Friedewalde. Voller Vorfreude steht das Projekt „Historischer Pfad Friedewalde“ kurz vor seinem Abschluss. Über einen Zeitraum von fast drei Jahren ist eine eindrucksvolle Sammlung lokaler Geschichte entstanden, die nun in 17 liebevoll gestalteten Stationen für alle erlebbar wird.

Schilder (gespendet von der Firma JENZ) vom historischen Dorfspaziergang in Friedewalde

Was ursprünglich deutlich schneller geplant war, entwickelte sich zu einer intensiven Reise in die Vergangenheit unseres Ortes. Ortsbürgermeisterin Jessica König hat in dieser Zeit viele Stunden mit Recherchearbeiten verbracht:

„Anfangs dachte ich, in etwa drei Monaten ist der historische Pfad fertig – am Ende sind es drei Jahre geworden. Wenn man erst einmal anfängt, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen und das Interesse für ein Thema geweckt ist, verfliegt die Zeit wie im Flug.“

Der historische Pfad führt zu zahlreichen bedeutenden Orten Friedewaldes und erzählt ihre Geschichten:
die Alteburg Vredewolt, die Schmieden Frost, Meier und JENZ, die Bahnhöfe Friedewalde und Wegholm, der Berliner Hof, die über 500 Jahre alte Eiche, die Siedlung Sechshausen, die Wegholmer Mühle, die Molkereien, das Deutsche Haus, die Friedewalder Schulen, die Kleiriehe, die Friedewalder Kirche sowie das Haus Himmelreich.

Jede Station erzählt ein eigenes Kapitel der bewegten Geschichte unseres Dorfes.

Ein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, die mit ihrem Wissen, ihrer Zeit und ihrem Herzblut dieses Projekt möglich gemacht haben: Jürgen Sturma (Stadtheimatpfleger von Minden), Elke Röthemeyer (Heimatverein Friedewalde), Angelika Dreier (Ortsheimatpflegerin), Pfarrer Thomas Salberg, Anneliese Trölenberg, Michael Kruse, Heidegret König, Anna Hermeier (Firma JENZ), Peter Frost (Firma FROST), Anette Berane (Autohaus Meier), Jürgen Krüger sowie Evelyn Hotze, Christian Döhler und Frank Quest von der Stadt Petershagen.

Ein ganz besonderer Dank geht an die Firma JENZ, die die Schilder für den historischen Pfad gespendet hat und an die Firma FROST. Die Auszubildenden der Firma FROST haben einen Prototyp für die Schilderhalterung gebaut. Dieser geht nun in die Serienausfertigung – die Firma FROST spendet die entsprechenden Halterungen.

Wie geht es weiter?

Sobald die Schilder fertiggestellt sind, werden sie von der Stadt Petershagen aufgestellt. Im Mai ist eine Eröffnungstour des Historischen Pfades geplant, zu der rechtzeitig eingeladen wird.

Als zweites Projekt wird der Historische Pfad virtualisiert und an die Petershagen App angebunden. Das bedeutet: Wer künftig den QR-Code an einer Station scannt, erhält in der Petershagen App eine digitale Übersicht über alle Stationen des Historischen Pfades in Friedewalde sowie weiterführende Informationen.
Dank der Förderung durch den Heimatscheck sowie einer großzügigen Spende der Kulturgemeinschaft kann dieses Projekt realisiert werden. Dadurch ist es möglich, den Pfad zu virtualisieren und direkt in die Petershagen App einzubinden.

Als drittes Projekt ist eine 3D‑Virtualisierung des Hauses Himmelreich geplant.
Dieses Vorhaben soll über die Förderung von Kleinprojekten im Rahmen des Regionalbudgets der LAG WeserLand umgesetzt werden und einen weiteren digitalen Zugang zur Friedewalder Geschichte schaffen.

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