Friedewalder gründen Bürgerinitiative

Wassergebundene Decke: So lautet der Fachbegriff für diesen Straßenbelag hier auf dem Diekweg.

Friedewalde. Die Stadt Petershagen argumentiert aus finanziellen Gründen bei der Unterhaltung von Straßen das Asphaltierte zu minimieren. Unsere Väter haben mit viel Schweiß und Geld das bestehende Straßennetz geschaffen und damit den Grundbaustein gelegt für eine gute Infrastruktur. Kurze sichere Verbindungen sind für Kraftfahrzeuge zunehmend wichtiger und für Fahrräder, Fußgänger mit Rollator, Jogger und Kinder unverzichtbar.

Am Beispiel des bereits geschredderten Diekweg ist erkennbar, dass eine wassergebundenen Decke der Anfang vom Ende ist. Die unzureichende Befahrbarkeit mit Staub bei trockenen Wetter und Matsch bei Regen führte zu einer Vollsperrung sogar für Fahrräder.

Umwege kosten Zeit und Geld, die Nachhaltigkeit und Bürgerfreundlichkeit rücken in die weite Ferne. Die Kosten für 1 m² neue Straße mit Unterbau belaufen sich auf ca. 100,– Euro mit einer Laufzeit von ca. 20 Jahren. Eine neue zusätzliche Tragschicht mit ca. 5 cm Asphalt kostet ca. 30,– Euro pro m², dessen Laufzeit ca. 10 Jahre beträgt ( erstes Teilstück vom Diekweg). Eine gute wassergebundene Decke (geschreddert) kostet ca. 80,– Euro für 1 m², die Laufzeit hierfür beträgt allerdings nur ca. 3 Jahre. Dieser Intervall wiederholt sich bei sachgemäßer Erneuerung, bloßes Fräsen muss in kürzeren Abständen erfolgen.

Im Konzept der Stadt Petershagen werden Frequenz und Bedürftigkeit ungenügend berücksichtigt. Langfristig ergibt das ein finanzielles Fiasko mit geschädigter Infrastruktur und steinzeitlichen Verhältnissen.

Wir fordern eine vernünftige Straßenunterhaltung ohne geschredderte Straßen!!!

Ansprechpartner
Holger Kruse, Telefon (01 79) 497 14 59
Gerhard Sigg, Telefon (01 70) 832 00 18
Reinhard Brüggemann, Telefon (01 75) 414 90 38
Reinhard Politz, Telefon (01 72) 646 16 38

Breitbandausbau: Es geht los

Sechshausen: Der nördlichste Teil von Friedewalde. Direkt hinter den Häusern vorne ist die Grenze zu Niedersachsen. Hinten rechts ist die Firma Ottlo zu sehen, die bereits zu Warmsen gehört. Foto: Jürgen Krüger

In „Sechshausen“ starteten am Mittwoch, 15. April 2020, bereits am frühen Morgen die Bauarbeiten zum Breitbandausbau in Petershagen. Die Bauarbeiter der Firma Internexio waren bis in die frühen Abendstunden mit dem Verlegen der ersten Leerrohre beschäftigt.

Mit Werbetafel: In Wegholm haben die ersten Bauarbeiten zum Breitbandausbau begonnen. Fotos: Isabelle König

Der von wahrscheinlich vielen Friedewaldern langersehnte Startschuss  zum Breitbandausbau in Petershagen ist damit gefallen, in den nächsten Tagen werden die Bauarbeiten weiter voranschreiten.

Ein Flugplatz in Wegholm?

Ganz schön viele: Die „Schnatgänger“, hier in der neuen Empfangshalle der JENZ GmbH. Fotos: Isabelle König

Friedewalde-Wegholm. Ein Schnatgang des Heimatvereins führte die Teilnehmer zur Firma Jenz nach Wegholm. Bevor Geschäftsführer Uwe Hempen-Hermeier die interessierte Gruppe über das Firmengelände führte, hielt er zunächst einen Vortrag über das Unternehmen. Dabei erwähnte er, dass die Firma im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 61 Millionen Euro gemacht habe. Die 227 Mitarbeiter produzierten 143 Maschinen. „Außer dem Hauptstandort in Wegholm gibt es noch fünf weitere Standorte, darunter beispielsweise Kasten in Österreich“, sagte der JENZ-Geschäftsführer.  Während des Rundgangs durch mehrere Hallen erzählte Uwe Hempen-Hermeier immer wieder Interessantes zu den einzelnen Abteilungen. 

So erklärte er den Zuhörern, dass der älteste Bereich aus den 1940er-Jahren stammt und dort früher lackiert wurde. Er gab auch Erläuterungen zum Produktionsablauf und sprach über den Logistikbereich sowie den Servicebereich. Bevor es Kaffee und Kuchen gab, besichtigten die Schnatgänger noch die Halle mit der Lackiererei. 

Nach der Pause erzählte Karl-Christian Ebenau, Ortsbürgermeister von Friedewalde und Vorsitzender des Heimatvereins, Wissenswertes über Wegholm. Der heutige Kreisradweg etwa, der in Wegholm endet, sei früher eine Bahnlinie zwischen Minden und Uchte gewesen. Am alten Lokschuppen existiert seit 2007 ein besetztes Storchennest. Und der vielleicht berühmteste Wegholmer war Heinrich Wehking, der von 1953 bis 1965 Mitglied des Deutschen Bundestages und Landrat des Kreises Minden war. Er lebte von 1899 bis 1984.

Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrebublik Deutschland, hat Heinrich Wehking sogar einmal zu Hause in Wegholm mit dem Flugzeug besucht. Das Flugzeug soll in der Wiese bei „Lürmers Hof“ gelandet sein. Man mag es gar nicht glauben, aber für Wegholm war tatsächlich einmal der Bau eines Flugplatzes geplant  – es soll damals sogar mit dem Bau begonnen worden sein.

Dank des Heimatvereins kann man immer wieder etwas Neues über die Geschichte von Friedewalde erfahren.

Mitmachen: Erster Yoga-Kurs im Dorf

Freuen sich auf den neuen Kurs: (v.l.) Sonja Niemann (Apotheke Friedewalde), Lisa Themann (Apotheke Friedewalde), Ann-Christin Traue, Jörg Scheffler, Arne Wohl (TuS Freya Friedewalde) und Meike Feldmann.

Friedewalde. Ab dem 4. Februar 2020 findet in der Sporthalle in Friedewalde ein Yoga-Kurs unter der fachmännischen Leitung von Jörg Scheffler statt. Der Kurs wird wöchentlich dienstags von 17 bis 18 Uhr stattfinden und insgesamt zwölf Wochen dauern (mit Ausnahme der Osterferien, da dort die Halle geschlossen ist).  Anmeldungen sind ab dem 6. Januar 2020 in der Apotheke in Friedewalde möglich. Die Kosten für den Kurs betragen 84 Euro für die Teilnehmer. Mitglieder im Sportverein zahlen nur 72 Euro. Die Höchsteilnehmerzahl ist zunächst auf zwölf Teilnehmer begrenzt. 

Jörg Scheffler ist in Bückeburg in der Praxis von Oliver Neufahrt für Physiotherapie tätig und gibt dort weitere Kurse. Bereits seit 2004 praktiziert er Yoga lyengar Yoga. 2011 hat er sich entschieden eine Ausbildung zum Yogasana-Lehrer in der Tradition von BKS lyengar an der SKA (Sebastian Kneip Akademie) zu absolvieren. 

Es bereitet ihm Freude, an andere weiter zu geben was er in dieser Zeit gelernt hat und somit den Spaß an der Körperarbeit zu wecken. Weitere Infos finden sie unter :http://joesch-yoga.jimdo.com

„So ein Kurs ist toll für Geist und Seele. Yoga bringt einfach Entspannung und Entschleunigung im stressigen Alltag.“ sagt Sonja Niemann, gleichzeitig Inhaberin der Apotheke Friedewalde. Eine tolle Nachricht für alle Yoga-Interessierten hat sie zudem, denn für den ersten Kurs wird die Apotheke Friedewalde neue Yogamatten sponsern.

 

Ein Space Taxi – Wie einfach!

Die Kleiriehe vor dem Space Taxi

Friedewalde. Die Kleiriehe hat dieses Jahr zum Dorfgemeinschaftsfest einen ganz besonderen Umzugswagen gebaut: eine Rakete aus einer alten Korntrocknung. Dirk Christiani, Wolfgang Heiden und Sebastian Kanning hatten mit ihrem Team schon länger geplant, etwas aus der alten Korntrocknung zu machen, aber sie wussten nicht was. Sebastian Kanning war in Marktoberdorf auf dem drittgrößten Faschingsumzug Bayerns und dort hatten Leute eine ähnliche Rakete gebaut. Dann kam ihnen die Idee, aus der alten Korntrocknung ein „Space Taxi“ für das Dorfgemeinschaftsfest zu bauen.

Zu verkaufen: Die Rakete ist nun auf Ebay zu kaufen. Hier der Link. Foto: Isabelle König

„Es hat am meisten Spaß gemacht, die Rakete mit allen zusammen zu bauen“, sagt Dirk Christiani. Innerhalb von vier Wochen haben sie die alte Korntrocknung in eine Rakete verwandelt, und die ganze Kleiriehe hat mitgewirkt, sei es durch Geldspenden, Kuchen backen oder einer Kiste Bier, alle haben einen Teil dazu beigetragen. Egal, worum es ging, der Leitspruch der Kleiriehe lautete: „Ach wie einfach“, so Wolfgang Heiden. Zu besichtigen ist das Kunstwerk bei Alexander Kühme. Es steht direkt an der Lavelsloher Straße 30 in Friedewalde.

Offener Abend mit vielen Gespächen

Nett gestaltet: Die Tische beim Könabend. Fotos Isabelle König

Friedewalde. Bereits zum dritten Mal gab es an der Friedewalder Grundschule einen Klönabend. Dort tauschen sich Eltern, die Interesse daran haben, ihr Kind dort anzumelden, mit Eltern von Schüler*innen und Lehrer*innen über den klassenübergreifenden Unterricht und die weiteren Vorzüge der Grundschule Friedewalde aus.

„Der Klönabend war vor drei Jahren dringend erforderlich, da sich bei vielen Eltern Fragen wegen des neuen Gundschulmodells auftaten“, sagt die neue Schulleiterin Alexandra Mohrhoff. „Es war ein schöner, offener Abend mit vielen Gesprächen.“ Ein großes Thema sei die Modernisierung gewesen, da die Grundschule nun auch Smartboards besitze.

Die anwesenden Eltern nahmen das Angebot gerne an und besichtigten mit großem Interesse die Räumlichkeiten der Grundschule Friedewalde. Alexandra Mohrhoff, die Schulleiterin des gesamten Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde ist, stand den Eltern mit Rat und Tat zur Seite.