Ein guter Tag für Friedewalde

Stadt Petershagen 8. Sitzung 2016 des Ausschusses für Schule,und Sport; Chefinnen der Zahlen: Ulrike Lexis (r.) präsentierte das Gutachten, das sie gemeinsam mit Petra von Berlepsch (l.) erarbeitet hat. // Diplom-Volkswirt Jürgen Krüger, Lavelsloher Straße 31, 32469 Petershagen // Telefon 0049 1718389291 // Email: post@juergen-krueger.de // www.juergen-krueger.de

Chefinnen der Zahlen: Ulrike Lexis (r.) präsentierte das Gutachten, das sie gemeinsam mit Petra von Berlepsch (l.) erarbeitet hat. Fotos: Jürgen Krüger

Petershagen. Man hat ihr die Aufregung zwar nicht angemerkt, trotzdem war Ulrike Lexis angespannt. Die Diplom-Volkswirtin stellte die Ergebnisse der Prognose und Raumanalyse für die Schulen in der Stadt Petershagen vor. Und zur 8. Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport kamen immerhin rund 50 Zuschauer. Aus Friedewalder Sicht dürfte beim Fazit der 50-Jährigen wohl die entscheidende Nachricht sein, dass in der Schullandschaft „schulorganisatorisch kein Handlungsbedarf“ bestehe. „In den nächsten fünf Jahren ist Ruhe im Stall“, sagte Ulrike Lexis vom Institut für Bildungsplanung Dr. Garbe und Lexis. Allerdings, so schränkte die Gütersloherin ein, sollte man jedes Jahr die Anmeldezahlen überprüfen. Für den Grundschulverbund Eldagsen-Friedewalde bedeuten diese Worte Planungssicherheit, was wohl auch die anwesenden Friedewalder Bürgerinnen und Bürger hoch erfreut zur Kenntnis genommen haben dürften.

Grundschule Petershagen soll ins Gebäude der Hauptschule umziehen
Ulrike Lexis, die gemeinsam mit ihrer ebenfalls anwesenden Mitarbeiterin Petra von Berlepsch das Gutachten erstellt hatte, empfiehlt zudem, dass die Grundschule Petershagen in das Gebäude der Hauptschule umziehen sollte. Mit der dort bereits untergebrachten Musikschule sei die Kapazität des Raumangebotes dann vollständig ausgeschöpft. Akuten Handlungsbedarf stellte sie dagegen beim Grundschulverbund Lahde-Frille fest. An beiden Standorten fehlten Räume für den Offenen Ganztag, zusätzlich schlägt sie eine Sporthallensanierung oder einen Naubau vor, vielleicht sogar im Verbund mit der Sporthalle der Sekundarschule. Außerdem sollten die Container „ausgetauscht“ und an allen Grundschul-Standorten mittelftristig Inklusionsräume geschaffen werden. Ebenso sei eine überwiegende Barrierefreiheit aller Schulen wünschenswert. „Und es gibt an vielen Stellen energetischen Sanierungsbedarf“, sagte Ulrike Lexus abschließend zu ihrem Zahlenwerk, wofür die Stadt Petershagen nach Angaben von Kämmerer Dirk Breves rund 6.000 Euro ausgegeben hat. Bindend sind die Empfehlungen für Rat und Verwaltung nicht, wohl aber dürfte das Gutachten als Grundlage künftiger Entscheidungen herhalten.

Der Elternwille entscheidet
„Die Zukunft der Grundschulstandorte hängt davon ab, wie sich Eltern entscheiden“, sagte Petra von Berlepsch. Die 42-jährige Diplom-Sozialwissenschaftlerin hat selbst drei Kinder und würde diese „nur an eine gute Schule“  schicken, wobei sie die Kritik von Helma Owczarski aufnahm, die entsetzt darüber war, dass Ulrike Lexis die Meinung vertrat, dass „kleine Schulen bisweilen größere Probleme mit der Organisation“ hätten. „Das, was sie da sagen, stimmt nicht. Oft ist die Organisation an kleinen Schulen sogar besser als an großen“, entgegnete die SPD-Politikerin, selbst Lehrerin und Mutter von fünf Kindern. Monika Krause, Schulleiterin des Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde, machte sich in ihrer kurzen Rede dafür stark, in beide Standorte Eldagsen und Friedewalde zu investieren.

Ingo Ellerkamp: „Was fangen wir damit an?“
Keinen „schulorganisatorsichen Handlungsbedarf“ gebe es auch bei der Sekundarschule und beim Gymnasium, wohl aber räumlichen Handlungsbedarf bei der Sekundarschule, die den Prognosen zufolge künftig wohl viereinhalbzügig unterwegs sein werde. „Es fehlen rund 200 Quadratmeter“, sagte Lexis, die eine teilweise Verlagerung des Unterrichts von Lahde nach Petershagen ablehnt. Sitzungsleiter Ingo Ellerkamp bedankte sich für die Präsentation sowie für die Redebeiträge der Ausschussmitglieder und stellte die rhetorische Frage: „Was fangen wir damit an?“ Seine Stellvertreterin, Helga Berg (CDU), wünschte sich eine von Ideologien befreite Diskussion, worin ihr Ellerkamp zustimmte. „Wir sollten nicht übereinander, sondern schnellstmöglich miteinander reden“, so der SPD-Politiker. Bürgermeister Dieter Blume kündigte noch für November ein Treffen zwischen Verwaltung, interfraktionellem Kreis und den Schulleitungen an.

Raumanalyse

Präsentation der Ergebnisse der Prognose und Raumanalyse

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