„Wir müssen helfen“

Daumen hoch: Marcus Mannchen, der hier auf einem Gerüst steht, möchte den Opfern der Flukatastrophe helfen. Foto: Jürgen Krüger

Minden. Die Folgen der Flutkatastrophe in Nordrhein Westfalen und in Rheinland Pfalz lassen Marcus Mannchen nicht los. Insbesondere die Facebook-Beiträge des Lohnunternehmers Markus Wipperfürth bringen den 44-jährigen Mindener zum Entschluss: „Wir müssen helfen.“

Mitarbeiter verzichten auf Lohne

Und so kommt der Bauleiter von Elektro Schlötel (Partner der Website von Friedewalde.de), auf die Idee, Spenden zu sammeln – aber auf eine ganz besondere Art und Weise. Er und einige seiner Kollegen wollen elektrische Geräte überprüfen und sie reparieren. Einen Lohn dafür wollen sie nicht, sondern eine Spende zumindest in Höhe der Ersatzteilkosten. „Es darf aber auch gerne etwas mehr sein“, sagt Mannchen, der bei Elektro Schlötel Elektroinstallateur gelernt hat und seit fast 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet.

Aktion läuft an zwei Tagen

Bei den zu prüfenden elektrischen Geräten sollte es sich im Wesentlichen um folgende Dinge handeln: defekte Verlängerungsleitungen oder Kabeltrommeln, Kleingeräte mit defekter Anschlussleitung, Prüfungen für ortsveränderliche Geräte nach DGUV V3 (bis vier Geräte 10 Euro Spende pro Gerät; ab dem 5. Gerät 7 Euro Spende). „Defekte Leuchten reparieren wir natürlich auch, soweit es geht“, sagt Marcus Mannchen.

Geplant ist die Aktion an zwei Tagen: Freitag, 3. September, von 14 Uhr bis um 18 Uhr und Samstag, 4. September, von 10 Uhr bis um 15 Uhr. Die Besitzer müssten ihre Geräte in dieser Zeit zum Firmenssitz von Elektro Schlötel an der Hahler Straße 152 – 154 in Minden bringen. „Je nach Verfügbarkeit der Ersatzteile können wir die Geräte sofort reparieren, oder wir würden sie ein paar Tage später repariert an die Besitzer zurückgeben“, erklärt der Bauleiter.

Die Spendensumme ist für die Aktion „Lichtblicke“ gedacht. Fragen bitte an folgende E-Mailadresse:
fluthilfe@elektro-schloetel.de

Unabhängig von der Spendenaktion kann sich Marcus Mannchen auch vorstellen, später selbst in das Krisengebiet zu fahren und direkt vor Ort zu helfen. „Das mache ich aber von der aktuellen Situation abhängig“, sagt er.