Gina macht sich gut

Gut gelaunt: Gina Robers, die erste weibliche Auszubildende für den Beruf der Elektroinstallateurin bei Elektro Schlötel. Foto: Jürgen Krüger

Minden. Zwischen all den Handwerkern fällt Gina Robers durchaus auf. Denn nach wie vor ist eine Frau auf der Baustelle nicht alltäglich, auch bei der innovativen Elektro Schlötel GmbH, Partner unserer Website, nicht. Das ist seit August 2019 anders, denn mit Gina Robers hat Elektro Schlötel erstmals eine junge Frau als Auszubildende eingestellt. Ihr Beruf: Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik (früher Elektroinstallateurin). „Ich habe mich sehr früh für Elektronik interessiert. Ich wollte wissen, wie das funktioniert“, sagt die 17-Jährige, die in Minden geboren wurde, aber in Neuenkirchen im Kreis Steinfurt aufwuchs. Dort besuchte sie die Grundschule und anschließend die Verbundschule Neuenkirchen-Wettringen. Ihren Realschulabschluss macht sie dann aber in Porta Westfalica, nachdem sie zu ihrem Vater gezogen war.

Über ein Praktikum zum Ausbildungsplatz

Bei Elektro Schlötel macht sie ein Praktikum, bei dem sie bereits mit zu den Baustellen fährt und im Kundenservice hilft. Gleichwohl setzt sie nicht alles auf eine Karte, sondern macht noch ein Praktika in einem großen Elektro-Industrieunternehmen und eines als Erzieherin. „Das Praktikum bei Elektro Schlötel hat mir am besten gefallen, und dann habe ich mich für einen Ausbildungsplatz beworben“, sagt Gina. Den Kontakt zu Elektro Schlötel stellt seinerzeit ihr Nachbar Guido Teichmann her, der hier arbeitet. Unterstützung bekommt sie von ihrer Familie, wobei ihr Vater als Zerspanungsmechaniker arbeitet. Nach knapp einem Jahr sieht sie sich auf dem richtigen Weg. „Es ist immer noch sehr schön, hier zu arbeiten. Ich lerne viel dazu, und die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit“, lobt sie. „Sie haben Geduld und geben mir Sicherheit.“ Momentan verlegt Gina zum Beispiel Leitungen, schließt Leuchten an oder installiert Rauchmelder. Dabei wird es nicht bleiben, denn der Ausbildungsrahmenplan ist umfangreich. Später wird sie zum Beispiel Einzelteilzeichnungen, Explosionszeichnungen und Stücklisten lesen und anwenden; Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung der elektromagnetischen Verträglichkeit festlegen; Baugruppen zerlegen und montieren; Verteiler, Schalter, Steckvorrichtungen und Leitungsverlegesysteme auswählen und montieren sowie elektrische Größen messen, bewerten und berechnen. Selbst Betriebssysteme installieren und konfigurieren oder Datennetze und Kommunikationssysteme installieren gehören zum Berufsbild einer Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik.

Auszubildende werden in der Regel übernommen

„Gina macht das gut, und sie geht auch gut mit ihrer besonderen Situation um“, sagt Elektrotechnikermeister Jens Gräber. Dennoch gibt der 48-jährige Ausbildungsleiter zu: „Sie muss sich ganz schön strecken, denn die Ausbildung ist anspruchsvoll. Das gilt aber für alle Auszubildenden.“ Elektro Schlötel stellt jedes Jahr zwischen drei und vier neue Auszubildende ein. Die Ausbildung als Elektroniker (m/w/d) für Energie- und Gebäudetechnik dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Eine Verkürzung um ein halbes ist bei entsprechender Leistung des Azubi möglich. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 37,5 Stunden, die Ausbildungsvergütung erfolgt nach Tarif. Ein bis zweimal wöchentlich geht es zur Berufsschule, von der es jeweils eine in Minden und Lübbecke gibt. „In der Regel übernehmen wir unsere Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss“, sagt Jens Gräber.

Ausbildungsleiter: Elektrotechnikermeister Jens Gräber. Foto: Jürgen Krüger

Für den Ausbildungsstart am 1. August 2020 sind noch zwei Plätze frei

Bewerbungen bitte schriftlich an:
Elektro Schlötel GmbH
z. Hd. Jens Gräber
Hahler Straße 152 – 154
32427 Minden

oder per Email: j.graeber@elektro-schloetel.de

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