Zwei wichtige Monate

Gebaut in den späten 1960er Jahren: Die Turnhalle an der Grundschule Friedewalde befindet sich in einem Besorgnis erregenden Zustaand. Foto: Jürgen Krüger

Petershagen. Die Monate Februar und März 2017 haben für die mögliche Sanierung oder sogar einen eventuellen Neubau der Turnhalle Friedewalde eine besondere Bedeutung. Am Donnerstag, 26. Januar 2017, wird Petershagens Kämmerer Dirk Breves bei der 13. Ratssitzung des Petershäger Stadtrates den Doppelhaushalt 2017/2018 einbringen. Beginn der öffentlichen Sitzung in Lahde ist um 15 Uhr. Dort wird der 48-Jährige auch die Summe von 14,3 Millionen Euro vorstellen, die der Stadt Petershagen in den Jahren 2017 bis 2021 an Fördergeldern zufließen soll. Bezüglich der Verteilung, über die letztendlich der Stadtrat entscheidet, soll es laut Breves zunächst „interfraktionelle Gespräche zwischen Verwaltung und Politik“ geben. Das erste ist für Mittwoch, 1. Februar, geplant. Am Donnerstag, 30. März, soll der Rat in seiner 14. Sitzung den Doppelhaushalt beschließen. „Wir brauchen von der Politik eine Priorisierung“, sagt Breves, der aber nicht vorhersagen kann, ob sich der Stadtrat bis zum 30. März tatsächlich auf eine Investitionsreihenfolge einigt.

Sportvereine fordern Sanierung oder Neubau
Der Rat der Stadt Petershagen hatte beschlossen, die Turnhallen im Stadtgebiet erhalten zu wollen. Das hat zur Konsequenz, dass die Stadt als Eigentümerin auch dafür Sorge tragen muss, dass die Turnhallen sicher zu nutzen sind. In den Weihnachtsferien waren Handwerker damit beschäftigt, Reparaturen in der Turnhalle Friedewalde durchzuführen. „Die einwöchige Sperrung der Halle erfolgt ausschließlich aus Vorsichtsgründen, da eine in den Ferien durchgeführte Kontrolle ergeben hat, dass sich die Befestigung der Deckenplatten an einigen Stellen gelöst hat. Nach entsprechenden Sicherungsmaßnahmen steht die Halle zum Schulbeginn in der nächsten Woche wieder zur Verfügung“, hatte Dirk Breves seinerzeit per Email mitgeteilt. Mittlerweile ist die Friedewalder Turnhalle wieder freigegeben. Die drei Friedewalde Sportvereine TuS Friedewalde (Arne Wohl). TTC Petershagen/Friedewalde (Marco Borgmann) und der Volleyballclub Friedewalde (Uwe Lück) fordern eine umfassende Sanierung oder sogar den Neubau der Friedewalder Turnhalle. Einen Antrag hatten bereits im vergangenen Jahr gestellt.

Noch fehlen konkrete Zahlen
„Es gibt viele Wünsche und Bedürfnisse, die wir aber nicht alle und vor allem nicht alle zugleich befriedigen können. Petershagen hat mit seinen 29 Ortschaften historisch viel Infrastruktur, aber im Vergleich zu anderen Kommunen eine unterdurchschnittliche Finanzausstattung. Das sind die beiden größten Probleme, die sich auch noch gegenseitig verstärken“, sagt Dirk Breves. Aufgrund der noch offenen Entscheidungen über die Priorisierung könne er nicht abschätzen, mit welchem Zeitraum die Friedewalder zu rechnen hätten. Es gebe lediglich grobe Ideen, den Ausbau des Offenen Ganztages an der Grundschule Lahde sowie der Erweiterung der Sekundarschule Lahde eventuell anderen Investitionen vorzuziehen. „Meine Einschätzung ist aber nicht relevant, die Politik ist am Zug. Danach müssen wir sehen, wie viel Geld wir für welche Maßnahme zur Verfügung haben und bewerten, wie wir damit umgehen. Bei Gesprächen mit den Vereinen geht es zunächst darum, einen geeigneten Zeitpunkt zu finden. Das ist meines Erachtens der Fall, wenn wir konkrete Zahlen haben“, sagt Petershagens Kämmerer.