Schuhhaus Schweitzer schließt

Geschäftsaufgabe: Das Friedewalder Schuhhaus Schweitzer schließt Ende April 2017. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Das Schuhhaus Schweitzer gehört zu Friedewalde wie die der linke Schuh zum rechten. Doch die Ära des 1896 gegründeten Familienbetriebes endet am 30. April 2017. Schuhmachermeister Matthias Schweitzer wird sein Geschäft aufgeben. Die Familienangehörigen und die Angestellten seien informiert. Letztere haben ihre Kündigungen bereits erhalten. „Ich möchte mich bei unseren Kunden für ihre Treue bedanken“, sagt der 52-Jährige. Anfang März soll der Räumungsverkauf starten. Für die Vorbereitungen dazu werde er Ende Februar das Geschäft für ein paar Tage schließen.

„Ich selber habe auch Fehler gemacht“
Die Gründe für die Schließung seien vielfältig. So sei der Umsatz in den vergangenen anderthalb Jahren nahezu auf die Hälfte eingebrochen. Zu hoher Lagerbestand und hohe Lohnkosten seien weitere Ursachen. „Aber“, räumt Matthias Schweitzer ein, „ich selber habe auch Fehler gemacht.“ So hätte er zum Beispiel und nach heutigem Erkenntnisstand den Anbau vor acht Jahren unterlassen sollen. Womöglich habe  er auch zu lange die eindeutigen Signale verdrängt.

Zukunft ist ungewiss
Wie es nach der Schließung weitergeht, weiß Matthias Schweitzer noch nichtg genau. Zwei seiner drei angestellten Schuhfachverkäuferinnen haben bereits neue Jobs gefunden. Auszubildender Tobias Ölmez wird seine Lehre beim befreundeten Schumacher Marco Gräfe in Bad Salzuflen beenden. Matthias Schweitzer selber wird das Unternehmen nach und nach abwickeln. Auch seine eigene, berufliche Zukunft ist derzeit noch ungewiss. Möglich sei auch, dass er den Reparaturservice aufrecht erhalte.

In seiner Werkstatt: Schuhmachermeister Matthias Schweitzer. Foto: Jürgen Krüger