“So lange, wie ich kann”

Sie hilft gerne: Margret Christiani, hier im Garten ihres Hauses an der Kleiriehe.  Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. In der Küche ist es heimelig warm, im Ofen lodert das Feuer, der feine Holzgeruch erinnert irgendwie an früher. An einem Tisch steht Margret Christiani und macht das, was sie in diesem Jahr schon so oft gemacht hat: sie bereitet einen Frankfurter Kranz vor, eine ringförmige Buttercremetorte, auch wenn die 79-Jährige lieber von Kuchen redet. Dieser hier ist der letzte im Jahr 2017 und es ist ihr 54. Inge Berane wird ihn bekommen und über die Weihnachtsfeiertage ihrer Familie servieren. “Ganz lecker, das sagen mir meine Gäste immer wieder”, lobt die Todtenhausenerin.

Viele Torten spendet sie an Vereine und Gemeinschaften
Über ein nettes Wort freut sich Margret Christiani besonders, denn nicht alle Kuchen, die sie backt, sind private Bestellungen, viele davon spendet sie. Sportverein, Rassegeflügelzuchtverein, CVJM, Evangelische Kirchengemeinde, Frauenhilfe, Landfrauen – für nahezu jede Dorfgemeinschaft hat die Friedewalderin schon ehrenamtlich gebacken. Die Vereine verkaufen die Kuchenspende bei Veranstaltungen und können sich so ein paar Euro für ihre Vereinsarbeit dazu vedienen. Für Margret Christiani ist es eine Selbstverständlichkeit. “Wir haben es so gelernt, dass man sich gegenseitig hilft”, sagt sie. Im vergangenen Jahr 2016 hat sie 52 Frankfurter Kränze gebacken und stellt deshalb mit 54 Kuchen in diesem Jahr einen neuen Rekord auf – was ihr aber eher unwichtig erscheint. Wie lange sie das noch machen will? “So lange, wie ich kann”, lautet ihre Antwort.

Alles selbst gemacht
Die Frankfurter Kränze macht sie komplett selbst, und den Biskuit produziert sogar vor. Vier bis fünf Stück des Biskuits-Ringkuchens backt sie in der Regel auf einmal, friert sie ein, um dann darauf zuzugreifen, wenn Bestellungen eintrudeln. Dann schneidet sie den Kuchen dreimal horizontal durch und streicht auf die erste Schicht Marmelade. “Dazu kann man jede Sorte nehmen. Ich verwende gerne Apfel oder Aprikose”, sagt Margret Christiani, die selber aber auch gerne Erdbeermarmelade mag. Die anderen Schichten und die Außenseite bestreicht sie mit der Buttercreme. Zum Schluss kommt Krokant auf den Kuchen, den sie immer in der selben Pfanne erhitzt. “Die Pfanne wird auch nur dafür verwendet”, sagt sie. Aus Buttercreme und Marmelade bestehen auch die Verzierungen, die sie als krönenden Abschluss setzt. Auch wenn sie Frankfurter Kranz selbst gerne mag, so hat die Liebe zu ihrer Backspezialität auch Grenzen. “Wenn ich mal unterwegs bin, dann esse ich gerne ein anderes Stück Torte”, verrät Margret Christiani.

Hier das auf Plattdeutsch von Margret Christiani gesprochene Rezept.

3 thoughts on ““So lange, wie ich kann”

  1. Der “Friedewalder Kranz” von Margret ist der Beste!
    Den bekommt nur sie so hin!!
    Liebe Grüße an Familie Christiani

  2. Auch in Werther ist der leckere Frankfurter Kranz von meiner lieben Schwiegermutter Margret bekannt und beliebt. Keine Feier war bisher ohne ihn und es blieb auch nicht ein Stück übrig.
    Liebe Grüße
    von den Christiani´s aus Werther
    an
    die Christiani`s aus Friedewalde

  3. Auch ich bekomme jedes Jahr von Margret einen Frankfurter geschenkt.Alle meine Gäste freuen sich schon drauf !!!Ist halt der Beste.

Comments are closed.