Umweltbildung an der Grundschule

Ein Herz für die Natur: Sascha Traue (v.l.), Doris Rodenberg, Stephan Geschke und Anna Hermeier bei der Vorstellung der Kooperation an der Grundschule Friedewalde. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Bei der Biologischen Station in Nordholz sind Kinder der Grundschule Friedewalde schon öfter gewesen. Die jetzt geschlossene Kooperation geht aber weit über sporadische Besuche hinaus. Die Biologische Station und die Friedewalder Grundschule haben ein Umweltbildungskonzept auf den Weg gebracht, das sie bereits ab März/April umsetzen wollen.

Es ist die erste Kooperation dieser Art im Kreis Minden-Lübbecke, weitere sollen folgen, wie Sascha Traue von der Biologoischen Station sagt. Grünes Licht habe es schon von der Förderschule Eickhorst, der Grundschule Tonnenheide und der Grundschule Mainsche (Niedersachsen) gegeben. Der 40-jährige zertifzierte Waldpädagoge ist derzeit mit seinem Kollegen Stephan Geschke (Diplom Ingenieur Landschaftsplanung) unterwegs, um noch mehr Schulen und andere Einrichtungen von der neuen Art der Zusammenarbeit zu überzeugen. Bei Doris Rodenberg, Grundschulleiterin in Friedewalde, brauchten Traue und  Geschke nicht lange zu reden. „Ich finde es wichtig, dass sich unsere Kinder mit der Natur auseinandersetzen“, sagte Rodenberg bei der Präsentation der neuen Kooperation.

Gebucht hat die Grundschule die sogenannte „Umweltbildungs-Flatrate“, die eine Laufzeit von einem Jahr hat. Darin enthalten sind Exkursionen zu jeder der vier Jahreszeiten. Sascha Traue und Stephan Geschke werden voraussichtlich Ende März/Anfang April mit einer Wanderung von der Grundschule Friedewalde zur Biologischen Station beginnen. Alexandra Mohrhoff, Lehrerin der 2. Klasse, freut sich schon: „Das wird bestimmt ein toller Unterricht.“ Geplant sind weiterhin zum Beispiel eine Märchenwanderung im Wiehengebirge, eine Teichexkursion sowie Acker- und Feldprojekte und ein Kurs „Fährten und Spuren in der Natur“ im Winter.

Umweltbildung ist Teil des Lehrplanes. Bei Planung und Umsetzung möchte die Biologische Station mit derartigen Kooperationen den Pädagogen unter die Arme greifen. Der Kooperation in Friedewalde unter die Arme greifen möchte auch Anna Hermeier, Hauptgesellschafterin der JENZ GmbH. Sie sorgte mit einer zweckgebundenen Spende an den Förderverein der Grundschule dafür, dass die Grundschule Friedewalde die Umweltbildungs-Flatrate überhaupt finanzieren kann. Nachhaltigkeit sei bei JENZ, einem Produzenten von Technik zur Aufbereitung von Biomasse, das zentrale Thema. „Frühzeitige Umweltbildung ist ein guter Weg, um nachhaltiges Denken und Handeln zu fördern“, sagt Anna Hermeier, die aber noch einen weiteren Grund für ihr Engagement angibt. „Wir möchten dazu beitragen, dass die Grundschule in Friedewalde bleibt. Wenn die Grundschule stirbt, dann wird es für Friedewalde langfristig ganz schwierig, unser Dorf als einen attraktiven Lebensraum zu erhalten.“

2 thoughts on “Umweltbildung an der Grundschule

  1. Ich bin begeistert, wie schnell und unkompliziert das Projekt ins Rollen kam. Tausend Dank an Anna und Sascha!

  2. Noch so eine tolle Aktion, danke allen Beteilgten für das Engagement.

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