Warum Grundschule Friedewalde?

Die Grundschulen Eldagsen (l.) und Friedewalde. FOTOS/MONTAGE: JÜRGEN KRÜGER

Die Grundschulen Eldagsen (l.) und Friedewalde. FOTOS/MONTAGE: JÜRGEN KRÜGER

Petershagen. Es ist jetzt die Zeit, in der  Eltern ihre Kinder an den Grundschulen anmelden. Ich möchte an dieser Stelle ein paar Argumente nennen, warum der Grundschulverbund Eldagsen-Friedewalde mit seinem Teilstandort Friedewalde die besten  Alternativen in der Stadt Petershagen sind. Ich verfolge kein persönliches Interesse, unsere beiden Söhne haben die Grundschule Friedewalde längst verlassen. Sie verbrachten vier glückliche Jahre dort, genauso wie meine Frau Heike und ich Anfang der 1970er Jahre.

Der Standort
Sowohl in Eldagsen als auch Friedewalde befinden sich die Schulgebäude auf der grünen Wiese. Idyllisch gelegen, jeweils mit  kleiner Turnhalle, schön gestalteten Schulhöfen und Spielgeräten. In Friedewalde gibt es zudem einen Sportplatz und einen Beachplatz. Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich in den Pausen austoben und wachsen in einer naturbelassenen Umgebung auf. Weder an den Standorten Friedewalde noch in Eldagsen gibt es regen Autoverkehr, der den Kindern gefährlich werden könnte. Die Kriminalitätsrate ist gleich „Null“.

Die Klassengröße
Dass Kinder sich in kleineren Klassen besser entwickeln, ist wissenschaftlich belegt. Lehrer und Schüler haben füreinander mehr Zeit und achten mehr aufeinander.

Das Konzept
Die Einführung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts, wie er in Friedewalde praktiziert wird, war am Anfang die Rettung für die Grundschule Friedewalde. Dieses Konzept ist aber keine Notlösung, sondern es ist die Zukunft. Der jahrgangsübergreifende Unterricht ist meiner Ansicht nach die Vorstufe zur Inklusion – das neue Konzept, das die Landesregierung verfolgt. Jahrgangsübergreifender Unterricht stärkt die Stärken und schwächt die Schwächen. Niemand bleibt auf der Strecke. Die Kinder lernen dabei nicht nur Fakten, sondern auch soziale Verantwortung und selbstständiges Lernen. Wenn ein älterer Schüler einem jüngeren Schüler bei seinen Aufgaben hilft, dann profitieren beide.

Die Lehrer
Exzellente Grundschulen brauchen exzellente Lehrer. An kleinen Grundschulen, wie Eldagsen und Friedewalde, werden sich nur die besten Lehrer bewerben und wohlfühlen. Von ihnen wird mehr Engagement erwartet als von Lehrern an großen Grundschulen. Die Größe spielt eine entscheidende Rolle beim sogenannten „Trittbrettfahrerverhalten“. Lehrer in einem großen Kollegium können sich eher ihrer Verantwortung entziehen als Lehrer in einem kleinen Kollegium.

Ich hoffe, diese Argumente mögen die Zweifelnden überzeugen und die von den Groß-Grundschulen Überzeugten zweifeln lassen.

Jürgen Krüger