Mühlenlauf: Jens Große

Freund des Breitensports:  Prof. Dr. Jens Große, hier am Hochkreuz des Nordfriedhofs in Minden. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nein, einen Marathon zu laufen, strebe er nicht an. „Mir geht es tatsächlich um den Ausgleich, weil ich letztendlich acht Stunden am Tag eigentlich nur sitze“, sagt Jens Große, Professor für Journalismus und Unternehmenskommunikation, der den Campus Hannover der Fachhochschule des Mittelstandes Bielefeld leitet. Dreimal die Woche, vielleicht jeweils eine dreiviertel Stunde für Ausdauer und Fettverbrennung. „Ein Highlight von mir sind sind Treppenläufe am Hochkreuz des Nordfriedhofs in Minden. Das geht so richtig schön auf die Oberschenkel“, sagt der 52-Jährige, der seit zehn Jahren Präsident des Kreissportbundes Minden-Lübbecke ist. Beim 8. Friedewalder Mühlenlauf wird er die zehn Kilometer laufen. Eine spezielle Vorbereitung dafür mache er zwar nicht, doch würde er die Laufeinheiten mit Blick auf den Wettkampfmodus anpassen. „Ins Ziel will ich kommen. Das wäre ja nun peinlich, wenn der Präsident des Kreissportbundes nach sieben Kilometern zusammenbrechen würde“, sagt er.

Holzhacken als Kraftsport
Dass Jens Große mit einem Stück Holz redet, liegt nicht daran, dass er wahnsinnig geworden ist, sondern daran, dass er gewonnen hat. „Jetzt hast du verloren“, erfährt es ihm, als er seine Spaltaxt in ein großes Stück Buchenholz rammt. „Das hört man“, jubiliert der Professor, der sich Holzhacken als Kraftsportart ausgesucht hat. Dazu fährt er nach Friedewalde in den Mindener Wald. Dort hat Förster Carsten Bölts sein Domizil. Und der kennt sich mit den Bedürfnissen der modernen Welt ziemlich gut aus. „Für gestresste Leute, die gerne Holz hacken möchten, habe ich extra einen Sicherheits-Hauklotz gebaut“, sagt der Förster. Dazu hat er einfach nur einen Autoreifen auf einen Holzklotz genagelt. Dorthinein kommen die gespaltenen Baumscheiben, aus denen dann Leute wie Jens Große ofengerechte Scheite spalten. Der Sicherheits-Hauklotz sorgt dafür, dass die Scheite nicht zur Seite fliegen und jemanden verletzen.

„Man ist an der frischen Luft“
Holzhacken als Sportart? Was ist da schief gelaufen? „Ich muss sowieso Holzhacken, weil wir zu Hause einen Kaminofen haben. Da bietet sich das sportliche Holzhacken ja an. Es ist eine schöne Sache. Man ist an der frischen Luft, man ist alleine für sich und hat keine Menschen um sich herum, die mit Kopfhörern irgendwelche Musik hören und Hantelscheiben auflegen – das ist überhaupt nicht mein Ding. Ich mag den Freiluftsport“, sagt Jens Große. Von Förster Carsten Bölts gab es noch ein paar technische Tipps, wie der perfekte Schlag aussieht. Große: „Manchmal gelingt es einfach nicht, die Baumscheibe zu spalten, weil die Struktur zu verwachsen ist oder weil ein Ast drin ist. Dann kann ich auch schon mal fluchen. Mittlerweile “ist ein beachtlicher Stapel Holzscheite zusammen gekommen. Was damit geschieht, entscheiden Große und Bölts später. Der gebürtige Ostfriese (Leer) wird dem Förster sicherlich ein angemessenes Honorar zugestehen. Bis dahin wird er weiter fleißig Holzhacken und den Holzscheiten seine Meinung sagen.

Mühlenlauf: Stephan Bretthauer

Erholte sich von einer Lungenembolie: Stephan Bretthauer, Sieger der Mühlenkreisserie, läuft beim 8. Friedewalder Mühlenlauf den Halbmarathon. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen (jk). Wenn Stephan Bretthauer beim 8. Friedewalder Mühlenlauf antritt, dann steht für ihn die Titelverteidigung an zweiter Stelle. Der 43-Jährige hat im vergangenen Jahr die sogenannte „Serie 2“ der Mühlenkreisserie Minden-Lübbecke gewonnen und möchte zwar seinen Erfolg nach Möglichkeit wiederholen, allerdings nicht um jeden Preis. Der Bankkaufmann, der für den SV 1860 Minden startet, ist nämlich froh, dass er überhaupt wieder laufen kann. Bei Bretthauer hatte sich im November 2017 eine tiefe Venentrombose im linken Unterschenkel entwickelt, woraus eine lebensbdrohliche, beidseitige Lungenembolie entstand. „Die Trombose habe ich leider erst bemerkt, als ich schon mehrere Tage mit akuten Atembeschwerden versucht habe zu laufen. Gott sei Dank habe ich die Läufe abgebrochen“, sagt der Gewerbekundenberater der Volksbank Mindener Land. „Die Diagnose war ein schwerer Schlag.“

Lauftraining wieder aufgenommen
Mittlerweile hat sich Stephan Bretthauer von seiner schweren Krankheit erholt und das Lauftraining wieder aufgenommen. Er tastet sich behutsam an seine alte Leistungsstärke heran, auch wenn das ein weiter Weg ist. „Die Embolie hat dafür gesorgt, dass einiges an Leistungsfähigkeit verloren geht und man auch nicht die Gewissheit hat, zum alten Level zurückzukehren“, sagt Bretthauer und ergänzt: „Ich bin damit eigentlich sehr souverän umgegangen.“ Er fühle sich gut, doch es fehle noch in allen Berreichen: Athletik, Koordination, Ausdauer. Bretthauer: „Ich bin sehr zufrieden und werde mal schauen, wo ich wieder hinkommen werde.“

Früher Fußball gespielt
Die Mühlenkreisserie umfasst acht Läufe, wobei nur derjenige in die Wertung kommt, der mindestens fünf Läufe absolviert hat. Auftakt der Mühlenkreisserie ist traditionell der Weser-Werre-Lauf der TG Werste. Stephan Bretthauer hat dort im März auf einen Start verzichtet. „Ich war noch nicht so weit“, so der Eldagser. Er werde in Friedewalde einsteigen und dort den Halbmarathon (Serie 2) laufen. Die Titelverteidigung als solche hat er sich explizit nicht als Ziel gesetzt. „Ich bin jetzt erst seit ein paar Monaten wieder aus dem Krankenhaus heraus und jeder leistungssportliche Gedanke ist eigentlich verkehrt. Ich muss erst einmal sehen, wohin ich grundsätzlich wieder komme“, sagt Bretthauer, der früher Fußball gespielt hat – im Mittelfeld – und immer schon gerne gelaufen sei.

Bis zu 130 Kilometer Lauftraining pro Woche
Auch wenn sich Stephan Bretthauer noch im Aufbautraining befindet, so leistet ein Spitzensportler wie er ein enormes Pensum. Bis zu 130 Kilometer Laufstrecke pro Woche bei täglichem Training können es sein. Meistens startet er von seinem Wohnort in Eldagsen aus und oft zieht es ihn auf den Weserradweg oder durch die Windheimer Marsch, Gorspen-Vahlsen, Lahde oder Petershagen. Und Stephan Bretthauer ist schnell: im vergangenen Frühjahr stellte er in Hamburg beim Marathon (42,195 Kilometer) eine neue persönliche Bestleistung auf. Für die 42,195 Kilometer brauchte er nur 2:43 Stunden.

Mühlenlauf – von Anfang an mit dabei
Auf den Mühlenlauf in Friedewalde freue er sich besonders. „Der Friedewalder Mühlenlauf ist eine ganz tolle Veranstaltung, bei der ich von Anfang an mit dabei war – auch ohne Integration in die Mühlenkreisserie. Es ist ein Feiertag, Christi Himmelfahrt, meistens geprägt von sehr schönem Wetter. Die Organisation drumherum ist hervorragend. Es ist auch ein Familienfest, wo man viele Bekannte und Freunde trifft. Es ist nicht so eine Läufer-spezifische Veranstaltung, wie man es vielleicht bei anderen kennt“, lobt Stephan Bretthauer, der sportlich betrachtet auch gerne flache Strecken schätzt.

Kirchengemeinde feiert Konfirmation

Im Gemeindehaus: Die vierzehn Konfirmanden mit Pfarrer Thomas Salberg. Erstmals seit vielen Jahren regnete es, so dass ein Bild draußen nicht möglich war. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Die Konfirmation gehört in der Evangelischen Kirchengemeinde Friedewalde-Stemmer zu einem der Höhepunkte im Jahr. Das dürfte wohl auch für die sechs Mädchen und acht Jungen gelten, für die die feierliche Segenshandlung in der Kirche zu Friedewalde gedacht war. Der Wochenspruch zum zweiten Sonntag nach Ostern aus Johannes 10, 11.27.28 lautet: Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“

CVJM-Band präsentiert vier Lieder
In der Kirche zu Friedewalde führte Pfarrer Thomas Salberg durch den Gottesdienst, unterstützt vom Posaunenchor Friedewalde (Leitung: Dietrich Trölenberg), der Organistin, dem Presbyterium sowie der CVJM-Band unter der Leitung von Thomas Meyer. Das Ensemble interpretierte Lieder „Das Privileg“, „Halleluja“, „Our God“ und „Your Love is a Song“. Die Konfirmanden legten ihr Glaubensbekenntnis vor Gott, der Kirchengemeinde sowie Eltern, Angehörigen und Freunden ab. Nach dem „Vaterunser“ teilten Pfarrer Thomas Salberg und Mitglieder des Presbyteriums das Abendmahl aus. Nach dem Gottesdienst feierten die Konfirmanden mit ihren Familien diesen großen Tag in privater Runde.

Mühlenlauf: Halbmarathon vermessen

Auf geht’s: Claudia Heiden (v.l.) vom TuS Friedewalde, Martin Buck und Dieter Schenzer (DLV-Vermesser) und Uwe Bergner vom TuS Friedewalde machen sich bereit für die Vermessung des Halbmarathons beim Friedewalder Mühlenlauf. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Als erster und einziger Sportverein im Kreis Minden-Lübbecke hat der TuS Freya Friedewalde die drei Laufstrecken 5 km, 10 km und Halbmarathon nach Internationalen Wettkampfregeln (IWR) vermessen lassen. Dieter Schenzer, offizieller Streckenvermesser des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) nach IAAF (International Association of Athletics Federations) und AIMS (International Marathons and Distance Races), hat die bereits vermessenen Strecken 5km und 10km des Mühlenlaufes um weitere fünf Jahre verlängert und den Halbmarathon neu vermessen. Damit sind die drei Laufstrecken in Friedewalde Bestenlisten tauglich. Der 69-jährige, pensionierte Betriebswirt aus Soest (LG Deiringsen) war am Ostersamstag 2018 zu Gast in Friedewalde und hatte seinen Helfer Martin Buck, einen 51-jährigen Postbeamten, der sich extra für die Vermessungen Urlaub nimmt, mitgebracht. Der TuS Freya Friedewalde hatte seine beiden Lauftrainer Claudia Heiden und Uwe Bergner als Helfer gesandt.

Ziel und Starts liegen auseinander
Der Friedewalder Mühlenlauf ist im Kern eine fünf Kilometer lange Strecke vom Sportplatz über Wegholm, an der Mühle vorbei, bei JENZ abbiegend auf den Diekweg und zurück über die Kleiriehe. Die Zehn-Kilometer-Läufer laufen die Strecke zweimal. Die Halbmarathonis dreimal, plus Abbiegung Diekweg/Kleiriehe bis zum Wendeplatz am Ende der Kleiriehe/L770 und wieder zurück über die Kleiriehe bis zum Sportplatz. Allerdings ist der zu Grunde liegende Kurs nicht ganz fünf Kilometer lang, es fehlen ein paar Meter. Da das Ziel am Sportplatz aber für alle Läufe identisch ist, sind die Starts vorverlegt, so dass die Athleten am Ende die exakt vermessene Strecke zurücklegen. Die Fünf-Kilometer-Läufer starten am Sportplatzende, die Zehn-Kilometer-Läufer auf der Kleiriehe und die Halbmarathonis noch ein paar Meter weiter zurück.

Jones Counter

Eichung Jones Counter
Als erstes eichen Dieter Schenzer und Martin Buck den sogenannten „Jones Counter“. Das ist ein an den Speichen eines Fahrrades montiertes Zählwerk. Für die Eichung brauchen die beiden Vermesser eine 450 Meter lange Gerade, die sie mit einem vorgeschriebenen Stahlbandmaß ausmessen und anschließend viermal mit dem Fahrrad und Jones Counter abfahren. Dafür bietet sich die Kleiriehe geradezu an. „Die Bandmaße sind bei 20 Grad Celsius geeicht. Heute haben wir aber nur sieben Grad Celcius, was es zu berücksichtigen gilt“, erklärt Dieter Schenzer, warum er sich nach der Eichung an einen Laptop setzt und allerlei Berechnungen durchführt. Danach gibt es Mittagessen, Schnitzel von der Kotelett Schmiede und von Heike Krüger selbst gemachten Kartoffelsalat. „Das schmeckt man aber auch“, lobt Martin Buck.

Start Halbmarathon ist an der Hofeinfahrt der Familie Müller-Ulrich
Nach der Mittagspause geht es mit Fahrrädern auf die Strecke, wobei die Messung am Ziel beginnt und dann entgegen der eigentlichen Laufrichtung 21,0975 Kilometer „rückwärts“ bis zum Start gefahren wird. Jeden vollen Kilometer schlägt Martin Buck einen Vermessungsnagel in den Boden und zieht mit umweltfreundlicher Sprühfarbe einen Kreis drum herum. Der 23. Nagel ist der Letzte und gleichzeitig der Startpunkt des Halbmarathons – direkt an der Hofeinfahrt der Familie Müller-Ulrich an der Kleiriehe 25. „Da hole ich mir einen Stuhl und schaue mir den Start an“, sagt Volker Müller-Ulrich, der dort mit seiner Familie und den Schwiegereltern wohnt. Die gesamte Vermessungsaktion (ohne die folgende Büroarbeit) dauert fünf Stunden. Bei allen Beteiligten herrscht beste Laune, weil die Chemie untereinander stimmt und die Vermessung ohne Probleme durchläuft.

Fotos der Vermessungspunkte und Kreuzungen

Streckenverlauf Halbmarathon mit Kilometermarkierungen

Film von der Vermessung des Halbmarathons

Paketshop bei Matthias Schweitzer

Neu im Angebot: Matthias Schweitzer steht in seinem Geschäft vor der Werbetafel seines DHL-Paketshops. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nach Schließung der Postfiliale bei „Dies&Das“ hatte die Deutsche Post immerhin einen Briefkasten hängen gelassen, sich aber durchaus offen gelassen, den Standort Friedewalde wieder zu bedienen. Das ist jetzt soweit, wenn auch in kleinerer Form: Matthias Schweitzer betreibt ab Dienstag, 3. April 2018, einen DHL-Paketshop. „Ich habe die Geschichte auf Friedewalde.de gelesen und eine Email an die Post gesendet. Dann haben wir uns hier vor Ort getroffen und alle eingestielt“, sagt der 53-jährige Schuhmachermeister, der sein Schuhhaus zwar geschlossen hat, aber immer noch ein Reparaturwerkstatt betreibt.

Annahme und Ausgabe von DHL-Paketen
Matthias Schweitzer nimmt in seiner neuen DHL-Paketstation folgende Postsendungen an: frankierte (auch online) DHL-Pakete; frankierte (auch online) Retouren-Pakete und frankierte (auch online) DHL-Päckchen. Und er gibt DHL-Pakete und -Päckchen auch aus. „Falls mal jemand nicht zu Hause ist, können hier die Pakete und Päckchen hinterlegt und abgeholt werden“, sagt Matthias Schweitzer. Von der Post nicht vorgesehen sind der offizielle Verkauf von Briefmarken, Briefumschlägen und leeren Paketboxen. Doch das möchte Matthias Schweitzer ändern, weil er weiß, dass es die nächsten Postfilialen erst in Petershagen oder Minden gibt. „Ich habe schon Kontakt zu Juttas Laden in Kutenhausen aufgenommen, die ja auch schließt. Vielleicht kann ich aus ihrem Sortiment etwas übernehmen. Und die gängisten Briefmarken könnte ich auch ohne Gewinn verkaufen, sozusagen als Service“, sagt Matthias Schweitzer, der im Augenblick montags und mittwochs noch geschlossen hat, weil er dann bei Wegener Schuhe in Buchholz arbeitet.

Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag und Freitag: 10 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr
Samstag: 9 Uhr bis 12 Uhr

Mühlenlauf an Christi Himmelfahrt

Friedewalde. Beim 8. Mühlenlauf des TuS Freya Friedewalde am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 10. Mai 2018) gibt es eine Premiere: Der Friedewalder Mühlenlauf ist dann zum ersten Mal Teil der Mühlenkreisserie Minden-Lübbecke, die in diesem Jahr ihre 28. Auflage feiert. Auch im kommenden Jahr ist das so, weil in den Jahren 2018 und 2019 der Friedewalder Mühlenlauf und der Lauf um den Aussichtsturm des OTSV Pr. Oldendorf zeitlich weit genug auseinander liegen. Der Friedewalder Mühlenlauf ist der 2. Lauf der Mühlenkreisserie nach dem Weser-Werre-Lauf der TG Werste und einer von insgesamt acht Läufen der Mühlenkreisserie. “Um in die Gesamtwertung zu kommen, sind nicht mehr vier, sondern jetzt fünf Starts erforderlich”, sagt Organisator Oliver Neidiger.

Alle drei Strecken amtlich vermessen
Zur Mühlenkreisserie gehören drei Wertungen: Serie 1 umfasst die Distanzen zwischen 8 bis 12,4km, Serie 2 die Distanzen zwischen 14 bis 21,6 km und Serie 3 die Distanzen von 4,0 bis 6,5 km. Beim TuS Friedewalde sind das die Mühlenläufe über 10km (Serie 1), 5km (Serie 3) und der Halbmarathon (Serie 2). Alle drei Strecken sind amtlich vermessen und somit Bestenlisten tauglich.

Teilnehmerzahl dürfte steigen
Im vergangenen Jahr machten 543 Sportlerinnen und Sportler mit, darunter 67 beim Bambinilauf (660 Meter) und 176 Grundschüler beim Kinderlauf (1,1 km). Die Teilnehmerzahl dürfte sich 2018 noch einmal erhöhen, da die Läuferinnen und Läufer der Mühlenkreisserie hinzukommen. Im vergangenen Jahr verzeichnete Oliver Neidiger 449 Teilnehmer, in diesem Jahr haben sich knapp 400 Athleten online angemeldet, wobei ein späterer Einstieg möglich ist – also auch in Friedewalde.

Training für Kinder
Für den Bambinilauf und die Kinderläufe hat der TuS Freya Friedewalde ein Training organisiert. Am Montag, 7. Mai 2018, also drei Tage vor Christi Himmelfahrt, üben die beiden Lauftrainer Claudia Heiden und Uwe Bergner die Läufe auf den Originalstrecken. „Das Training hat sich bewährt, da die Kinder am Veranstaltungstag genau wissen, was sie tun müssen“, sagt Claudia Heiden. Beginn des Trainings auf dem Sportplatz an der Grundschule Friedewalde ist um 10 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Anmeldung online möglich
Die Zeitnahme erfolgt durch Time-Team Jung. Anmeldungen für den 8. Friedewalder Mühlenlauf sind online möglich unter www.ttjnet.de oder am Veranstaltungstag bis um 10 Uhr. Hier die Startzeiten: 10 Uhr Bambinilauf (660 Meter), 10.10 Uhr Kinderlauf (1 km), 10.20 Uhr Mühlenlauf 2km, 10.40 Uhr Halbmarathon, 10.45 Uhr Mühlenlauf 10km, 10.50 Uhr Mühlenlauf 5km. Siegerehrungen: 11 Uhr Bambini- und Kinderlauf, 12.15 Uhr (Mühlenläufe 2km, 5km, 10km), 13.15 Uhr Halbmarathon (Streckenverlauf Halbmarathon mit Kilometermarkierungen).

Grillfest & Familienspaß
Am Himmelfahrtstag beginnt traditionell das Sportfest des TuS Freya Friedewalde mit dem Grillfest & Familiensapß. Für Kinder stehen Hüpfburg und Karusell bereit, und ab 13.30 Uhr wird im Sandplatz die beliebte Beachfußball-WM für Kinder ausgetragen. Anmeldungen dafür sind direkt nur vor Ort ab 12.30 Uhr möglich. Während die Kinder beschäftigt sind, können die Erwachsenen einen entspannten Himmelfahrtstag genießen bei guter Musik, schönen Getränken sowie Steaks, Bratwurst & Co., Pfannkuchen, Kaffee und Kuchen. Der Himmelfahrtstag in Friedewalde endet um 18 Uhr.


Titelverteidiger Mühlenlauf Friedewalde (Sieger 2017)

10 km: Andreas Steinbrügger (CLG Gestringen) 35:45 Minuten; Ariane Kirmiss (Laufen gegen Leiden) 45:36
5 km: Sebastian Maschmeyer (Scheringhausen) 17:15 Minuten; Aida Stahlhut (Meerbeck) 19:28 Minute

Titelverteidiger Mühlenkreisserie Minden-Lübbecke (Sieger 2017)
Serie 1 (10 km): Oliver Neidiger (SV 1860 Minden), Yvonne Zierenberg (SV 1860 Minden)
Serie 2 (20 km): Stephan Bretthauer (SV 1860 Minden), Ariane Kirmiss (Laufen gegen Leiden)
Serie 3 (5 km): Philipp Peixoto Gonzales (TG Werste), Milena Redecker (SV 1860 Minden)

Streckenrekorde Mühlenlauf Friedewalde
10 Kilometer: Lauritz Grote (ESV Eintracht Hameln) 35:20 Minuten (2015), Nele Weike (TuS Eintracht Minden) 41:46 Minuten (2014)
5 Kilometer: Philip Priebe (ESV Eintracht Hameln) 17:02 Minuten (2015), Aida Stahlhut (Meerbeck) 19:28 Minuten (2017)

Weiterführende Links
Mühlenlaufseite des TuS Freya Friedewalde

Flyer 8. Friedewalder Mühlenlauf

Fotos vom Sportfest 2017

Ankündigungsfoto Start 10 km von Sebastian Kanning beim 7. Mühlenlauf 2017

Ankündigungsfilm

Die Turnhalle wird saniert

Sanierungsbedürftig: Die Turnhalle an der Grundschule Friedewalde. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen. Der Rat der Stadt Petershagen hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. März 2018, einstimmig dafür entschieden, die Sanierung der Turnhalle an der Grundschule Friedewalde vorzuziehen. „Es gab überhaupt keine Probleme. Alle waren dafür und lobten die Maßnahme“, sagte Friedewaldes Ortsbürgermeister Karl-Christian Ebenau (Demokratisches Petershagen) direkt im Anschluss der Sitzung. Gemäß der Sitzungsvorlage werde die Stadtverwaltung „ermächtigt und beuaftragt, die Maßnahmenplanung für die Turnhalle der Grundschule Friedewalde fortzuführen und die Gewerke zeitnah auszuschreiben und zu vergeben. Karl-Christian Ebenau zufolge soll mit der gut 400.000 Euro großen Investition in den Sommerferien (16. Juli bis 28. August 2018) begonnen werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich drei Monate dauern und ziehen sich somit bis ins neue Schuljahr. „Das ist mir egal. Hauptsache wir bekommen eine schöne Turnhalle“, soll Schulleiterin Monika Krause zu Karl-Christian Ebenau gesagt haben.

Sitzungsvorlage

Mode, Freundschaft, Gemütlichkeit

Olala: Inhaberin Jessica Beermann (links) und Fachverkäuferin Jutta Ramsbrock, hier im Geschäft an der Kleiriehe während der letzten Vorbereitungen. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Das ging ja schnell. Nur knapp drei Monate nach der Schließung von „Dies & Das“ erblüht in Friedewalde an der Kleiriehe 2 ein neues Geschäft. Jessica Beermann eröffnet am Samstag, 24. März 2018, ihre bereits vierte Filiale des Galerie Cafés „Olala“. Das ursprüngliche Konzept basiert aus dem Mix von Café und dem Verkauf ausgefallener Mode und Accessoires. In Friedewalde fehlt das Café, dafür seien die 70 Quadratmeter Fläche zu klein. Das ist auch in Hahlen so, wo die 50-Jährige im Jahr 2012 ihre erste Filiale eröffnete. In Bückeburg (2014) und Hausberge (2015) gibt es sogar selbst gebackenen Kuchen. „Einen Kaffee bekommen Sie in Friedewalde aber auch“, verspricht Jessica Beermann, die seit 23 Jahren in Friedewalde lebt und gemeinsam mit Mitarbeiterin Jutta Ramsbrock den letzten Feinschliff für die Eröffnung am Samstag, 24. März, ab 10 Uhr erledigt.

„Ehrliche Beratung, in dieser Sache muss das Internet leider passen“
Olala – Mode, Freundschaft, Gemütlichkeit und mehr ist nicht nur ein Motto. Jessica Beermann, Jutta Ramsbrock und ihre acht weiteren Kolleginnen leben es auch. Sie alle werden am Samstag in Friedewalde sein. „Die Stärke meines Teams liegt in der guten Beratung. Im Laufe der Jahre haben sich viele Freundschaften und gute Kontakte aufgebaut. Als kleines Unternehmen tauchen wir nicht mit grossen Werbeanzeigen auf, deshalb sind wir glücklich über die gute und ehrliche Mund-zu-Mund-Propaganda unserer Kunden“, sagt Jessica Beermann. So habe sie ihren Kundenstamm kontinuierlich erweitert. „Ehrliche Beratung, in dieser Sache muss das Internet leider passen. Zu unserer Freude und zu unserem Vorteil“, so die Unternehmerin weiter. Und Jutta Ramsbrock ergänzt: „Wir sind jederzeit flexibel, was unser Sortiment angeht, weil wir uns auf die Wünsche unserer Kunden einlassen“. Es hätten sich viele Neuerungen und Sortimentsänderungen ergeben im Laufe der Zeit. „Wir hören auf den Markt und nehmen Chancen, die sich bieten, wahr. Man muss sich einfach herantasten, um zu sehen, was die Kundschaft vor Ort gerne hätte“, so die 60-Jährige, die genauso wie ihre Kolleginnen eine hochqualifizierte Fachverkäuferin ist.

Stehmann Hosen, italienische Schuhe, Tee und Geschenkartikel
Olala führt große Größen, italienische Schuhe, Feinkost,  50 Sorten Tee, Geschenkartikel und ist der regional grösste Händler für Stehmann Hosen. Nur was für junge Leute? Von wegen. „Das Alter unserer Kundschaft liegt zwischen 15 und 90 Jahren. Darauf sind wir richtig stolz“, sagt Jessica Beermann, die sich auch darauf freut, die Damen im Seniorenheim mit ihren Produkten zu beliefern. „Gerne liefern wir auch Auswahlen aus, um in Ruhe im eigenen Heim probieren zu können.“ So flexibel wie das Angebot sind auch die Öffnungszeiten. Zunächst ist das Geschäft von Montag bis Samstag ab 10 Uhr geöffnet. „Wir werden dann sehen, welche Zeiten sich durchsetzen. „Alles, was sich nicht lohnt, können wir auch nicht machen“, sagt Jessica Beermann und ergänzt. „Wir freuen uns auf einen tollen Start in Friedewalde und laden alle herzlich ein.“

Olala – Mode, Freundschaft, Gemütlichkeit & mehr…
Inhaberin Jessica Beermann
Kleiriehe 2
32469 Petershagen-Friedewalde
Telefon (0 57 04) 167 78 31

Königstraße 247
32427 Minden

Hauptstraße 14
32457 Porta Westfalica

Lange Straße 29
31675 Bückeburg

Immer wieder donnerstags

Sie freuen sich auf ihr Experiment: Nicole Lükens (von links), Simon Kruse und Sigrid Brandt, wie sie vor dem Imbisswagen auf dem Gelände der Sparkassen-Filiale in Friedewalde stehen. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Simon Kruse und Sigrid Brandt haben so richtig „Bock“ darauf herauszufinden, ob ihre Idee funktionert: eine Frittenbude in Friedewalde. „Wir haben oft darüber gesprochen, auch mit anderen Leuten aus dem Dorf. Und jetzt machen wir es“, sagt Simon Kruse. Der 29-jährige Geschäftsführer von Kruse-Catering hat sich als Standort das Gelände der Sparkassenfiliale, das er im vergangenen Jahr gekauf hat, ausgesucht. Geplant ist, zunächst nur donnerstags, erstmalig am 15. März, von 11 Uhr bis um 19 Uhr den Grill zu öffnen. „Wir wollen erst einmal sehen, wie unser Angebot ankommt“, sagt Sigrid Brandt. Die 58-Jährige ist die Küchenleiterin bei Kruse Catring und wird sich um das Management des neuen Imbisses kümmern. Die Aufgaben im Verkaufswagen erledigt Mitarbeiterin Nicole Lükens. „Ich bin gespannt“, sagt die 47-Jährige und freut sich auf das Experiment.

Der perfekte Standort
Im Angebot sind die Klassiker Bratwurst, Bratcurrywurst, Nackensteaks, Kautsalat und Pommes. Aber auch Krakauer Wurst und Frikadellen. Dazu gibt es alkohokfreie Getränke und Kaffee. „Es kann durchaus sein, dass wir unser Angebot erweitern, zum Beispiel um Tages- oder Wochengerichte“, sagt Sigrid Brandt. Und Simon Kruse wird dann über eine Erweiterung der Öffnungszeiten nachdenken, wenn die mit der Stadt Petershagen abgesprochene Testphase positiv verläuft. Perfekt dürfte der Standort sein, direkt an der Hauptstraße mit ausreichend Parklätzen und kurz vor der Abzweigung in Richtung Lavelsloh und Warmsen. Der ein oder andere Berufspendler wird das neue Angebot in Friedewalde sicherlich ausprobieren. Aber auch für die Friedewalder selbst dürfte der neue Imbiss eine Bereicherung sein.

Preisliste

Nackensteak mit Krautsalat 5,60 Euro
Bratwurst 2,00 Euro
Bratcurrywurst 2,30 Euro
Krakauer 2,50 Euro
Frikadelle 1,50 Euro
Pommes 1,80 Euro
Mayo/Ketchup 0,30 Euro
Krautsalat 1,50 Euro
Kaffee 1,50 Euro
Alkoholfreie Getränke 0,3 l 1,50 Euo

Foto- und Filmaufnahmen

Friedewalde. Wenn Vereine, Firmen oder andere Organisationen öffentliche Veranstaltungen durchführen, dann werden meistens auch Fotos und Filme im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit produziert und online publiziert. Im Grunde ist dagegen nichts einzuwenden, zumal in den meisten Fällen die Fotos und Filme einen positiven Charakter haben. Da diese veröffentlichten Fotos und Filme aber immer Urheber- und Persönlichkeitsrechte betreffen und diese auch verletzen könnten, wäre es gut, wenn der Veranstalter darauf hinweist, dass Foto-und Filmaufnahmen produziert und im Internet veröffentlicht werden. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er an der Veranstaltung teilnehmen möchte, oder nicht. Ortsbürgermeister Karl-Christian Ebenau hat dazu einen Infobrief verfasst, aus dem ich einen Aushang zum Download produziert habe. Natürlich in der Hoffnung, dass dieser rechtlich einwandfrei ist. Eine Haftung dafür übernehme ich allerdings nicht.

Aushang Foto- und Filmaufnahmen

Niemals geht man so ganz

Einmal Geschäftsfrau, immer Geschäftsfrau: Elke Buddenbohm steht im vielleicht kleinsten Laden Deutschlands vor dem Schrank mit den „hochprozentigen“ Geschenken. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Zum Ende des Jahres 2017 hatte Elke Buddenbohm ihr Geschäft „Dies & Das“ geschlossen – jetzt macht sie es wieder auf. „Aber nur ganz klein“, sagt die 67-Jährige. „Ich kann es einfach nicht lassen. Es ist mein Ding.“ Sozusagen im Flur ihres Privathauses an der Kleiriehe 19 (gegenüber der Grundschule) steht ein alter Schrank mit „hochprozentigen“ Geschenken. „Viele meiner Kunden hatten mich bei der Schließung gefragt, wo sie nun ihren Schluck herbekommen sollen? Ich habe lange überlegt und mich entschieden, diesen Bereich von zu Hause aus weiterzuführen. Wenn es läuft, dann ist es gut. Und wenn nicht, dann höre ich damit eben wieder auf. Ich gehe ja kein Risiko ein“, sagt Elke Buddenbohm. Sogar ihr altes Firmen-Werbeschild „Dies & das“ hat sie am Zaun befestigt.

Tolle Idee: Elke Buddenbohm hat das alte Firmen-Werbeschild am Zaun befesetigt.

Wohl einer der kleinsten Läden Deutschlands
Für Kenner sei es wichtig zu wissen, dass sie die Sorten „Alten Laux Marille“ und „Alten Laux Willi“ im Anstich habe. Aber auch klare Brände und Weine. „Die Brände werden in mitgebrachten Flaschen, oder die bei mir gekauften, abgefüllt. Selbstverständlich werden sie auch als Geschenk verpackt“, verspricht Elke Buddenbohm. „Weiterhin werde ich auch Ha-Ra-Produkte verkaufen.“ Passend zum vielleicht kleinsten Laden Deutschlands sind auch die putzigen Öffnungszeiten: Mittwoch 15 Uhr bis um 17 Uhr und Freitag von 10 Uhr bis um 12 Uhr. Schließlich ist Elke Buddenbohm ja im Ruhestand.

Kernmarken: Alter Laux Willi (links) und rechts daneben Alter Laux Marille.

Ein Herz für Dörfer

Sie liebt den ländlichen Raum: Dr. Pia Steffenhagen-Koch, neue Regionalmanagerin für den Mühlenkreis Minden-Lübbecke. Foto: Jürgen Krüger

Minden. Geld genug ist da – aber: Dorfgemeinschaften sind heutzutage nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft an Fördermittel zu kommen. „Das ist ein sehr komplexes System“, sagt Pia Steffenhagen-Koch. Die promovierte Umweltwissenschaftlerin muss es wissen, denn sie ist unter anderem dafür angestellt worden, Fördergelder in den Kreis Minden-Lübbecke zu holen. Seit dem 1. März 2017 arbeitet sie für das Bündnis Ländlicher Raum als Regionalmanagerin. „Meine Aufgabe ist es, die Entwicklungsziele im  Mühlenkreis zu erreichen“, sagt die 37-Jährige. Und dazu gehört unter anderem das Projekt „Mühlenkreis 2.0“, bei dem Friedewalde eines von elf Modelldörfern ist.

Für jedes der elf Modelldörfer sind für drei Jahre 17.500 Euro kalkuliert
Das Land NRW hat dem Bündnis ländlicher Raum für die Jahr 2017 bis 2022 insgesamt 1,55 Millionen Euro für die Umsetzung seiner „Lokalen Entwicklungsstrategie“ zugesichert. Für die Stelle der Regionalmanagerin sind in den fünf Jahren 300.000 Euro vorgesehen. Die Fördersumme von 1,55 Millionen Euro stammt aus dem Programm „Vital.NRW“ und ist sozusagen ein Ausgleich für die gescheiterte Bewerbung des Kreises Minden-Lübbecke für eine EU-Förderung durch das Leader-Programm vor drei Jahren. Dort enthalten war das Projekt „Digitales Dorf“, wo Friedewaldes Ortsbürgermeister Karl-Christian Ebenau Friedewalde bereits Modelldorf für die Stadt Petershagen ins Spiel gebracht hatte. Dieses Projekt wird nun fortgeführt unter dem Namen „Mühlenkreis 2.0“. Pia Steffenhagen-Koch ist gerade damit beschäftigt, den konkreten Förderantrag zu stellen. Für jedes der elf Modelldörfer geht es immerhin um 17.500 Euro für digitale Projekte.

Internetseiten nach Friedewalder Vorbild
Geplant sind unter anderem Einrichtung und Betrieb von Dorf-Internetseiten nach Friedewalder Vorbild durch einen bezahlten „Kümmerer“ aus der Ortschaft. Kalkuliert sind 20 Stunden Aufwand im Monat, honoriert mit 15 Euro pro Stunde und das über die Projektdauer von drei Jahren. Es sind Schulungen für die Dorfreporter vorgesehen, aber auch Live-Übertragungen von Gottesdiensten zum Beispiel oder die Einrichtung digitaler Marktplätze, Nutzung von Lieferdiensten oder auch die Einrichtung digitaler Friedhöfe für Mensch und Haustier sowie Aufbau von Telemedizin. „Über die konkreten Inhalte müssen wir noch sprechen“, sagt Pia Steffenhagen-Koch. Je nach Förderprogramm und Förderquote müssen die Modelldörfer allerdings einen Eigenanteil von bis zu 6.000 Euro finanzieren. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, ist sicherlich auch ein Thema für die Ortsbürgermeister. Eine sogenannte Projektskizze, ein grober Entwurf des Antrages, liegen beim Bundesprogramm Land.digital (Förderquote 80 Prozent) und beim Landesprogramm Vital.NRW vor (Förderquote 65 Prozent). „Wenn wir bis Ostern nichts von Land.digital hören, werden wir den Antrag bei Vital.NRW stellen“, sagt Pia Steffenhagen-Koch, die davon ausgeht, dass im Sommer das Projekt „Mühlenkreis 2.0“ starten kann.

„Mein Ziel war es, wieder zurückzukommen“
Der Weg, um an Fördermittel zu kommen, ist mühsam. Pia Steffenhagen-Koch geht ihn aber gerne. „Ich habe mich immer schon mit dem ländlichen Raum, das Ehrenamt und der Umwelt beschäftigt“, sagt sie. In Minden geboren, studiert sie in Vechta Umweltwissenschaften, pendelt aber hin und her. Im Jahr 2010 promoviert sie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg über das Thema „Regionalsponsoring in Umwelt- und Naturschutz“. Danach geht es für ein paar Jahre an die Universität Hannover in Forschung und Lehre. „Mein Ziel war es, wieder zurückzukommen“, sagt die Wissenschaftlerin und Mutter einer dreijährigen Tochter. Sie bewirbt sich sofort auf die vom Bündnis ländlicher Raum ausgeschriebene Stelle der Regionalmanagerin und fühlt sich in ihrem neuen Job pudelwohl.

Die elf Modelldörfer
– Eickhorst für die Gemeinde Hille
– Oberbauerschaft für die Gemeinde Hüllhorst
– Niedermehnen und Westrup für die Gemeinde Stemwede
– Fiestel und Vehlage für die Stadt Espelkamp
– Friedewalde und Ilvese für die Stadt Petershagen
– Hedem für die Stadt Pr. Oldendorf
– Nammen für die Stadt Porta Westfalica
– Wehe für die Stadt Rahden

Zum Download
Präsentation Mühlenkreis 2.0 im November 2017

Regional-Forum am Montag, 26. Februar (17 Uhr bis 19 Uhr) in Gestringen