Respekt vor der neuen Aufgabe

Freut sich auf das neue Schuljahr: Benjamin Siller, Lehrer für Mathematik, Deutsch und Sport an der Grundschule Friedewalde. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Das neue Schuljahr steht vor der Tür, und Benjamin Siller steckt mitten in den Vorbereitungen. Der neue Sportlehrer an der Grundschule Friedewalde, der dort seit Februar in Vollzeit (28 Stunden) unterrichtet, wird dann seine eigene Klasse bekommen: die 3/4 b. „Ich bin schon etwas angespannt und habe Respekt vor der Aufgabe“, gibt der 38-jährige Lehrer für Mathematik, Deutsch und Sport zu. Außerdem ist Benjamin Siller Standortsprecher und löst damit Alexandra Mohrhoff ab, die die Leitung des Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde von Monika Krause übernommen hat. Da geht es für den sportlichen Hiller gleich in die Vollen. Aber – er hatte sich gewünscht, an einer kleinen Dorfschule zu unterrichten.

„Ich möchte nah an den Kindern arbeiten“

Zuvor gehörte Benjamin Siller dem sogenannten „Vertretungspool“ des Kreises Minden-Lübbecke an. Der Pädagoge arbeitete dort, wo gerade personelle Not war. „Ich habe viele Grundschulen kennengelernt“, sagt der gelernte Handballer (Hille und Hartum) und begeisterte Skifahrer. Allerdings gibt es in Friedewalde den jahrgangsübergreifenden Unterricht, der noch einmal ganz andere Herausforderungen hat. „Es geht darum, alle Schüler*innen zu erreichen, mitzunehmen und niemanden zu unter- oder überfordern. Außerdem sollen sie mehr selbstständig lernen“, sagt Benjamin Siller, der weiter ausführt: „Ich wollte immer gerne nah an den Kindern arbeiten und auch die Eltern mit einbinden.“ An größeren Stadtschulen haber er durchaus erfahren, dass sich das Interesse der Eltern für die Grundschule ihrer Kinder „in Grenzen“ halte. Das sei bei kleinen Dorfschulen anders, hier seien die Eltern engagierter. Berührungsängste kennt Benjamin Siller dabei nicht. „Ich komme auch mit Kritik gut zurecht.“

Rolle vorwärts, Balancieren, Schwimmen

Geboren ist Benjamin Siller in Filderstadt. Seine Eltern sind auch Lehrer. Im Alter von zwei Jahren zieht die Familie nach Hille, weil der Vater eine Stelle am Söderblom-Gymnasium in Espelkamp angenommen hat. Nach dem Abitur am Söderblom-Gymnasium studiert Benjamin Siller in München Sport auf Diplom. Nach einer schweren Schulterverletzung ist mit Handball Schluss, außerdem wechselt er zum Lehramts-Studium nach Paderborn. Dort arbeitet er nebenbei als „Talentsichter für sportliche Vielseitigkeit“ und jobbt in einem Sportgeschäft. Dem Referendariat in Siegen folgt die Aufnahme in der Vertretungs-Pool und der jetzigen Festanstellung in Friedewalde. Als Sportlehrer möchte sich Benjamin Siller darum kümmern, dass die Schüler*innen eine solide und breite Grundausbildung erhalten. Rolle vorwärts, Balancieren, Radschlagen, Ballsport, Boden- und Geräteturnen aber auch Tanzen nennt der Sportlehrer als Beispiele. „Benjamin Siller: „Ich würde auch gerne mit den Kindern zum Schwimmen gehen. Das halte ich fü sehr wichtig.“

Er selber spielt mit Freunden (alles Handballer der 3. Mannschaft des TV Hille) regelmäßig Fußball. Seine Lieblingsmannschaft ist der VfB Stuttgart. Gerne spielt er aber auch Frisbee-Golf, fährt Mountainbike und im Winter liebend gerne Ski.