Friedewalde. Frau Weber vom Kirchenkreisverband ist verheiratet und hat selbst einen Sohn. In diesem Jahr sprach sie über „Vom Muttertag zum Blumentag – Der Muttertag im Wandel der Zeit“.

Bereits die alten Griechen veranstalteten ein Fest zu Ehren der Mutter des Gottes Zeus. Diese Tradition ging mit dem Zerfall des alten griechischen Reiches verloren, sie wurde aber von einigen Herrschern verschiedener Länder immer wieder aufgegriffen. Ob diese sich dabei tatsächlich an der Tradition der alten Griechen orientierten, ist nicht ganz sicher. Das können wir zumindest für England im 13. Jahrhundert und auch für Napoleon sagen.

Als „Mutter“ des Muttertages gilt schließlich Ann Jarvis, die als US-amerikanische Frauenrechtlerin bekannt wurde. Sie wollte nach dem Tod ihrer Mutter, am 8. Mai 1905, erreichen, dass alle Mütter noch zu Lebzeiten geehrt werden. Und dafür setzte sie sich mit allen Mitteln ein. Die Bitte an ihren Pfarrer, eine Predigt über die Rolle der Mutter in der Gesellschaft zu halten, war nur der Anfang. Es folgten Briefe an Geistliche, Politiker und andere einflussreiche Männer, damit sie diese von ihrer Idee überzeugen konnte. Sie kaufte sogar eine eigene Werbeagentur und schon bald wurde der Muttertag international gefeiert.

In Deutschland wurde der Muttertag zunächst 1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber ins Leben gerufen. Offiziell eingeführt wurde er im Jahr 1933. Zwar wurde der Muttertag in Deutschland nicht von den Nazis erfunden – richtig ist allerdings, dass dieser Tag während der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland von Adolf Hitler für seine Zwecke benutzt wurde. Das bezeugen beispielsweise verschieden Reden von Hitler, Goebbels und Giesler – aber auch Gesetze, die zwischen 1933 und 1939 erlassen wurden.

Wer das sogenannte „Mutterkreuz“ bekam, war genau festgelegt. Da Millionen deutscher Frauen das „Ehrenkreuz“ erhielten, entstand für jene abgelehnten Mütter, deren Familien dem Regime nicht kritisch gegenüberstanden, erheblicher sozialpsychologischer Druck.

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die im besetzten Deutschland stationierten US-Amerikaner den Muttertag erneut zurück und er wurde in allen westlichen Ländern eingeführt. In der damaligen DDR, die unter dem Einfluss der sozialistischen Sowjetunion stand, wurde anstatt des Muttertags der Internationale Frauentag gefeiert, ebenso wie auch in den anderen Staaten des Ostblocks. Dahinter stand die gegenseitige feindliche Haltung zwischen den USA und der Sowjetunion. In den Ostblockländern wurde die Tradition des Muttertags, die von den USA geprägt war, abgelehnt. Erst nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurde der Muttertag auch in Ostdeutschland eingeführt.

Heute gibt es in den meisten Ländern der Welt einen „Tag für Mütter“. Nach den Recherchen von Katrin Weber sind es über 40 Länder. Er wird aber nicht überall am gleichen Tag gefeiert. So unterschiedlich das Datum für den Muttertag auch ist, unterscheidet sich die Art des Feierns kaum. Meist werden den Müttern Blumen überbracht, kleine Gedichte oder Grußkarten. Auch Süßigkeiten oder kleinere Geschenke, ob nun gekauft oder selbst gebastelt, überreichen Kinder ihren Müttern.

Christiane Siebeneicher, die gute Seele des Altenclubs hatte für alle Teilnehmerinnen ein kleines Geschenk gebastelt, dass mit viel Hallo und Dank angenommen wurde.

Das nächste Treffen findet am 13. Juni statt. Dann kommt der Eiswagen.

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