Eine einmalige Chance

Hier ein Artikel bei „Facebook“ von Mareike Meinert

Wie viele bereits wissen bin ich als Mutter nicht ganz freiwillig in dieser Situation. Ich habe keine Probleme damit mein Kind morgens in den Bus zu setzen und wenn ich meine Tochter an einer bestimmten Schule anmelden würde, müsste ich auch nicht den Ganztag nutzen, da die Großeltern quasi nebenan wohnen. Aber meine Tochter ist überzeugt davon, dass nur die Grundschule Friedewalde die Richtige für sie ist. Somit bin ich mehr oder weniger gezwungen mich mit der Situation auseinander zu setzen.

Natürlich habe ich auch Angst, dass wir Eltern oder die Lehrer der Situation nicht gewachsen sind! Bei den Kindern bin ich überzeugt, dass sie die Situation ohne Probleme meistern werden. Aber ich denke auch, dass sich uns hier eine einmalige Chance bietet etwas Einzigartiges und Großes in der Stadt Petershagen zu erschaffen. Weder mein Mann noch ich sind gebürtige Friedewalder, aber es ist beeindruckend mit wieviel Herz fast ein ganzes Dorf hinter diesem Projekt steht! Wir haben eine Bürgerinitiative die eine Wahnsinns Arbeit leistet! Hierzu könnt ihr euch gerne bei der Facebook-Gruppe „rettet die Grundschule Friedewalde“ informieren. Drei von vier Lehrern stehen komplett hinter dem Projekt. Eine der Lehrerinnen gehört sogar zur Elterninitiative! Die biologische Station in Südfelde bietet eine Unterstützung im praktischen Unterricht an. Vielleicht wäre es ja sogar möglich mehr Firmen im heimischen Bereich für eine Partnerschaft oder als Sponsor zu gewinnen! Einige Eltern engagieren sich im Kindergarten, warum nicht auch in der Schule?

Wir würden in diesem Jahr mit einer sehr kleinen Klasse von ca. 13 bis 17 Schülern starten. Somit bliebe den Lehrern und den Kindern im ersten Jahr genügend Spielraum sich mit dem neuen Konzept zu befassen und trotzdem jedem Kind gerecht zu werden. Die Lehrer müssen sich nicht nur mit der neuen Unterrichtsform auseinandersetzen, ein Großteil will es auch! Und soweit man Vorbehalte gegen einzelne Lehrer hat, so muss man doch bedenken, dass das wahrscheinlich an jeder anderen Schule auch nicht anders sein wird!

Die Frage die sich die Eltern jetzt stellen sollten ist meiner Meinung nach eigentlich nur die, ob sie jahrgangsübergreifenden Unterricht befürworten oder nicht! Hierzu kann man diverse Grundschulen als gute Vorbilder nennen. Zum Beispiel die Grundschule in Kutenhausen und die Michael-Ende-Schule in Hahlen.

Ansonsten wäre nur noch zu bedenken, dass wenn wir für dieses Jahr nicht genügend Schulanfänger zusammen bekommen das Konzept der Stadt auch nicht greift!

Ich bitte darum andere von  diesem Beitrag zu berichten  auch wenn ihr nicht vom Konzept der Elterninitiative überzeugt seid. Vielleicht gibt es ja andere Eltern die sich dafür interessieren oder weitere Anregungen haben!

Danke
Mareike Meinert