Gelbe Säcke gibt’s beim Schuster

Die erste Lieferung schon da: Matthias Schweitzer hält Gelbe Säcke für recyclingfähige Verpackungen in seinen Händen. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen/Friedewalde. Seit dem 1. Januar 2019 ist nicht mehr das Portaner Unternehmen Tönsmeier für die Müllentsorgung im Kreis Minden-Lübbecke zuständig, sondern die RMG Rohstoffmanagement GmbH mit Sitz in Eltville am Rhein. Mit dem Wechsel des Entsorgers verschwindet auch ein schöner Service von Tönsmeier: die Belieferung leerer Gelber Säcke für recycelbare Verpackungen an jeden Haushalt. Das sei zu gefährlich, argumentieren die Rheinländer. Die Stadt Petershagen richtete daraufhin drei Ausgabestellen ein: in den Amtststuben Petershagen und Lahde sowie am Bauhhof in Lahde. Weitere Ausgabestellen seien in Planung, heißt es auf der Internetseite der Kommune. In Friedewalde wird diesen Service Matthias Schweitzer übernehmen. Die erste Lieferung Gelber Säcke ist schon da. Ab sofort brauchen die Friedewalder Bürgerinnen und Bürger nicht mehr nach Petershagen oder Lahde zu fahren.

Öffnungszeiten
Matthias Schweitzer
Telefon (0 57 04) 6 27
Montag und Mittwoch 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Dienstag, Donnerstag, Freitag von 10 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr
Samstag 9 Uhr bis 12 Uhr

Gemeindebrief ist online

Idyllisch: Die Evanglische Kirche zu Friedewalde mit Gemeindehaus. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Die evangelische Kirchengemeinde Friedewalde-Stemmer hat ihren Gemeindebrief für die Monate März, April und Mai 2019 veröffentlicht. In seinem Vorwort geht Pfarrer Thomas Salberg auf Mauern, Abgrenzung und Hass ein. “Bevor da tatsächlich Mauern gebaut werden, gibt es schon längst Mauern in den Köpfen der Menschen. Mauern, die uns trennen von Menschen, die nicht unsere Meinung haben, die andere Wege gehen als wir. Mauern, die ein Gespräch mit dem anderen und das Hören auf seine Argumente verhindern. Noch schlimmer ist es, wenn aus der Abgrenzung von dem anderen Ablehnung und Hass wird”, schreibt der Theologe.

Zu wenige Kunden: Olala schließt

Leer geräumt: Das Ladengeschäft von Olala in Friedewalde. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nach knapp einem Jahr schließt das Friedewalder Mode- und Accessoiresgeschäft “Olala” wieder seine Pforten. Und das hat seinen Grund: “Wir haben in Friedewalde super nette Kunden gehabt, aber leider zu wenige”, sagt Inhaberin Jessica Beermann. “Von zwei bis drei Kunden am Tag kann man nicht leben. Da haben sich meine Mitarbeiterinnen wie auf dem Abstellgleis gefühlt.”

Jede Menge Schilder: Ein Blick in das Schaufenster zur Friedewalder Straße hin. Foto: Jürgen Krüger

Sie gehe nicht mit Verlust aus dem Versuch, in Friedewalde ihr viertes Standbein nach Hahlen (2012), Bückeburg (2014) und Hausberge (2015) aufzubauen, aber sie werde es dazu auch nicht gar nicht erst kommen lassen. “Dafür bin ich zu konsequent”, sagt die 51-Jährige. Gutscheine behielten ihre Gültigkeit. Beermann: “Das händeln wir ganz unklompiziert in den anderen Filialen.” In Minden-Hahlen gebe es momentan einen Räumungsverkauf. “Wir ziehen um in die ehemligen Räume von Fernseh-Traue”, sagt Jessica Beermann.

Vertrauen zurück gewinnen

Erfahrung pur: Die Friedewalder Zahnärzte Dr. med. dent. Wolfgang Mühl (links) und Dr. med. dent. Oliver Samson, hier in der Praxis an der Förthofstraße. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Manch ein Dorf wäre froh, wenn es noch einen Arzt und einen Zahnarzt vor Ort hätte. Die Friedewalder brauchen sich in dieser Hinsicht nicht zu beschweren. Mit der Allgemeinmedizinerin Olga Wiens und der Zahnarztpraxis von Dr. Wolfgang Mühl und Dr. Oliver Samson ist Friedewalde bestens ausgestattet. Doch irgendetwas stimmt nicht. “Wir könnten durchaus noch ein paar Patienten mehr vertragen”, sagt Oliver Samson. Wie kann das sein?

Gut erreichbar: Die Praxis an der Förthofstraße in Friedewalde bietet ausreichend viele Parkplätze. Foto: Jürgen Krüger

Oliver Samson und Wolfgang Mühl sehen für die freien Kapazitäten zwei Gründe: einen allgemeinen und einen für Friedewalde speziellen. “In Minden gibt es mehr als sechzig Zahnärzte und damit eine Überversorgung von 770 Prozent”, nennt Oliver Samson den einen Grund. “Und in Friedewalde wissen offensichtlich viele nicht, dass unsere Praxis überhaupt noch existiert”, ergänzt Wolfgang Mühl. Wobei letzteres Problem durchaus hausgemacht ist, was Oliver Samson und Wolfgang Mühl auch einräumen.

Öffnungszeiten wären gut: Die fehlen noch auf dem Schild der beiden Zahnärzte. Foto: Jürgen Krüger

Als Wolfgang Mühl im Jahr 2008 plant, sich nach und nach zurückzuziehen, holt er sich Dirk Sensmeier (Dr. Sirk Sensmeier & Kollegen) mit ins Boot. “Das war ein großer Fehler”, sagt der Friedewalder Zahnarzt, ohne ins Detail zu gehen. Nach zwei Jahren folgt die Trennung. Wolfgang Mühl versucht danach, seine Praxis zu verkaufen und findet in Oliver Samson den geeigneten Partner. “Wir verstehen uns sehr gut”, sagen die zwei, die seit 2012 in Friedewalde eng zusammenarbeiten. Das soll auch noch eine Weile so bleiben. “Zehn Jahre möchte ich mindestens noch arbeiten”, sagt der 62-jährige Oliver Samson, während der 77-jährige Wolfgang Mühl schmunzelnd einschränkt: “So lange wird es bei mir sicherlich sein. Aber zwei, drei Jahre könnte ich mir durchaus vorstellen.”

Ganz in weiß: Der Eingangsbereich der Zahnarztpraxis in Friedewalde. Foto: Jürgen Krüger

Die beiden Mediziner sind davon überzeugt, dass viele Friedewalder die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre in der Praxis nicht nachvollziehen konnten, dass dadurch Vertrauen verloren ging und sie sich deshalb einen anderen Zahnarzt suchten. “Wir haben es ihnen aber auch nicht ordentlich erklärt”, gibt Wolfgang Mühl zu und Oliver Samson fügt an: “So richtig vorgestellt habe ich mich den Friedewalden auch noch nicht.” Das wollen die beiden Friedewalder Zahnärzte ändern und versuchen, verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Dr. Oliver Samson
Geboren 1956 in Minden legt der Sohn von Zahnarzt Rudolf-Erich Samson ein Abitur mit der Durchschnittsnote von 3,7 hin, was nie und nimmer reicht, um Zahnmedizin zu studieren. Deshalb macht er erst einmal bei Althoff eine Lehre zum Zahntechniker, gibt seinen Traum aber nicht auf. Zunächst leistet er seinen Wehrdienst, wird als Zahntechniker eingesetzt und sammelt reichlich Erfahrung. Als sogenannter “externer Student” besucht Oliver Samson gleichzeitig fünf Universitäten (Münster, Marburg, Bielefeld, Bochum, Aachen). “Finanziert habe ich das durch Taxifahren”, sagt der Zahnarzt. Eingeschrieben in Münster als Physik-Lehramtsstudent (damals ohne Numerus Clausus) macht er mehrere Praktika und sammelt sogenannte pro-klinische Scheine (Chemie, Physik, Biologie, Anatomie, Biochemie, Physiologie, drei Propädeutikscheine). “Ich war damals bundesweit der einzige externe Student, der ein Physikum hatte”, sagt Oliver Samson.

Damit bewirbt er sich an 26 Universitäten und wird in 1986 München angenommen. Neben München studiert er noch in Göttingen, Mainz, Hamburg und Hannover. “Ich bin immer den besten Professoren hinterhergereist.” In nur vier Jahren schließt er sein Studium ab. Nach Examen und Promition arbeitet eOliver Samon für zwei Jahre als Assistent in Salzgitter, lässt sich Ende 1989 in Minden am Markt nieder und übernimmt für ein paar Jahre als ärztlicher Direktor die Marienklinik in Minden. Im Jahr 2005 verlegt Oliver Samson seine Praxis an die Portastraße und betreibt zeitgleich sechs Jahre lang gemeinsam mit Kollegen im italienischen Bozen (Südtirol) eine private Zahnklinik. Eine Woche lang arbeitet er in Minden, die nächste Woche in Bozen. Sechs Jahre lang geht das so, dann ist in Tirol Schluss. Ende 2011 fällt ihm ein Exposé in die Hand, in dem steht, dass Wolfgang Mühl seine Praxis in Friedewalde abgeben möchte. Beide werden sich einig.

Der Handballfreund gilt als führend in der ästethischen Zahnheilkunde und produziert zum Beispiel den Mundschutz für einige Spieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden, dessen Sponsor er auch ist. Oliver Samson war einmal kurz verheiratet und ist ansonsten “bekennender Single”, wie er sagt. Er bezeichnet sich selbst als “offenen” Menschen, der sich durchaus seinen Humor bewahrt hat, was auch ein Spruch auf seiner Website verdeutlicht: “Gönn dir ein paar frohe Stunden. Geh zum Zahnarzt”, heißt es dort.

Dr. Wolfgang Mühl
Geboren 1941 in Bad Godesberg studiert Wolfgang Mühl in Bonn Zahnmedizin. Aufgrund einer astmathischen Erkrankung seiner Tochter, zieht es ihn nach Abschluss des Studiums 1968 nach Lübeck, wo er seine zweijährige Assistentenzeit verbringt. In Scharbeutz (Ostsee) lässt er sich dann als Zahnarzt nieder. Aus familiären Gründen zieht es ihn 1983 nach Minden, und noch im selben Jahr übernimmt er die Praxis von Dr. Wieloch in Friedewalde. Er verlegt auch seinen Wohnitz nach Friedewalde und wohnt unter anderem im Bungalow gegenüber von Autohaus Meier, ehe es ihn nach Minden verschlägt. Heute lebt Wolfgang Mühl in Bölhorst. Seine im Jahr 2016 verstorbene dritte Ehefrau Vera Gottschalk-Mühl war viele Jahre lang Lehrerin an der Grundschule Friedewalde. Im ehemaligen Wohnhaus in Friedewalde leben heute Vera Gottschalk-Mühls Sohn Niklas Gottschalk und Ehefrau Ellis, die als Innenarchitektin Partnerin unserer Website ist, genauso wie die Zahnarztpraxis.

Zwei Praxen
Oliver Samson betreibt seine Hauptpraxis in Minden an der Portastraße 2a seit 2005, Friedewalde ist seit 2012 rein rechtlich seine Zweitpraxis. Dort arbeitet er gemeinsam mit Wolfgang Mühl. In Minden gibt es zusätzlich eine hochwertige Ausstattung, wie zum Beispiel Laser oder eine interole Kamera, so dass bei Bedarf Friedewalder Patienten auch in Minden weiterbehandelt werden können. Es gibt vier fest angestellte Zahnarztherlferinnen, die schon sehr lange bei Oliver Samsnon arbeiten und zwischen Minden und Friedewalde pendeln. Die Praxis in Friedewalde sei zwar nicht permanent besetzt, aber immer erreichbar unter Telefon (0 57 04) 13 00. Öffnungszeiten: Montag 15 Uhr bis 18 Uhr, Dienstag 9 Uhr bis 12 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr, Mittwoch 9 Uhr bis 12 Uhr, Donnerstag 15 Uhr bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Schuhhaus Schweitzer zu verkaufen

Zu verkaufen: Die Doppelhaushälfte von Matthias Schweitzer mit Ladenlokal, Lagerraum und Carport. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nachdem Matthias Schweitzer sein Schuhgeschäft geschlossen hat, steht nun der Verkauf der Geschäftsräume (Schloort 6 in Friedewalde) an. “Die Gebäude verursachen lediglich Kosten und bringen mir sonst nichts mehr ein”, sagt der 54-Jährige, der sich seit der Schließung auf die Reparatur von Schuhen und schwerem Leder konzentriert. Der Schuhmachermeister hat das Mindener Immobilienunternehmen Kellermeier & Salge mit dem Verkauf der ehemaligen Geschäftsräume beauftragt. Eine Vermietung der Doppelhaushälfte schließt Matthias Schweitzer aus.

Idyllisch: Die ruhige Lage ind Friedewalde, Schloort 6.
Foto: Jürgen Krüger

Der Kaufpreis beträgt 158.000 Euro

Laut Beschreibung handelt es sich beim Objekt um ein Grundstück von 500 Quadratmetern, die Nutzfläche des Erdgeschosses (Ladenlokal mit Schaufenster und Sozialräume) und des Dachgeschosses (Lagerraum) beträgt den Angaben zufolge 450 Quadratmeter. Die zu verkaufenen Gebäude wurden 1980 und 2008 an das Wohnhaus angebaut. Dazu gehört auch das Doppelcarport. Der Kaufpreis beträgt laut Kellermeier und Salge 158.000 Euro (inklusive Umsatzsteuer). Hier geht es zum Angebot. Ansprechpartner ist Reinhard Becker, Telefon (05 71) 946 12 11.

Ein etwas anderer Blick: Das zu verkaufene Objekt von der Kleiriehe aus.
Foto: Jürgen Krüger

Neue berufliche Existenz aufgebaut

Matthias Schweitzer hofft, schnell einen Käufer zu finden, um sich von den laufenden Kosten für Unterhaltung und Kreditrückzahlung sowie Grundsteuer und Versicherungen befreien zu können. Er selber hat sich beruflich eine neue Existenz aufgebaut. Neben der selbstständigen Tätigkeit in seiner Schumacherwerkstatt (www.schuhhaus-schweitzer.de) und dem Betrieb eines DHL-Paketshops arbeitet der Friedewalder für zwei Tage pro Woche bei Schuhmacher Tim Wegener (www.wegener-schuhe.de) in der Gemeinde Buchholz bei Bad Eilsen.

Olles up platt

Die plattdeutsche Gruppe: Hier beim Treffen im Januar 2019 bei Carola Westermann. Im Uhrzeigersinn, beginnend bei der Gruppensprecherin Anneliese Trölenberg (hinten, roter Pullover), Heinz Trölenberg, Cornelia Wilk, Anette Vinke, Angelika Dreier, Otto Vinke, Gerda Meißner, Georg Meißner, Horst Kruse, Helga Kruse und Carola Westermann. Foto: Karl-Christian Ebenau

Friedewalde. Die plattdeutsche Gruppe im Heimatverein gibt es schon genauso lange wie den Heimatverein selbst, nämlich seit 1990. Erste Gruppensprecherin war Christina Ruhe, es folgte Hans Marold. So beginnt die heutige Gruppensprecherin Anneliese Trölenberg, die sich auf plattdeutsch mit ihrem Beinamen “Born Anneliese” vorstellt, die Beschreibung der Gruppe. Die plattdeutsche Sprache in Geselligkeit zu pflegen, ist ihr Anliegen. Alle zwei Monate treffen sich die Mitglieder privat, wobei es eine offene Gruppe sei. Neulinge, die gerne plattdeutsch sprechen oder auch plattdeutsch lernen möchten, seien herzlich willkommen. Ortsbürgermeister Karl-Christian Eebenau war zu Gast und bat die Gruppenmitglieder, sich kurz vorzustellen. Das Ergebnis kann man hören – natürlich in plattdeutscher Sprache.

Plattdeutsche Gruppe im Heimatverein Friedewalde. Ansprechpartnerin: Anneliese Trölenberg, Telefon (0 57 04) 225.

Dreikönigs-Konzert mit SenzaNome

SenzaNome: Ingrid Stein (von links), Peter Krudup von Behren und Susanne Mewes. Foto: Wolfgang Schimmack

 

Friedewalde. Das Bielefelder Ensemble “SenzaNome”  besticht durch Vielfältigkeit und Facettenreichtum. Susanne Mewes (Sopran), Ingrid Stein (Maezzosopran) uns Peter Krudup von Behren (Bass-Bariton) singen bekannte Melodien aus Oper, Operette, Musical und Popmusik. Am Sonntag, 6. Januar 2019, am Tag der “Heiligen drei Könige”, bringen sie allerdings besinnliche und heitere Winter- und Weihnachtsmusik nach Friedewalde. “So, wie die heiligen drei Könige Weihrauch, Myrrhe und Gold zur Krippe nach Bethlehem brachten”, wie Peter Krudup von Behren sagt. Das “Dreikönigs-Konzert” in der Friedewalder Kirche beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, allerdings bittet SenzaNome um eine Spende am Ausgang.

Ein ganz spezielles Konzert

Der Projektchor Friedewalde: Hier bei eine Probe mit Leiterin Regina Kruse-Mohrhoff. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Der Friedewalder Projektchor hat sich im Jahr 2017 gegründet und im Frühjahr 2018 ein Konzert gegeben. Danach sollte eigentlich Schluss sein, so die Idee von Dietrich Trölenberg und Regina Kruse-Mohrhoff. Doch weil es vielen der Projektteilnehmer sehr viel Spaß gemacht hat, führt Regina Kruse-Mohrhoff den Chor zunächst weiter. “Wir machen auf alle Fälle ein kleines Weihnachtsprogramm”, sagte die Chorleiterin bei einer Probe. Dort haben wir einen kleinen Film gedreht, in dem Regina Kruse-Mohrhoff über den Projektchor und das ganz spezielle Weihnachtskonzert spricht. Gesungen wird natürlich auch – und das kann sich wirklich hören lassen.

 

Auf den Spuren Dschingis Khans

Wegholm. Die Mongolei ist ein faszinierendes Land im östlichen Teil Zentralasiens. Der Binnenstaat liegt zwischen dem Norden Russlands und China. Dort, wo im 13. Jahrhundert Dschingis Khan herrschte, hat sich Georg Klingsiek umgesehen.

Foto- und Filmreise am Freitag, 7. Dezember 2018
Der Petershäger möchte seine Erlebnisse teilen und nimmt seine Gäste am Freitag, 7. Dezember ab 19 Uhr mit auf eine Foto- und Filmreise ins Land der Nomaden. Veranstaltungsort ist die Firma JENZ, die gemeinsam mit der Fördergesellschaft erneuerbare Energiequellen die Foto- und Filmreise “Mongolei – Auf den Spuren von Dschingis Khans” veranstaltet. Der Eintritt ist frei. Allerdings bittet JENZ zur besseren Planung um Kartenvorbestellung unter Telefon (0 57 04) 94 090.

Ina Lau braucht Verstärkung

Das Team von Haar’genau: Anna Brand (von links), Auszubildende Indira-Maria Spiegel, Friseurmeisterin Ina Lau und Ulrike Hoffmann. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Anfang des Jahres 2018 hatte Ina Lau ihr Friseurgeschäft an der Friedewalder Straße neu eröffnet. Jetzt braucht die Friseurmeisterin Verstärkung. “Ich suche eine Friseurin oder einen Friseur in Vollzeit oder Teilzeit”, sagt sie. Die neue Kollegin oder der neue Kollege sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen, Spaß am Beruf haben, sicher im Umgang mit Kunden sein, zuverlässig, teamfähig und kreativ. Ina Lau verspricht ein familiäres Umfeld mit netten Kolleginnen, eine abwechslungsreiche Tätigkeit sowie Tariflohn. Auf eine schriftliche Bewerbung verzichtet sie. “Mein Team und ich freuen uns auf ein persönliches Vorstellungsgepräch”, sagt Ina Lau.

Kontakt
Salon Haar’genau
Friedewalder Straße 32a
32469 Petershagen-Friedewalde

Telefon (0 57 04) 95 80 68
Email: ina.lau@freenet.de

www.salon-haar-genau.com

Die Grenze von Friedewalde

Deutlich sichtbar: Die Grenze von Friedewalde als dicke, weiße Linie. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Beim digitalen Friedewalder Schnatgang aus der Luft (knapp 8-minütiger Film) braucht man nur der weißen Linie zu folgen, allerdings war diese weiße Linie bislang reichlich dünn. Das hat sich nun geändert. Die wesentlich breitere Linie sorgt für weitaus mehr Qualität bei der Betrachtung. Hier noch einmal der Text von der Erstveröffentlichung im Oktober 2016:

Ein Schnatgang ist die Grenzbegehung einer Ortschaft. Was normalerweise mit einer Wanderung verbunden ist – was nicht das schlechteste ist – geht heute auch digital. Friedewalde ist mit mehr als 20 Quadratkilometern flächenmäßig die größte Ortschaft in Petershagen, von immerhin 29. Die Außengrenze dürfte gut 20 Kilometer lang sein und ist damit für einen analogen Schnatgang eine echte Herausforderung. Mit Google Earth hingegen ist das (fast) kein Problem, wenn man weiß, wo überhaupt Friedewaldes Außengrenze verläuft. Ich habe es heraus gefunden und bin selbst überrascht, wohin die Reise uns führt. So teilt sich unser Ort das längste Stück Grenze mit Holzhausen II, gefolgt von Niedersachsen, Stemmer, Südfelde, Hille und Meßlingen – und nicht einen einzigen Meter mit Nordhemmern. Stemmer reicht an einer Stelle weiter nach Friedewalde hinein, als es so mancher ahnen mag. Und bei Gerd Kruse (Galgenheider Straße / Südfelder Straße) verläuft die Grenze sogar durch den Rinderstall. Knapp acht Minuten dauert die “Flugreise” entlang unserer Dorfgrenze. Start und Ziel ist das “Dreiländereck” Friedewalde/Stemmer/Südfelde beim Hof Ohlemeyer.

Viel Freude beim digitalen Schnatgang wünscht, Jürgen Krüger.

P.S. Immer schön der weißen Linie folgen.

 

Neuer Gemeindebrief ist online

Angedacht: Pfarrer Thomas Salberg (rechts) im Gespräch. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Die evangelische Kirchengemeinde Friedewalde-Stemmer hat den 4.Gemeindebrief für 2018 veröffentlicht. Hier das Vorwort “Angedacht” von Pfarrer Thomas Salberg:

Liebe Gemeindeglieder,
in unserem Wohnzimmer stehen in einem Vitrinenschrank ein paar kleine Engelsfiguren aus dem Erzgebirge. Freundlich lächeln sie den Bewohner an und spielen dabei auf verschiedenen Instrumenten, einer Flöte vielleicht oder auf einer Posaune.

Der Theologe in mir sagt: Aber so sieht doch kein richtiger Engel aus!
Andererseits: einen echten Engel habe ich auch noch nicht gesehen. Die Beschreibungen in der Bibel reden zwar oft zum Beispiel von einer Gestalt in einem leuchtenden Gewand, aber eine genaue Be-schreibung sucht man meist vergebens. Vielleicht weil die, die eine Begegnung mit einem Engel hatten, sich viel mehr für das interessier-ten was der Engel zu sagen hatte. Maria zum Beispiel sah einen Engel. Der kündigte ihr die Geburt Jesu an. Das war für sie das wichtigste – nicht wie der Engel nun genau aussah. „Fürchte dich nicht“ sage der Engel, und „du hast Gnade gefunden bei Gott“- das war für Maria wichtig. Denn das mit der Schwangerschaft war ja gar nicht so einfach für sie.

“Fürchte dich nicht”
Ihr Verlobter, Josef, will sie deshalb am liebsten verlassen, bis Gott eingreift und auch Josef erklärt was es mit dieser besonderen Schwangerschaft auf sich hat. Maria wird bestimmt in ihrem Leben manches mal an die Begegnung mit dem Engel zurückgedacht haben. Ihr Leben war keinesfalls immer leicht. Die Bibel berichtet von ihrer Angst um Jesus, von ihrem Schmerz als er starb, von dem ungläubigen Staunen als er auferstand. Aber auch davon, dass sie bei den Jün-gern der ersten Gemeinde war, die im Glauben an Jesus, den Retter, vereint war. Und alles das fing an mit dem Engel, der sagte „Fürchte dich nicht“. Sie hat es erlebt: Gott hatte immer einen Weg für sie. Immer war Er bei ihr. Der Gruß des Engels war nicht nur eine leere Grußformel, es war eine Zusage Gottes: Keine Angst, ich kümmere mich um dich.

Jesus will auch bei dir sein und mitgehen
Deshalb finde ich das freundliche lächeln der Engelsfiguren in meinem Schrank so schön. Sie lächeln den Betrachter an, als wollten sie sagen: Hey, fürchte dich nicht! Auch du darfst auf Jesus vertrauen, auch du findest bei ihm Gnade. Und auch für dich gilt: Wie immer
dein Weg ist – Jesus will auch bei dir sein und mitgehen.

Thomas Salberg

Gemeindebrief 04-2018