Bürgerinitiative „kurz & gut“

Als im September 2013 der Konzeptentwurf der Stadt Petershagen zur Zukunft der Grundschulen in der Stadt Petershagen veröffent­licht wurde, fanden sich Eltern und Bürger aus Friedewalde zusammen, um Position zu den beabsichtigten Grundschulschließun­gen zu beziehen und sich auch grundsätzliche Gedanken zu einer Entwicklung in unseren Dörfern zu machen. Die Bürgerinitiative „kurz & gut“ wurde gegründet. „Kurz“ steht für „kurze Wege“. „Gut“ steht für „guten Unterricht“.

Bürgerinitiative "kurz & gut"

Bürgerinitiative „kurz & gut“
von links nach rechts: Kerstin Huck, Anke Borgmann, Corinna Stöxen, Kerstin Vegel, Regina Kruse-Mohrhoff, Alexandra Mohrhoff (mit Sohn Til)

Hier sind die einzelnen Stationen von „kurz & gut“:

  • In der Sitzung des Schulausschusses am 1. Oktober 2013 waren Eltern und Bürger aus Friedewalde anwesend, erhielten Rederecht und äußerten sich zum Konzeptentwurf der Stadt Petershagen. Bürgermeister Blume ermutigte dazu, Gegenkonzepte zu entwerfen. Gesetzeskonforme Alternativen würden gerne entgegengenommen und diskutiert werden, sagte er.
  • Im November 2013 hat die Bürgerinitiative „kurz & gut“ allen Fraktionen ihr Konzept „Die Zukunft der Grundschüler in der Stadt Petershagen“ vorgestellt. Mit Einführung von jahrgangsübergreifendem Unterricht und Eingehen eines Schulverbundes können kleine Grundschulen erhalten bleiben. Für die Friedewalder Schule wäre damit der Fortbestand über Jahre gesichert und zudem könnte ein attraktives pädagogisches Konzept umgesetzt werden, das die Schullandschaft der Stadt bereichert.
  • Am 21. November 2013 wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Grundschule Friedewalde die Infoveranstaltung „Hat die Grundschule Friedewalde eine Chance?“ durchgeführt.
  • In der Sitzung des Schulausschusses am 26. November 2013 gibt Bürgermeister Blume bekannt, dass insbesondere von „kurz & gut“ umfangreiche Argumente und Vorschläge vorgebracht wurden, die ergebnisoffen geprüft werden sollen. Dies benötigt Zeit und daher entfällt die Sonderratssitzung am 18. Dezember 2013, wo das ursprüngliche Konzept der Stadtverwaltung abschließend beraten und ein Beschluss gefaßt werden sollte. Die weiteren Beschlüsse zum Grundschulkonzept bzw. zur Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für die Grundschulen werden in das 2. Halbjahr 2014 verschoben.
  • In der Ratssitzung am 12. Dezember 2013 beschließt der Rat der Stadt Petershagen die Schließung der Grundschule Wasserstraße.
  • Politik und Verwaltung haben sich am 17. Januar 2014 einstimmig dazu entschlossen, das ursprüngliche Grundschulkonzept der Stadtverwaltung nicht weiter zu verfolgen und somit der Grundschule Friedewalde die Chance zu geben, mit jahrgangsübergreifendem Unterricht den Standort Friedewalde zu sichern.
  • In Zusammenarbeit mit dem Förderverein wurden Klassentreffen für alle zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Grundschule Friedewalde organisiert.
  • Am 19. Februar 2014 stellte die Bürgerinitiative „kurz & gut“ ihr Konzept beim Stadtelternrat der Stadt Petershagen vor. Die Mitglieder des Stadtelternrates sicherten Unterstützung zu, weil sie die Tendenz zu mehr Individualisierung im Unterricht auch vor dem Hintergrund der Diskussion um mehr Inklusion für wertvoll erachten.
  • Die Schulkonferenz der Grundschule Friedewalde hat am 3. April 2014 die Einführung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts beschlossen. Weiterhin wurde für das Eingehen eines Grundschulverbundes mit einer Schule auf der linken Weserseite votiert.
  • Die Schulkonferenz der Grundschule Eldagsen hat am 5. Mai 2014 für einen Schulverbund mit der Grundschule Friedewalde gestimmt. Die Vorteile von einem Verbund mit Eldagsen sind: 1. Die Standorte Eldagsen und Friedewalde werden gestärkt. 2. Beide Partner sind dörfliche Grundschule mit entsprechender Ausrichtung. 3. Wir bekommen eine starke Schulleitung.
  • Der Arbeitskreis Schulentwicklung hat am 8. Mai 2014 getagt und den Weg für einen Grundschulverbund Eldagsen-Friedewalde freigemacht. Ein Dringlichkeitsbeschluss wurde gefasst, der am 28. Mai 2014 vom Rat der Stadt Petershagen bestätigt wurde. Nun ist alles in trockenen Tüchern.
  • Info-Stand von „kurz & gut“ am 1. Juni 2014 im Rahmen des Sportfestes auf dem Sportplatz Friedewalde.
  • Überreichen einer Petition zum Schulgesetz NRW – Grundschulen in ländlichen Gebieten am 18. Juni 2014 an Ministerin Sylvia Löhrmann während ihres Besuches der Sekundarschule Petershagen.
  • Die Bürgerinitiative übernimmt die Cafeteria auf dem Kartoffelmarkt in Stemmer am 28. September 2014. Der Gewinn geht zu 3/4 an den Förderverein der Grundschule Friedewalde sowie zu 1/4 an den Förderverein des Kindergartens Friedewalde. Das Geld für die Grundschule soll zum größten Teil in die Anschaffung neuer Unterrichtsmaterialien für den Start des jahrgangsübergreifenden Unterrichts gesteckt werden.
  • Die Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der GS Friedewalde erarbeitet den Projektvorschlag „Gemeinschaft von der Pike auf“ und bewirbt sich damit um EU-Fördermittel im Rahmen von LEADER+.
  • Die Bürgerinitiative hat zum zweiten Mal in Folge die Cafeteria auf dem Kartoffelmarkt in Stemmer am 25. September 2016 organisiert. Der Gewinn soll unter anderem für eine neue Rutsche auf dem Schulhof verwendet werden.

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NEWS:

Schaut doch auch einmal auf der Facebook-Seite „Rettet die Grundschule Friedewalde“ vorbei.

Zur Erinnerung hier das Konzept von „kurz & gut“:
1. jahrgangsübergreifender Unterricht
2. Schulverbund

Unter diesen Voraussetzungen sind die Schülerzahlen in Friedewalde und Südfelde absolut ausreichend, und die Schule bleibt dauerhaft fester Bestandteil unseres Dorfes! 🙂 🙂 🙂

Ansprechpartnerin:
Kerstin Huck
Hasenheide 5, 32469 Petershagen
Tel.: (0 57 04) 95 88 59