Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald

Handballerinnen an der Biologischen Station: Die B-Mädchen des HSV Minden-Nord mit (v. l.) Svenja Schlömp, Ann-Lena Henning, Trainer Christoph Rodenberg, Birte Wrede, Nele Brauweiler, Leonie Friesen, Laura Lükens, Karoline Schröder, Anna Büttner, Bea Hartmann und Waldpädagoge Sascha Traue.

Handballerinnen an der Biologischen Station: Die B-Mädchen des HSV Minden-Nord mit (v. l.) Svenja Schlömp, Ann-Lena Henning, Trainer Christoph Rodenberg, Birte Wrede, Nele Brauweiler, Leonie Friesen, Laura Lükens, Karoline Schröder, Anna Büttner, Bea Hartmann und Waldpädagoge Sascha Traue.

Friedewalde-Nordholz. Mittlerweile hat Waldpädagoge Sascha Traue einige Erfahrungen in Sachen Naturexkursionen. Meistens ist er mit Kindern unterwegs, aber auch schon eine größere Erwachsenengruppe weihte er in die Geheimnisse von Flora und Fauna ein. Die größte Herausforderung seiner Karriere meisterte der 42-Jährige aber jetzt: Gut eine Stunde im Wald mit den B-Mädchen des HSV Minden-Nord. „Das war schon speziell“, sagt Sascha Traue, der sich nun noch tiefer mit Erlebnis-Pädagogik beschäftigen möchte.

Sascha Traue singt Eingangslied alleine
Der HSV Minden-Nord ist der gemeinsame Handball-Spiel-Verbund der drei Sportvereine TuS Freya Friedewalde, TV Stemmer und TuS Minderheide, Trainer der B-Mädchenmannschaft ist der Friedewalder Hans-Christoph Rodenberg. Sascha Traue ist ebenfalls gebürtiger Friedewalder und arbeitet bei der Biologischen Station Minden-Lübbecke mit Sitz in Nordholz. Von dort ging es auch los. Als Sascha Traue zur Einstimmung ein Lied mit den 15- und 16-jährigen Mädchen anstimmte, hatte er ein Problem: Er sang alleine. „Da wusste ich, das wird heute eine ganz große Herausforderung“, sagt der vierfache Familienvater. Was die jungen Handballerinnen nicht wussten – Sascha Traue spornen vermeintliche Niederlagen eher an.

Mannschaft gibt ihrem Trainer Vertrauen
Und in der Tat ließen sich die jungen Frauen nach und nach auf diese ungewöhnliche Aktion der Saisonvorbereitung ein. Sie balancierten auf einem Baumstamm, sie gingen mit verbundenen Augen durch den Wald, und sie schafften es zum Abschluss sogar, ihrem Trainer Vertrauen einzuhauchen. Von einem hohen Baumstumpf herunter sollte sich jede Spielerin in die Arme ihrer Mitspielerinnen fallen lassen. „Ehrlich gesagt, habe ich mir das anfangs nicht zugetraut“, sagt Christoph Rodenberg. Nachdem alle seine Spielerinnen die Mutprobe bestanden hatten, traute sich auch der Trainer. „Das war sicherlich der Höhepunkt, als die Mannschaft ihrem Trainer half“, sagt Sascha Traue. Und Christoph Rodenberg hegt die Hoffnung „dass wir uns durch diese Aktion als Team besser verstehen“.

One thought on “Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald

  1. Ist ja klar: Christoph als Oberheld traut sich zuletzt…. .

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