich wieder komme”, sagt Bretthauer, der früher Fußball gespielt hat – im Mittelfeld – und immer schon gerne gelaufen sei.

Bis zu 130 Kilometer Lauftraining pro Woche
Auch wenn sich Stephan Bretthauer noch im Aufbautraining befindet, so leistet ein Spitzensportler wie er ein enormes Pensum. Bis zu 130 Kilometer Laufstrecke pro Woche bei täglichem Training können es sein. Meistens startet er von seinem Wohnort in Eldagsen aus und oft zieht es ihn auf den Weserradweg oder durch die Windheimer Marsch, Gorspen-Vahlsen, Lahde oder Petershagen. Und Stephan Bretthauer ist schnell: im vergangenen Frühjahr stellte er in Hamburg beim Marathon (42,195 Kilometer) eine neue persönliche Bestleistung auf. Für die 42,195 Kilometer brauchte er nur 2:43 Stunden.

Mühlenlauf – von Anfang an mit dabei
Auf den Mühlenlauf in Friedewalde freue er sich besonders. “Der Friedewalder Mühlenlauf ist eine ganz tolle Veranstaltung, bei der ich von Anfang an mit dabei war – auch ohne Integration in die Mühlenkreisserie. Es ist ein Feiertag, Christi Himmelfahrt, meistens geprägt von sehr schönem Wetter. Die Organisation drumherum ist hervorragend. Es ist auch ein Familienfest, wo man viele Bekannte und Freunde trifft. Es ist nicht so eine Läufer-spezifische Veranstaltung, wie man es vielleicht bei anderen kennt”, lobt Stephan Bretthauer, der sportlich betrachtet auch gerne flache Strecken schätzt.

Kirchengemeinde feiert Konfirmation

Im Gemeindehaus: Die vierzehn Konfirmanden mit Pfarrer Thomas Salberg. Erstmals seit vielen Jahren regnete es, so dass ein Bild draußen nicht möglich war. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Die Konfirmation gehört in der Evangelischen Kirchengemeinde Friedewalde-Stemmer zu einem der Höhepunkte im Jahr. Das dürfte wohl auch für die sechs Mädchen und acht Jungen gelten, für die die feierliche Segenshandlung in der Kirche zu Friedewalde gedacht war. Der Wochenspruch zum zweiten Sonntag nach Ostern aus Johannes 10, 11.27.28 lautet: Christus spricht: “Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.”

CVJM-Band präsentiert vier Lieder
In der Kirche zu Friedewalde führte Pfarrer Thomas Salberg durch den Gottesdienst, unterstützt vom Posaunenchor Friedewalde (Leitung: Dietrich Trölenberg), der Organistin, dem Presbyterium sowie der CVJM-Band unter der Leitung von Thomas Meyer. Das Ensemble interpretierte Lieder “Das Privileg”, “Halleluja”, “Our God” und “Your Love is a Song”. Die Konfirmanden legten ihr Glaubensbekenntnis vor Gott, der Kirchengemeinde sowie Eltern, Angehörigen und Freunden ab. Nach dem “Vaterunser” teilten Pfarrer Thomas Salberg und Mitglieder des Presbyteriums das Abendmahl aus. Nach dem Gottesdienst feierten die Konfirmanden mit ihren Familien diesen großen Tag in privater Runde.

Mühlenlauf: Halbmarathon vermessen

Auf geht’s: Claudia Heiden (v.l.) vom TuS Friedewalde, Martin Buck und Dieter Schenzer (DLV-Vermesser) und Uwe Bergner vom TuS Friedewalde machen sich bereit für die Vermessung des Halbmarathons beim Friedewalder Mühlenlauf. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Als erster und einziger Sportverein im Kreis Minden-Lübbecke hat der TuS Freya Friedewalde die drei Laufstrecken 5 km, 10 km und Halbmarathon nach Internationalen Wettkampfregeln (IWR) vermessen lassen. Dieter Schenzer, offizieller Streckenvermesser des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) nach IAAF (International Association of Athletics Federations) und AIMS (International Marathons and Distance Races), hat die bereits vermessenen Strecken 5km und 10km des Mühlenlaufes um weitere fünf Jahre verlängert und den Halbmarathon neu vermessen. Damit sind die drei Laufstrecken in Friedewalde Bestenlisten tauglich. Der 69-jährige, pensionierte Betriebswirt aus Soest (LG Deiringsen) war am Ostersamstag 2018 zu Gast in Friedewalde und hatte seinen Helfer Martin Buck, einen 51-jährigen Postbeamten, der sich extra für die Vermessungen Urlaub nimmt, mitgebracht. Der TuS Freya Friedewalde hatte seine beiden Lauftrainer Claudia Heiden und Uwe Bergner als Helfer gesandt.

Ziel und Starts liegen auseinander
Der Friedewalder Mühlenlauf ist im Kern eine fünf Kilometer lange Strecke vom Sportplatz über Wegholm, an der Mühle vorbei, bei JENZ abbiegend auf den Diekweg und zurück über die Kleiriehe. Die Zehn-Kilometer-Läufer laufen die Strecke zweimal. Die Halbmarathonis dreimal, plus Abbiegung Diekweg/Kleiriehe bis zum Wendeplatz am Ende der Kleiriehe/L770 und wieder zurück über die Kleiriehe bis zum Sportplatz. Allerdings ist der zu Grunde liegende Kurs nicht ganz fünf Kilometer lang, es fehlen ein paar Meter. Da das Ziel am Sportplatz aber für alle Läufe identisch ist, sind die Starts vorverlegt, so dass die Athleten am Ende die exakt vermessene Strecke zurücklegen. Die Fünf-Kilometer-Läufer starten am Sportplatzende, die Zehn-Kilometer-Läufer auf der Kleiriehe und die Halbmarathonis noch ein paar Meter weiter zurück.

Jones Counter

Eichung Jones Counter
Als erstes eichen Dieter Schenzer und Martin Buck den sogenannten “Jones Counter”. Das ist ein an den Speichen eines Fahrrades montiertes Zählwerk. Für die Eichung brauchen die beiden Vermesser eine 450 Meter lange Gerade, die sie mit einem vorgeschriebenen Stahlbandmaß ausmessen und anschließend viermal mit dem Fahrrad und Jones Counter abfahren. Dafür bietet sich die Kleiriehe geradezu an. “Die Bandmaße sind bei 20 Grad Celsius geeicht. Heute haben wir aber nur sieben Grad Celcius, was es zu berücksichtigen gilt”, erklärt Dieter Schenzer, warum er sich nach der Eichung an einen Laptop setzt und allerlei Berechnungen durchführt. Danach gibt es Mittagessen, Schnitzel von der Kotelett Schmiede und von Heike Krüger selbst gemachten Kartoffelsalat. “Das schmeckt man aber auch”, lobt Martin Buck.

Start Halbmarathon ist an der Hofeinfahrt der Familie Müller-Ulrich
Nach der Mittagspause geht es mit Fahrrädern auf die Strecke, wobei die Messung am Ziel beginnt und dann entgegen der eigentlichen Laufrichtung 21,0975 Kilometer “rückwärts” bis zum Start gefahren wird. Jeden vollen Kilometer schlägt Martin Buck einen Vermessungsnagel in den Boden und zieht mit umweltfreundlicher Sprühfarbe einen Kreis drum herum. Der 23. Nagel ist der Letzte und gleichzeitig der Startpunkt des Halbmarathons – direkt an der Hofeinfahrt der Familie Müller-Ulrich an der Kleiriehe 25. “Da hole ich mir einen Stuhl und schaue mir den Start an”, sagt Volker Müller-Ulrich, der dort mit seiner Familie und den Schwiegereltern wohnt. Die gesamte Vermessungsaktion (ohne die folgende Büroarbeit) dauert fünf Stunden. Bei allen Beteiligten herrscht beste Laune, weil die Chemie untereinander stimmt und die Vermessung ohne Probleme durchläuft.

Fotos der Vermessungspunkte und Kreuzungen

Streckenverlauf Halbmarathon mit Kilometermarkierungen

Film von der Vermessung des Halbmarathons

Paketshop bei Matthias Schweitzer

Neu im Angebot: Matthias Schweitzer steht in seinem Geschäft vor der Werbetafel seines DHL-Paketshops. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nach Schließung der Postfiliale bei “Dies&Das” hatte die Deutsche Post immerhin einen Briefkasten hängen gelassen, sich aber durchaus offen gelassen, den Standort Friedewalde wieder zu bedienen. Das ist jetzt soweit, wenn auch in kleinerer Form: Matthias Schweitzer betreibt ab Dienstag, 3. April 2018, einen DHL-Paketshop. “Ich habe die Geschichte auf Friedewalde.de gelesen und eine Email an die Post gesendet. Dann haben wir uns hier vor Ort getroffen und alle eingestielt”, sagt der 53-jährige Schuhmachermeister, der sein Schuhhaus zwar geschlossen hat, aber immer noch ein Reparaturwerkstatt betreibt.

Annahme und Ausgabe von DHL-Paketen
Matthias Schweitzer nimmt in seiner neuen DHL-Paketstation folgende Postsendungen an: frankierte (auch online) DHL-Pakete; frankierte (auch online) Retouren-Pakete und frankierte (auch online) DHL-Päckchen. Und er gibt DHL-Pakete und -Päckchen auch aus. “Falls mal jemand nicht zu Hause ist, können hier die Pakete und Päckchen hinterlegt und abgeholt werden”, sagt Matthias Schweitzer. Von der Post nicht vorgesehen sind der offizielle Verkauf von Briefmarken, Briefumschlägen und leeren Paketboxen. Doch das möchte Matthias Schweitzer ändern, weil er weiß, dass es die nächsten Postfilialen erst in Petershagen oder Minden gibt. “Ich habe schon Kontakt zu Juttas Laden in Kutenhausen aufgenommen, die ja auch schließt. Vielleicht kann ich aus ihrem Sortiment etwas übernehmen. Und die gängisten Briefmarken könnte ich auch ohne Gewinn verkaufen, sozusagen als Service”, sagt Matthias Schweitzer, der im Augenblick montags und mittwochs noch geschlossen hat, weil er dann bei Wegener Schuhe in Buchholz arbeitet.

Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag und Freitag: 10 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr
Samstag: 9 Uhr bis 12 Uhr

Mühlenlauf an Christi Himmelfahrt

Friedewalde. Beim 8. Mühlenlauf des TuS Freya Friedewalde am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 10. Mai 2018) gibt es eine Premiere: Der Friedewalder Mühlenlauf ist dann zum ersten Mal Teil der Mühlenkreisserie Minden-Lübbecke, die in diesem Jahr ihre 28. Auflage feiert. Auch im kommenden Jahr ist das so, weil in den Jahren 2018 und 2019 der Friedewalder Mühlenlauf und der Lauf um den Aussichtsturm des OTSV Pr. Oldendorf zeitlich weit genug auseinander liegen. Der Friedewalder Mühlenlauf ist der 2. Lauf der Mühlenkreisserie nach dem Weser-Werre-Lauf der TG Werste und einer von insgesamt acht Läufen der Mühlenkreisserie. “Um in die Gesamtwertung zu kommen, sind nicht mehr vier, sondern jetzt fünf Starts erforderlich”, sagt Organisator Oliver Neidiger.

Alle drei Strecken amtlich vermessen
Zur Mühlenkreisserie gehören drei Wertungen: Serie 1 umfasst die Distanzen zwischen 8 bis 12,4km, Serie 2 die Distanzen zwischen 14 bis 21,6 km und Serie 3 die Distanzen von 4,0 bis 6,5 km. Beim TuS Friedewalde sind das die Mühlenläufe über 10km (Serie 1), 5km (Serie 3) und der Halbmarathon (Serie 2). Alle drei Strecken sind amtlich vermessen und somit Bestenlisten tauglich.

Teilnehmerzahl dürfte steigen
Im vergangenen Jahr machten 543 Sportlerinnen und Sportler mit, darunter 67 beim Bambinilauf (660 Meter) und 176 Grundschüler beim Kinderlauf (1,1 km). Die Teilnehmerzahl dürfte sich 2018 noch einmal erhöhen, da die Läuferinnen und Läufer der Mühlenkreisserie hinzukommen. Im vergangenen Jahr verzeichnete Oliver Neidiger 449 Teilnehmer, in diesem Jahr haben sich knapp 400 Athleten online angemeldet, wobei ein späterer Einstieg möglich ist – also auch in Friedewalde.

Training für Kinder
Für den Bambinilauf und die Kinderläufe hat der TuS Freya Friedewalde ein Training organisiert. Am Montag, 7. Mai 2018, also drei Tage vor Christi Himmelfahrt, üben die beiden Lauftrainer Claudia Heiden und Uwe Bergner die Läufe auf den Originalstrecken. “Das Training hat sich bewährt, da die Kinder am Veranstaltungstag genau wissen, was sie tun müssen”, sagt Claudia Heiden. Beginn des Trainings auf dem Sportplatz an der Grundschule Friedewalde ist um 10 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Anmeldung online möglich
Die Zeitnahme erfolgt durch Time-Team Jung. Anmeldungen für den 8. Friedewalder Mühlenlauf sind online möglich unter www.ttjnet.de oder am Veranstaltungstag bis um 10 Uhr. Hier die Startzeiten: 10 Uhr Bambinilauf (660 Meter), 10.10 Uhr Kinderlauf (1 km), 10.20 Uhr Mühlenlauf 2km, 10.40 Uhr Halbmarathon, 10.45 Uhr Mühlenlauf 10km, 10.50 Uhr Mühlenlauf 5km. Siegerehrungen: 11 Uhr Bambini- und Kinderlauf, 12.15 Uhr (Mühlenläufe 2km, 5km, 10km), 13.15 Uhr Halbmarathon (Streckenverlauf Halbmarathon mit Kilometermarkierungen).

Grillfest & Familienspaß
Am Himmelfahrtstag beginnt traditionell das Sportfest des TuS Freya Friedewalde mit dem Grillfest & Familiensapß. Für Kinder stehen Hüpfburg und Karusell bereit, und ab 13.30 Uhr wird im Sandplatz die beliebte Beachfußball-WM für Kinder ausgetragen. Anmeldungen dafür sind direkt nur vor Ort ab 12.30 Uhr möglich. Während die Kinder beschäftigt sind, können die Erwachsenen einen entspannten Himmelfahrtstag genießen bei guter Musik, schönen Getränken sowie Steaks, Bratwurst & Co., Pfannkuchen, Kaffee und Kuchen. Der Himmelfahrtstag in Friedewalde endet um 18 Uhr.


Titelverteidiger Mühlenlauf Friedewalde (Sieger 2017)

10 km: Andreas Steinbrügger (CLG Gestringen) 35:45 Minuten; Ariane Kirmiss (Laufen gegen Leiden) 45:36
5 km: Sebastian Maschmeyer (Scheringhausen) 17:15 Minuten; Aida Stahlhut (Meerbeck) 19:28 Minute

Titelverteidiger Mühlenkreisserie Minden-Lübbecke (Sieger 2017)
Serie 1 (10 km): Oliver Neidiger (SV 1860 Minden), Yvonne Zierenberg (SV 1860 Minden)
Serie 2 (20 km): Stephan Bretthauer (SV 1860 Minden), Ariane Kirmiss (Laufen gegen Leiden)
Serie 3 (5 km): Philipp Peixoto Gonzales (TG Werste), Milena Redecker (SV 1860 Minden)

Streckenrekorde Mühlenlauf Friedewalde
10 Kilometer: Lauritz Grote (ESV Eintracht Hameln) 35:20 Minuten (2015), Nele Weike (TuS Eintracht Minden) 41:46 Minuten (2014)
5 Kilometer: Philip Priebe (ESV Eintracht Hameln) 17:02 Minuten (2015), Aida Stahlhut (Meerbeck) 19:28 Minuten (2017)

Weiterführende Links
Mühlenlaufseite des TuS Freya Friedewalde

Flyer 8. Friedewalder Mühlenlauf

Fotos vom Sportfest 2017

Ankündigungsfoto Start 10 km von Sebastian Kanning beim 7. Mühlenlauf 2017

Ankündigungsfilm

Die Turnhalle wird saniert

Sanierungsbedürftig: Die Turnhalle an der Grundschule Friedewalde. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen. Der Rat der Stadt Petershagen hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. März 2018, einstimmig dafür entschieden, die Sanierung der Turnhalle an der Grundschule Friedewalde vorzuziehen. “Es gab überhaupt keine Probleme. Alle waren dafür und lobten die Maßnahme”, sagte Friedewaldes Ortsbürgermeister Karl-Christian Ebenau (Demokratisches Petershagen) direkt im Anschluss der Sitzung. Gemäß der Sitzungsvorlage werde die Stadtverwaltung “ermächtigt und beuaftragt, die Maßnahmenplanung für die Turnhalle der Grundschule Friedewalde fortzuführen und die Gewerke zeitnah auszuschreiben und zu vergeben. Karl-Christian Ebenau zufolge soll mit der gut 400.000 Euro großen Investition in den Sommerferien (16. Juli bis 28. August 2018) begonnen werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich drei Monate dauern und ziehen sich somit bis ins neue Schuljahr. “Das ist mir egal. Hauptsache wir bekommen eine schöne Turnhalle”, soll Schulleiterin Monika Krause zu Karl-Christian Ebenau gesagt haben.

Sitzungsvorlage