Das Bild zeigt einen Verkaufswagen vor einem Verkehrsschild mit Richtungsweisung nach Friedewalde

Wir machen den „Sack zu“

Das Bild zeigt einen Verkaufswagen vor einem Verkehrsschild mit Richtungsweisung nach Friedewalde
Der feste Halt des Unverpackt-Verkaufswagens in Friedewalde ist gesichert!

Liebe Friedewalderinnen und Friedewalder,

der Halt ist gesichert und der „Sack ist zu“. Das soll heißen: Die Sammelaktion für die Finanzierung der Verkaufshalts ist abgeschlossen und war erfolgreich!

Der Verkaufswagen von Hüllenlos – Unverpackt in Minden wird ab dem 1. Juni 2021 jeden Dienstag von 16.00 bis 19.00 Uhr (vorläufige Zeitplanung) für uns an der Friedewalder Kirche bereitstehen. Wann, wo und wie wir die erworbenen Gutscheine verteilen können, werden wir voraussichtlich noch im Mai 2021 bekanntgeben. Wir freuen uns über diesen Erfolg und bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern! Dieser Halt kommt nur Zustande, weil es so viele Menschen in Friedewalde gibt, die nicht nur daran glauben, dass sich der Verpackungsmüll reduzieren lässt, sondern den Überzeugungen auch Taten folgen lassen. Wir sind bereit unsere alten Gewohnheiten beim Schopfe zu packen und in die Zukunft zu hieven!

Was uns jetzt bevorsteht:
Die Zusage des Halts haben wir uns für ein Jahr gesichert (50 von 52 Wochen). Wie es aber in der Geschäftswelt ist (und sein muss) bleibt uns der Wagen dann auf Dauer erhalten, wenn der Umsatz stimmt. Also lasst uns das Angebot wöchentlich nutzen und die frohe Botschaft weiterverbreiten! Damit wir unsere neuen Gewohnheiten noch besser animieren und trainieren können, befinden wir uns weiterhin in Planungen…

Wie das gelingen kann? Ihr dürft gespannt sein 😉

Mysteriöse Grüße
Anne-Maren und Corinna

Das nächste Ziel vor Augen

Friedewalde. Am 21.01.2014 hat sich der Arbeitskreis „Dorfladen Friedewalde“ im Landgasthaus Eichenhain gegründet. Obwohl, auf Grund von Terminüberschreitungen, nicht alle am Arbeitskreis interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen konnten, wurde doch einiges an Ideen zusammengetragen und auch gleich in Form von Arbeitsgruppen auf den Weg gebracht. So wird die Gruppe zur Standortsuche demnächst mögliche Standorte unter die Lupe nehmen, und eine weitere Gruppe eine detaillierte Bürgerbefragung vorbereiten.

Besuch im Dorfladen Otersen
Doch zunächst steht ein Besuch im Dorfladen in Otersen, Niedersachsen, an. Der Dorfladen in Otersen wurde schon 2001 gegründet und ist eine, wenn nicht die Keimzelle der von Bürgern betriebenen Dorfläden. Wer die etwa 1 ½ Stündige Fahrt am Samstag, 14. Februar, zum Dorfladen Otersen mit angeschlossenem „Aller Café“, gerne mitmachen möchte, kann sich bei Kerstin Huck unter (0 57 04) 95 88 59 anmelden. Bei ausreichender Teilnehmerzahl wird ein Bus gechartert. Wenn nicht, Individualverkehr… Wie auch immer, wir kommen an.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

FIT an der Schule – Das Dorffest

Friedewalde. In diesem Jahr findet am Sonntag, 14. Juni, rund um die Schule, der 1. Friedewalder Informationstag statt. Zu „FIT an der Schule“ sind alle Friedewalder und Friedewalderinnen herzlich eingeladen mitzumachen und mitzugestalten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Schulpflegschaft des Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde; und die freuen sich ganz besonders über eine rege Teilnahme heimischer Firmen, Vereine und Organisationen die Ihre Produkte, Dienstleistungen und Programme vorstellen. Aber auch Bürger, die ihre handwerklichen, gestalterischen oder künstlerischen Fähigkeiten zeigen möchten, können und sollten sich anmelden.

Teilnnahme kostenfrei
Die Teilnahme ist im übrigen kostenlos, es werden keine Standgebühren erhoben und es darf verkauft und gekauft werden was der Geldbeutel hergibt. Anmeldungen und Anfragen an Kerstin Huck als stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende, oder an Monika Krause, Schulleiterin unserer Grundschule unter Telefon (0 57 07) 95 846 oder als e-mail an info@gs-friedewalde.de. Weitere Informationen über das „Unsere Schule bleibt im DORFfest“ bald hier auf friedewalde.de

Besuch aus Berlin

Friedewalde. Die Empirica AG ist ein nach eigenen Angaben „unabhängiges wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Beratungsunternehmen“. Deren Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier (Foto) hat für zwei Tage Friedewalde besucht und sogenannte „Expertengespräche“ geführt. Mit dieser Methode, sich mich Leuten zu unterhalten, die sich vor Ort auskennen, ist das Unternehmen mit Sitz in Berlin seit vielen Jahren erfolgreich. Beim Besuch in Friedewalde handelt es sich um einen Auftrag der Westdeutschen Landesbausparkasse (LBS – Bausparkasse der Sparkassen) in Münster.

Gegen den Trend
Die LBS Münster möchte herausfinden, warum es in Friedewalde so gut läuft und mit der Studie dann anderen Dörfern Empfehlungen geben. Neben Friedewalde hat sich Empirica noch Ladbergen (Tecklenburger Land), Altena (Märkischer Kreis) und Büttinghausen (Regierungsbezirk Köln) ausgesucht. Allen Ortschaften gemein ist, „dass sie entgegen dem Trend nicht schrumpfen oder sogar wachsen“, wie Krings-Heckemeier sagt. Ausgangspunkt der Untersuchung sei, dass sich seit Jahren ein „Auseinanderdriften der Regionen“ abzeichne. Zu beobachten sei ein Trend zum Leben in der Stadt. „Die jungen Menschen rotten sich in Städten zusammen“, sagt die promovierte Kommunikationsforscherin, die in Bonn Mathematik und Physik studiert hat. Während die Politik versuche, auf den Zustrom zu reagieren, zum Beispiel mit der viel diskutierten Mietpreisbremse, bleibe die Frage unbehandelt, wie ländliche Regionen mit diesem Thema umgehen sollen.

Das ist hier die Frage
Was wird aus den ländlichen Regionen?, lautet die Frage, die Empirica versucht zu beantworten. Auf Basis der Expertengespräche sollen Faktoren erarbeitet werden, die „den Erhalt oder die Zuwanderung positiv beeinflussen“. In Friedewalde hat sich Marie-Therese Krings-Heckemeier, die übrigens im Waldhotel Mohrhoff in Petershagen übernachtet hat, mit Ortsbürgermeister Karl-Christian Ebenau, Pfarrer Thomas Salberg, Kerstin Huck (Bürgerinitiative kurz & gut) und Jürgen Krüger (www.friedewalde.de) unterhalten. In den Gesprächen ging es im wesentlichen um die Einschätzungen, warum Friedewalde möglicherweise so attraktiv sei und wo die vier Gesprächspartner ihr Dorf in zwanzig Jahren sehen. Dass sich eine Bausparkasse für diese Erkenntnisse interessiert, dürfte auf der Hand liegen. Auf der anderen Seite könnte die Studie durchaus hilfreich für das künftige Management von Dörfern sein. Wann sie erscheint, steht noch nicht fest.

Empirica: Gegründet 1990 in Bonn
Das Institut Empirica wurde 1990 vom heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Pfeiffer in Bonn gegründet. Vorstandsvorsitzende Marie-Therese Krings-Heckemeier stieg ein halbes Jahr nach der Gründung in das Unternehmen ein. Die Empirica AG hat ihren Hauptsitz in Berlin und eine Zweigniederlassung in Bonn. Zu den Auftraggebern gehören supra- und internationale Organisationen, wie die Europäische Kommission und die Weltbank, aber auch Ministerien, Verbände, Versicherungen und Banken. www.empirica-institut.de

Quo vadis Friedewalde?

Petershagen-Friedewalde. Quo vadis Friedewalde? Oder anders gefragt: Wo steht Friedewalde in 10 oder 20 Jahren?

„Weniger, älter und bunter. Mit diesen drei Worten lässt sich der demographische Wandel in Petershagen kurz und treffend umschreiben.“ Mindener Kurier 24.10.2014

Hinzu kommt die angespannte Haushaltssituation in der Stadt Petershagen (siehe Petershäger Anzeiger 12/2014: Stadt Petershagen vor dem finanziellen Aus!). Laut Kämmerer Dirk Breves muss alles auf den Prüfstand, um ein Haushaltssicherungskonzept noch abzuwenden.

Viele Menschen legen Wert auf eine gute ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten oder ein gutes Bildungsangebot am Wohnort. Wird dies nicht geboten, haben gerade ländliche Regionen mit dem Wegzug von Bewohnern zu kämpfen. Dies wirkt sich in hohem Maße auf die Immobilienpreise aus. Gehen in der Folge auch Angebote wie z.B. Bäckerei und die letzte Einkaufsmöglichkeit sowie Kindergarten und Schule verloren, setzt sich eine Negativspirale in Gang.

Wird auch Friedewalde immer mehr an Attraktivität verlieren, so dass bald niemand mehr nach Friedewalde ziehen möchte? Viel wichtiger ist die Frage: Wollen wir einer solchen Entwicklung tatenlos zusehen oder aktiv werden? Denn wir können dem etwas entgegensetzen: nämlich Dorfentwicklung durch bürgerschaftliches Engagement. Mit Engagement ist vieles möglich. Die Entwicklung in Friedewalde sollte deshalb aktiv von uns Bürgern selbst in die Hand genommen werden. Warum warten und auf was? Auf Zufälle oder auf die Politik?

Als Beispiel will ich hier das Dorf Otersen nennen:

„In den sogenannten strukturschwachen Regionen auf dem Land setzt sich häufig eine Abwärtsspirale in Gang. Menschen ziehen weg, Geschäfte schließen, ehemals betriebsame Dörfchen veröden. Und deswegen ziehen noch mehr Menschen weg. Das niedersächsische Dorf Otersen im Landkreis Verden stemmt sich gegen diese Entwicklung. Dort haben die Bewohner einen Dorfladen gegründet, in den sie selbst Arbeit und Zeit investiert haben – und sogar eigenes Geld. Und das Modell funktioniert.

Inzwischen hat der Ort geschafft, was noch in den 1980er-Jahren unmöglich schien: Er wächst wieder. Mittlerweile sind es 510 statt 400 Einwohner. Initiator Günter Lühning: „Die Hauptgründe waren eigentlich, dass es hier noch einen Kindergarten gibt, für junge Familien – und dass man hier den Dorfladen hat.“  http://www.ndr.de/info/sendungen/reportagen/otersen103.html

Unser Ausgangspunkt ist gut. Friedewalde ist nach der Anzahl der Einwohner die drittgrößte Ortschaft (1.714 EW) in der Stadt Petershagen – nach Petershagen (4.045 EW) und Lahde (3.526 EW). Des weiteren hat Friedewalde eine erstaunlich umfassende Wirtschaftsstruktur. Dennoch werden auch wir vor die genannten Herausforderungen gestellt werden. Und es wird einen Wettlauf geben zwischen den Ortschaften. Welche Ortschaft schafft es, den Herausforderungen etwas entgegenzusetzen? Wenn wir Friedewalder bürgerschaftliches Engagement zeigen, kann das entscheidend sein.

Die Standortsicherung und -qualität unserer Grundschule ist von enormer Bedeutung – für alle Friedewalder. Stirbt die Schule, stirbt auch das Dorf. Das ist keine hohle Floskel sondern ein Grundsatz, der durch Erfahrungen anderer Gemeinden bestätigt wird. Es gäbe dann für eine Familie mit kleinen Kindern einen wichtigen Grund weniger, nach Friedewalde zu ziehen. Und wenn die Familien fehlen, hat auch der Pastor keine Konfirmanden mehr, der Feuerwehr fehlt der Nachwuchs und der Sportverein findet nicht mehr statt. Dörfer, die funktionieren, haben Kindergärten und Schulen.

Ein Vorteil unserer kleinen Grundschule ist, dass sie eine stärkere Einbindung und Identifikation der Schüler mit der „Heimatregion“ ermöglicht. Die Kinder nehmen an regionalen Veranstaltungen teil und eine Kooperation mit ortsansässigen Vereinen und Institutionen ist gang und gäbe. Die Kinder werden so für ein aktives Leben im ländlichen Raum interessiert.

Dorfentwicklung lebt von den Ideen der Beteiligten. Dorfbewohner sind hierbei naturgemäß Experten in eigener Sache. Und Dorfentwicklung kann und soll auch Spaß machen.

Liebe Friedewalder, wohin soll es gehen? Soll unser Dorf ein attraktiver Lebensstandort sein oder nur Schlafdorf? Ich denke, wir haben es ein Stück weit selbst in der Hand.

Ein wichtiger Schritt ist die Informationsveranstaltung zur Dorfentwicklung am Donnerstag, 27. November 2014, 19:30 Uhr, im Gemeindehaus Friedewalde. Das Schwerpunktthema wird sein: Dorfladen. Von der Bereitschaft der Bürger hängt es ab, ob ein Gründungsprozess für einen Dorfladen eingeleitet werden kann.

Dorfentwicklung ist Bürgersache

Dorfentwicklung ist Bürgersache. Das ist in den letzten Monaten ziemlich deutlich geworden. Sich hier allein auf die Politik zu verlassen, ist ganz bestimmt zu wenig. Die Bundes- und Landespolitik ist weitestgehend den Lobbyisten überlassen und auch in der Kommunalpolitik ist der Bürger vor „Bürgerfernen“ Entscheidungen nicht sicher. Das Geld regiert nun einmal die Welt, und leider auch die Politik. Aber regiert wird eben auch ohne Geld, und das spürt man auch in der Kommunalpolitik. Als Beispiel sei da die Friedhofspflege sowie die Kapellen, wie in einem vorangegangenen Artikel von Jürgen Krüger anschaulich dargestellt, genannt. Den Mitarbeitern der Kommunen ist da sicher kein Vorwurf zu machen, denn die tun ihr Möglichstes, um ihre Arbeit gut zu machen und alles herzurichten.

Was kann man also tun als Bürger. Hier ist das Stichwort „Eigeninitiative“ oder auch „viele Hände, schnelles Ende“. Kurz, das Ehrenamt. Das das auch in Friedewalde funktioniert, haben die vielen Ehrenamtlichen der Vereine und Organisationen immer wieder gezeigt. Ebenso die heimischen Unternehmen mit ihrem Engagement. Leider nehmen wir diese Dinge gerne schnell als selbstverständlich hin, was sie aber eben nicht sind. Aber dazu komme ich ein anderes mal.

Bei Bürger und Eigeninitiative kommt man schnell auf Bürgerinitiative. So eine Bürgerinitiative ist „kurz & gut“ die, mit Hilfe der Eltern, erfolgreich die Schließung unserer Schule abgewendet hat.

Derzeit formiert sich ein neues Projekt in Friedewalde. Der Dorfladen. Die Schilder haben ja schon einiges an Aufsehen erregt und Fragen aufgeworfen. Diese Fragen, und einiges andere, werden auf dem Infoabend „ Dorfentwicklung“ am Donnerstag, dem 27. November um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Thema sein und hoffentlich unter reger Beteiligung der Friedewalder Bürger und Bürgerinnen diskutiert werden.

Nur durch solche Initiativen und ehrenamtliches Engagement bleibt unser Dorf am leben. Friedewalde ist mehr als nur zwei Straßen für den Durchgangsverkehr mit einer Kirche mittendrin.

 

Beitragsbild: Heudorf bei Messkirch um 1575 Haufendorf, Quelle Wikipedia

Ein Dorfladen für Friedewalde?

Petershagen-Friedewalde. Wir leben in spannenden Zeiten! Ab heute wird eine Einladung zu einem Informationsabend an alle Haushalte verteilt mit dem besonders spannenden Thema „Dorfentwicklung. Ein Dorfladen für Friedewalde – aber wie?“. Alle Friedewalder und gerne auch weitere Interessierte sind herzlich eingeladen. Wir leben in einem tollen Dorf und sollten dafür sorgen, dass das so bleibt.

Lasst uns die Zukunft unseres Dorfes selbst in die Hand nehmen. Dazu brauchen wir Sie und Dich!

Von der Bereitschaft der Bürger hängt es ab, ob ein Gründungsprozess für einen Dorfladen eingeleitet werden kann. Dies ist nur mit breiter Unterstützung der Friedewalder möglich.

Hier ist ein Artikel aus dem Petershäger Anzeiger zum Thema zu finden.

Einladung zum Informationsabend

Einladung zum Informationsabend