Vorübergehend dicht

Stopp: Ab hier geht es auf dem Diekweg nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Seit Mai 2018 ist ein Teil der Straße Diekweg mit einer  sogenannten „wassergebundenen Decke“ ausgestattet, wie im Wegekonzept von 2017 beschlossen. Das heißt, sie ist nicht mehr geteert. Zusätzlich hatte die Stadt Petershagen die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge verboten, für den landwirtschaftlichen Verkehr, Radfahrer und Fußgänger hingegen war die Strecke frei. Doch offensichtlich haben viele Autofahrer das Verkehrsschild mehr als nützlichen Hinweis als ein Verbot aufgefasst. Jetzt hat die Stadt Petershagen Pfosten aufgestellt, so dass Autofahrer, aber auch Traktoren, vom Bohnhorster Weg und von der Südfelder Straße her nicht mehr in den Diekweg einfahren können. Den betroffenen Landwirten bleibt nur die Zufahrt über die Kleiriehe.

Sackgasse: Autofahrer werden gezwungen, auf der Südfelder Straße (rechts) zu bleiben.

Polizeikontrollen bringen nichts

„Die wassergebundene Decke auf dem Diekweg ist sehr gut. Sie ist aber offensichtlich so gut, dass viele Autofahrer trotz des Verbotes den Diekweg weiterhin benutzen. Und das teils mit hoher Geschwindigkeit. Damit zerstören sie die Infrastruktur der wassergebundenen Decke“, rechtfertigt Kay Busche von der Bauverwaltung die Sperrung. Auch Polizeikontrollen hätten nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Allerdings sei die Sperrung nicht in Stein gemeißelt. „Wir mussten jetzt handeln, um Zeit zu gewinnen. Wir haben momentan noch keine Lösung, allerdings werde ich Anfang des Jahres das Thema in die politischen Gremien tragen“, verspricht Kay Busche, der sich bereits mit Ortsbürgermeisterin Jessica König und Landwirt Holger Kruse getroffen und ausgetauscht habe.