Befragung zum Dorfladen

Friedewalde. Ab sofort und bis zum 19. April sind die Interviewer des Arbeitskreises „Dorfladen Friedewalde“ unterwegs, um alle Haushalte in Friedewalde zu ihrem Einkaufsverhalten und ihrer Meinung zum Dorfladen zu befragen.

Der Druck der Fragebögen und des Anschreibens wurde freundlicherweise vom Alten- und Pflegeheim Kruse gesponsert. Vielen Dank hierfür!

Im Dorfladen sollen die wichtigsten Produkte für den täglichen Lebensbedarf zu fairen und konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden. Weiterhin soll die Angebotspalette auch regionale Produkte, Bioprodukte und Spezialitäten sowie nachgefragte Dienstleistun­gen umfassen. Eine Kaffeeecke mit Sitzgelegenheiten wird ebenfalls diskutiert und könnte zu einem sozialen Treffpunkt werden.

Die Meinung der Friedewalder ist für das Gelingen des Projektes von ent­scheidender Bedeutung. Die Antworten gestalten das Angebot des geplanten Dorfla­dens maßgeblich mit. Und nur mit dem auf Friedewalde passend zugeschnittenen Angebot kann der Dorfladen erfolgreich sein.

Ohne das Engagement vieler Dorfbewohner lässt sich die Idee eines Dorfladens nicht verwirklichen. Deshalb der Slogan „Von Bürgern für Bürger“. Auch wird sich ein Dorfladen nur verwirklichen lassen, wenn viele Bewohner einen Anteilsschein kaufen und damit die Finanzierung ermöglichen.

Es werden noch weitere Mitarbeiter/Berater für den Arbeitskreis gesucht sowie Helfer bei der Ein­richtung des Ladens sowie bei besonderen Aktionen in der Folgezeit. Jede helfende Hand ist willkommen!

Insbesondere sind gefragt Kaufleute/Betriebswirte/Juristen sowie hand­werklich begabte und ideenreiche Mitbürger, die mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Vorbild Dorfladen Otersen

So sieht ein moderner Tante Emma Laden aus!

Friedewalde. Am Samstag, den 14. Februar 2015, machte sich ein Teil unseres Arbeitskreises „Dorfladen Friedewalde“ auf den Weg, um sich einmal einen funktionierenden Dorfladen anzusehen. Die Reise ging ins niedersächsische Otersen bei Verden an der Aller. In der sogenannten Wissenstransferstelle des Dorfladen-Netzwerkes empfing uns Günter Lühning vom Dorfladen Otersen. Hier gab es drei Stunden lang viele Informationen, einen offenen Dialog, Antworten auf viele Fragen und eine Besichtigung im Lebensmittelgeschäft im 500 Einwohner zählenden Dorf.

Der Dorfladen in Otersen ist Vorbild für viele der inzwischen etwa 200 Dorfläden bundesweit. Auf 180 Quadratmeter Verkaufsfläche gibt es dort 2.700 Artikel zu kaufen. Man findet im Prinzip alles, was man auch in einem normalen Supermarkt findet. Bei vierzig Prozent der Artikel handelt es sich um regionale Produkte. Regional bedeutet in diesem Fall: Waren aus dem Umkreis von 30 Kilometern.

Viele Einwohner haben geholfen, das 200 Jahre alte Fachwerkhaus an der Durchfahrtsstraße zu renovieren und in ein Geschäft mit angeschlossenem Café zu verwandelt. So sichern sie Nahversorgung, soziale Kontakte und erhalten das Dorf am Leben. Bewundernswert! So sieht modernes Landleben aus.

Der Arbeitskreis Dorfladen startet an der Volksbank seinen Ausflug nach Otersen

Der Arbeitskreis Dorfladen startet an der Volksbank (vorm ehemaligen Schlecker) seinen Ausflug nach Otersen

 

Vor dem Dorfladen in Otersen

Vor dem Dorfladen in Otersen

Vor dem Dorfladen in Otersen 2

Ausflug zum Dorfladen Otersen

Ausflug zum Dorfladen Otersen am Samstag, den 14. Februar 2015

In den letzten Jahren haben viele Gruppen mit 10 bis 28 engagierten Bürgern aus Dörfern in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt die Wissenstransferstelle im Dorfladen / im DorfCafé Otersen genutzt.

Mehr zur Wissenstransferstelle: http://dorfladen-netzwerk.de/2012/11/dorfladen-entwickelt-sich-zur-wissenstransferstelle/

Der Besuch in Otersen beinhaltet:
1. Besichtigung des Dorfladens
2. fachlich fundierten Vortrag im DorfCafé gleich nebenan
3. Beantwortung aller Fragen / Dialog

Dauer: ca. 2 Stunden

Dadurch werden die Arbeitskreis-Mitglieder fit gemacht für den weiteren Dialog im Dorf. Grundsätzlich können alle Interessierten gerne mitfahren – auch (noch) Nicht-Arbeitskreisler. Anmeldungen bei Kerstin Huck (Kontaktdaten siehe unten).

Der Ausflug nach Otersen ist wie folgt geplant:
Abfahrt in Friedewalde um 12 Uhr, Treffpunkt: Volksbank Friedewalde, es werden Fahrgemeinschaften vor Ort gebildet
Ankunft/Beginn in Otersen: 14 Uhr
– Rückfahrt um 16 Uhr / 16:30 Uhr
– Wieder zurück in Friedewalde: 18 Uhr / 18:30 Uhr

Wir machen einen Rundgang durch den Dorfladen und setzen uns anschließend gleich nebenan im gleichen Gebäude im DorfCafé zusammen (Vortrag, Fragen und Antworten ….).

Dabei können wir Kaffee und z.B. Butterkuchen verzehren. Andere Getränke (Wasser, Saft, Bier, Cola) sind auch zu haben.

Bezüglich Kaffee & Kuchen müssen wir einige Tage vorher die Personenzahl mitteilen.

Ansprechpartnerin:
Kerstin Huck
Hasenheide 5, 32469 Petershagen
Tel.: (0 57 04) 95 88 59

Das nächste Ziel vor Augen

Friedewalde. Am 21.01.2014 hat sich der Arbeitskreis „Dorfladen Friedewalde“ im Landgasthaus Eichenhain gegründet. Obwohl, auf Grund von Terminüberschreitungen, nicht alle am Arbeitskreis interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen konnten, wurde doch einiges an Ideen zusammengetragen und auch gleich in Form von Arbeitsgruppen auf den Weg gebracht. So wird die Gruppe zur Standortsuche demnächst mögliche Standorte unter die Lupe nehmen, und eine weitere Gruppe eine detaillierte Bürgerbefragung vorbereiten.

Besuch im Dorfladen Otersen
Doch zunächst steht ein Besuch im Dorfladen in Otersen, Niedersachsen, an. Der Dorfladen in Otersen wurde schon 2001 gegründet und ist eine, wenn nicht die Keimzelle der von Bürgern betriebenen Dorfläden. Wer die etwa 1 ½ Stündige Fahrt am Samstag, 14. Februar, zum Dorfladen Otersen mit angeschlossenem „Aller Café“, gerne mitmachen möchte, kann sich bei Kerstin Huck unter (0 57 04) 95 88 59 anmelden. Bei ausreichender Teilnehmerzahl wird ein Bus gechartert. Wenn nicht, Individualverkehr… Wie auch immer, wir kommen an.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Kick-Off Arbeitskreis Dorfladen

Friedewalde. Es kann losgehen: Lasst uns gemeinsam das Projekt „Dorfladen Friedewalde“ anpacken! Im nächsten Schritt soll ein Dorfladen-Arbeitskreis gebildet werden. Das Gründungstreffen findet am Mittwoch, 21. Januar um 19 Uhr im Landgasthaus Eichenhain statt. Gegenseitiges Kennenlernen und Brainstorming sind dann angesagt. Alle Interessenten, die sich aktiv ins Projekt „Dorfladen Friedewalde“ einbringen möchten, sind eingeladen.

Ohne engagierte Bürger – kein Laden
D
ie Fragebögen können nach wie vor hier heruntergeladen, ausgefüllt und bei Elke Buddenbohm im Laden „Dies & Das“ abgegeben werden. Wer kein Internet beziehungsweise keinen Drucker hat: bei „Dies & Das“ liegen auch Ausdrucke des Fragebogens bereit.

Mitmachen beim Projekt Dorfladen

Friedewalde. Nach der sehr gut besuchten ersten Informationsveranstaltung am Donnerstag, 27. November kann das Projekt Dorfladen den nächsten Schritt tun. Einige skeptische Stimmen waren zu hören. Die große Mehrheit der Besucher waren jedoch von der Idee eines Dorfladens für Friedewalde angetan. Der nächste logische Schritt ist nun die Gründung eines „Arbeitskreises Dorfladen Friedewalde“. Laut unserem Redner Tonne sind hier rund 20 bis 25 Personen erforderlich.

Bei Interesse, sich in das Projekt Dorfladen Friedewalde einzubringen, wäre uns mit dem Ausfüllen und Abgeben unseres Fragebogens Dorfladen sehr geholfen.

 

Dorfladen: Wie möchten Sie sich einbringen?

 

Die Fragebögen können abgegeben werden bei Elke Buddenbohm im Laden „Dies & Das“ und bei Kerstin Huck, Corinna Stöxen oder Alfred Borgmann. Vielen Dank!

Quo vadis Friedewalde?

Petershagen-Friedewalde. Quo vadis Friedewalde? Oder anders gefragt: Wo steht Friedewalde in 10 oder 20 Jahren?

„Weniger, älter und bunter. Mit diesen drei Worten lässt sich der demographische Wandel in Petershagen kurz und treffend umschreiben.“ Mindener Kurier 24.10.2014

Hinzu kommt die angespannte Haushaltssituation in der Stadt Petershagen (siehe Petershäger Anzeiger 12/2014: Stadt Petershagen vor dem finanziellen Aus!). Laut Kämmerer Dirk Breves muss alles auf den Prüfstand, um ein Haushaltssicherungskonzept noch abzuwenden.

Viele Menschen legen Wert auf eine gute ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten oder ein gutes Bildungsangebot am Wohnort. Wird dies nicht geboten, haben gerade ländliche Regionen mit dem Wegzug von Bewohnern zu kämpfen. Dies wirkt sich in hohem Maße auf die Immobilienpreise aus. Gehen in der Folge auch Angebote wie z.B. Bäckerei und die letzte Einkaufsmöglichkeit sowie Kindergarten und Schule verloren, setzt sich eine Negativspirale in Gang.

Wird auch Friedewalde immer mehr an Attraktivität verlieren, so dass bald niemand mehr nach Friedewalde ziehen möchte? Viel wichtiger ist die Frage: Wollen wir einer solchen Entwicklung tatenlos zusehen oder aktiv werden? Denn wir können dem etwas entgegensetzen: nämlich Dorfentwicklung durch bürgerschaftliches Engagement. Mit Engagement ist vieles möglich. Die Entwicklung in Friedewalde sollte deshalb aktiv von uns Bürgern selbst in die Hand genommen werden. Warum warten und auf was? Auf Zufälle oder auf die Politik?

Als Beispiel will ich hier das Dorf Otersen nennen:

„In den sogenannten strukturschwachen Regionen auf dem Land setzt sich häufig eine Abwärtsspirale in Gang. Menschen ziehen weg, Geschäfte schließen, ehemals betriebsame Dörfchen veröden. Und deswegen ziehen noch mehr Menschen weg. Das niedersächsische Dorf Otersen im Landkreis Verden stemmt sich gegen diese Entwicklung. Dort haben die Bewohner einen Dorfladen gegründet, in den sie selbst Arbeit und Zeit investiert haben – und sogar eigenes Geld. Und das Modell funktioniert.

Inzwischen hat der Ort geschafft, was noch in den 1980er-Jahren unmöglich schien: Er wächst wieder. Mittlerweile sind es 510 statt 400 Einwohner. Initiator Günter Lühning: „Die Hauptgründe waren eigentlich, dass es hier noch einen Kindergarten gibt, für junge Familien – und dass man hier den Dorfladen hat.“  http://www.ndr.de/info/sendungen/reportagen/otersen103.html

Unser Ausgangspunkt ist gut. Friedewalde ist nach der Anzahl der Einwohner die drittgrößte Ortschaft (1.714 EW) in der Stadt Petershagen – nach Petershagen (4.045 EW) und Lahde (3.526 EW). Des weiteren hat Friedewalde eine erstaunlich umfassende Wirtschaftsstruktur. Dennoch werden auch wir vor die genannten Herausforderungen gestellt werden. Und es wird einen Wettlauf geben zwischen den Ortschaften. Welche Ortschaft schafft es, den Herausforderungen etwas entgegenzusetzen? Wenn wir Friedewalder bürgerschaftliches Engagement zeigen, kann das entscheidend sein.

Die Standortsicherung und -qualität unserer Grundschule ist von enormer Bedeutung – für alle Friedewalder. Stirbt die Schule, stirbt auch das Dorf. Das ist keine hohle Floskel sondern ein Grundsatz, der durch Erfahrungen anderer Gemeinden bestätigt wird. Es gäbe dann für eine Familie mit kleinen Kindern einen wichtigen Grund weniger, nach Friedewalde zu ziehen. Und wenn die Familien fehlen, hat auch der Pastor keine Konfirmanden mehr, der Feuerwehr fehlt der Nachwuchs und der Sportverein findet nicht mehr statt. Dörfer, die funktionieren, haben Kindergärten und Schulen.

Ein Vorteil unserer kleinen Grundschule ist, dass sie eine stärkere Einbindung und Identifikation der Schüler mit der „Heimatregion“ ermöglicht. Die Kinder nehmen an regionalen Veranstaltungen teil und eine Kooperation mit ortsansässigen Vereinen und Institutionen ist gang und gäbe. Die Kinder werden so für ein aktives Leben im ländlichen Raum interessiert.

Dorfentwicklung lebt von den Ideen der Beteiligten. Dorfbewohner sind hierbei naturgemäß Experten in eigener Sache. Und Dorfentwicklung kann und soll auch Spaß machen.

Liebe Friedewalder, wohin soll es gehen? Soll unser Dorf ein attraktiver Lebensstandort sein oder nur Schlafdorf? Ich denke, wir haben es ein Stück weit selbst in der Hand.

Ein wichtiger Schritt ist die Informationsveranstaltung zur Dorfentwicklung am Donnerstag, 27. November 2014, 19:30 Uhr, im Gemeindehaus Friedewalde. Das Schwerpunktthema wird sein: Dorfladen. Von der Bereitschaft der Bürger hängt es ab, ob ein Gründungsprozess für einen Dorfladen eingeleitet werden kann.

Dorfentwicklung ist Bürgersache

Dorfentwicklung ist Bürgersache. Das ist in den letzten Monaten ziemlich deutlich geworden. Sich hier allein auf die Politik zu verlassen, ist ganz bestimmt zu wenig. Die Bundes- und Landespolitik ist weitestgehend den Lobbyisten überlassen und auch in der Kommunalpolitik ist der Bürger vor „Bürgerfernen“ Entscheidungen nicht sicher. Das Geld regiert nun einmal die Welt, und leider auch die Politik. Aber regiert wird eben auch ohne Geld, und das spürt man auch in der Kommunalpolitik. Als Beispiel sei da die Friedhofspflege sowie die Kapellen, wie in einem vorangegangenen Artikel von Jürgen Krüger anschaulich dargestellt, genannt. Den Mitarbeitern der Kommunen ist da sicher kein Vorwurf zu machen, denn die tun ihr Möglichstes, um ihre Arbeit gut zu machen und alles herzurichten.

Was kann man also tun als Bürger. Hier ist das Stichwort „Eigeninitiative“ oder auch „viele Hände, schnelles Ende“. Kurz, das Ehrenamt. Das das auch in Friedewalde funktioniert, haben die vielen Ehrenamtlichen der Vereine und Organisationen immer wieder gezeigt. Ebenso die heimischen Unternehmen mit ihrem Engagement. Leider nehmen wir diese Dinge gerne schnell als selbstverständlich hin, was sie aber eben nicht sind. Aber dazu komme ich ein anderes mal.

Bei Bürger und Eigeninitiative kommt man schnell auf Bürgerinitiative. So eine Bürgerinitiative ist „kurz & gut“ die, mit Hilfe der Eltern, erfolgreich die Schließung unserer Schule abgewendet hat.

Derzeit formiert sich ein neues Projekt in Friedewalde. Der Dorfladen. Die Schilder haben ja schon einiges an Aufsehen erregt und Fragen aufgeworfen. Diese Fragen, und einiges andere, werden auf dem Infoabend „ Dorfentwicklung“ am Donnerstag, dem 27. November um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Thema sein und hoffentlich unter reger Beteiligung der Friedewalder Bürger und Bürgerinnen diskutiert werden.

Nur durch solche Initiativen und ehrenamtliches Engagement bleibt unser Dorf am leben. Friedewalde ist mehr als nur zwei Straßen für den Durchgangsverkehr mit einer Kirche mittendrin.

 

Beitragsbild: Heudorf bei Messkirch um 1575 Haufendorf, Quelle Wikipedia

Ein Dorfladen für Friedewalde?

Petershagen-Friedewalde. Wir leben in spannenden Zeiten! Ab heute wird eine Einladung zu einem Informationsabend an alle Haushalte verteilt mit dem besonders spannenden Thema „Dorfentwicklung. Ein Dorfladen für Friedewalde – aber wie?“. Alle Friedewalder und gerne auch weitere Interessierte sind herzlich eingeladen. Wir leben in einem tollen Dorf und sollten dafür sorgen, dass das so bleibt.

Lasst uns die Zukunft unseres Dorfes selbst in die Hand nehmen. Dazu brauchen wir Sie und Dich!

Von der Bereitschaft der Bürger hängt es ab, ob ein Gründungsprozess für einen Dorfladen eingeleitet werden kann. Dies ist nur mit breiter Unterstützung der Friedewalder möglich.

Hier ist ein Artikel aus dem Petershäger Anzeiger zum Thema zu finden.

Einladung zum Informationsabend

Einladung zum Informationsabend