Borgmann tritt im Kreis nochmal an

Mit der Natur verbunden: Kreistagsmitglied Alfred Borgmann (CDU), hier in seinem Garten. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Alfred Borgmann diskutiert gerne, auch kontrovers. “Das war schon immer so”, sagt der 69-Jährige, der bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 nicht mehr für den Petershäger Stadtrat kandidiert, wohl aber erneut für den Kreistag Minden-Lübbecke. Dabei stellt sich der CDU-Politiker dem Votum der Bürgerinnen und Bürger in einem neuen Wahlbezirk mit der Nummer 20. So ist es auch zu erklären, dass ihn sowohl die CDU Petershagen als auch der CDU-Ortsverband Holzhausen II nominiert.

Alfred Borgmann ist Ur-Friedewalder und hat eine bewegende politische Geschichte hinter sich. Zunächst sitzt er für die Grünen von 1984 bis 1993 im Petershäger Stadtrat, ehe er 1994 die Partei wechselt und in die CDU eintritt. Im selben Jahr schafft er für die Christdemokraten den Sprung in der Kreistag Minden-Lübbecke, dem er seitdem angehört. Nach dem politischen Rückzug von Heinrich Wehking im Jahr 1998 gehört Alfred Borgmann auch wieder dem Stadtrat von Petershagen an. Für die Kommunalwahlen 2020 macht der Jung-68er nun den Weg frei für Jessica König. “Man muss jungen Leuten, die Verantwortung übernehmen möchten, dann auch die Chance geben und zur Seite treten”, begründet Alfred Borgmann seine Zurückhaltung.

“Man ist ja nicht alleine auf dieser Welt”

Auf Kreisebene habe sich eine ähnliche Lösung noch nicht ergeben. “Deshalb trete ich gerne noch einmal ehrenamtlich für die nächsten fünf Jahre an”, sagt Alfred Borgmann. “Ich habe das immer gerne gemacht, auch wenn es immer mal wieder Entscheidungen gibt, mit denen man selbst nicht gut umgehen kann. Aber, das ist nunmal so. Man ist ja nicht alleine auf der Welt.” Ein Beispiel ist die momentane Diskussion um die Mindener Kampa-Halle. “Da hätte ich mir ein anderes Verhalten gewünscht. Wir haben wesentlich mehr Angebote in der Kampa-Halle gehabt als die Handballspiele von GWD Minden. Diverse Großveranstaltungen fallen jetzt weg, und auch der Schulsport hat die Kampa-Halle genutzt. Da hätte ich mir schon gewünscht, dass wir mit ein bisschen mehr Vernunft eine andere Lösung als die Schließung gefunden hätten. Mit einer ordentlichen Sanierung hätten wir alle Belange im Kreisgebiet abgedeckt und in Ruhe überlegen können, was wir noch brauchen. Eine Multihalle ist eine tolle Sache, keine Frage. Aber wir müssen sie auch finanziert bekommen. Man kann eben nicht alles, was man sich wünscht, auch umsetzen”. Bis zum Jahresende erwartet Alfred Borgmann eine Entscheidung. “Wir haben fünf Jahre über dieses Thema diskutiert.” Der Ausbau des Glasfasernetzes, Kinder- und Jugendarbeit, Radwegeprogramm und Kreisstraßen sowie Müllentsorgung seien zudem weitere, momentan vorherrschende Themen.

“Die Entscheidung habe ich nie bereut”

Es mache ihm einfach Spaß, “über Dinge, die zu entscheiden sind, mit anderen zu diskutieren und Lösungen zu finden”. So beschreibt Alfred Borgmann seine Motivation, sich überhaupt politisch zu engagieren. Der gelernte Schriftsetzer (JCC Bruns) studiert in den 1970er Jahren Grafik und Design an der Fachhochschule Bielefeld. Die Idee, sich als Hausmann gleichzeitig um die beiden Söhne Guntram und Wolfram zu kümmern und sein Studium (damals natürlich ohne Internet) erfolgreich zu Ende zu bringen, lässt sich nicht verwirklichen. Er bricht das Studium ab und organisert Haushalt, Kinder und Garten, während seine Ehefrau Uschi als Erzieherin arbeitet und das Geld verdient. “Aus Naturschutzgründen” engagiert sich Alfred Borgmann in 1980er Jahren politisch bei den Grünen, hadert aber insbesondere nach der Wiedervereinigung 1989 mit einigen politischen Ausrichtungen und Turbulenzen in der Partei und findet sein Glück 1994 bei der CDU. Alfred Borgmann: “Ich konnte mich ja auch dort für den Naturschutz einsetzen. Die Entscheidung habe ich nie bereut.” Für die Christdemokraten ist Alfred Borgmann, der sich als “medien-affin” bezeichnet, im Kreis Minden-Lübbecke zunächst für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Er findet, auch dank der Unterstsützung des ehemaligen Landrates Wilhelm Krömer, eine Anstellung bei der CDU-Geschäftsstelle, die er von 2006 bis zu seinem Ruhestand zehn Jahre später als Kreisgeschäftsführer leitet. “Das war eine spannende Aufgabe, die mir auch Spaß gemacht hat”, sagt er rückblickend. Und seine politische Reise soll am 13. September 2020 noch fünf Jahre länger dauern.

Kommunalwahlen 2020

  • Am Wahlsonntag, 13. September 2020, gibt es vier Wahlzettel, zwei für den Kreis Minden-Lübbecke (Landrat und Kreistag) und zwei für die Stadt Petershagen (Bürgermeister und Stadtrat). Die Legislaturperiode beträgt für alle Ämter fünf Jahre.
  • Neue Wahlbezirke: Aufgrund eines Urteils des Verfassungsgerichtshofes Nordrhein Westfalen vom 20. Dezember 2019 gibt es sowohl in der Stadt Petershagen als auch im Kreis Minden-Lübbecke neue Wahlbezirke, die in ihrer Größe (Anzahl der Einwohner und Wahlberechtigten) nicht mehr als 15 Prozent vom rechnerischen Mittelwert (Zahl der Einwohner/Wahlberechtigte geteilt durch die Anzahl der Wahlbezirke) abweichen dürfen.
  • Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es 30 Wahlbezirke, in der Stadt Petershagen 15 Wahlbezirke.
  • Im Kreis gehört Friedewalde zum Wahlbezirk 20 (u.a. mit Eldagsen, Südfelde, Holzhausen II, Nordhemmern, Hartum, Südhemmern u.v.a.)
  • In der Stadt Petershagen gehört Friedewalde im Wesentlichen zum Wahlbezirk 15, mit Ausnahme der Brandheide. Die gehört mit den Ortschaften Maaslingen, Meßlingen und Südfelde zum Wahlbezirk 14.
  • Der Kreistag Minden-Lübbecke hat 60 Mitglieder und setzt sich zusammen aus den 30 Direktkandidaten und 30 Listenplätzen. Der Stadtrat Petershagen hat 30 Mitglieder und setzt sich zusammen aus den 15 Direktkandidaten und 15 Listenplätzen.
  • Landrat und der Bürgermeister wählen die Bürgerinnen und Bürger direkt.
  • Den Ortsbürgermeister stellt in der Regel die Partei, die im Dorf die meisten Stimmen bekommt.

Baggern für Kinder abgesagt

Optimistisch: Rolf Lamker und Kirstin Schürer, die hier in einem Stapel Scheitholz sitzen, wollen die Kinderaktion zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. “Es tut  uns unendlich leid.” Rolf Lamker und Kirstin Schürer hatten sich so sehr auf “Nach Schätzen baggern” gefreut, genauso wie wahrscheinlich die Kinder und Eltern auch. Doch nun müssen die beiden vom IVL Baumaschinenverleih die Aktion absagen. Grund sind die Bedenken der Stadt Petershagen aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen. “Es handelt sich um eine Veranstaltung mit öffentlichem Charakter”, hatte Vanessa Becker  vom Ordnungsamt Lamker mitgeteilt und die Kinderaktion am Sonntag, 28. Juni 2020, untersagt.

27 Bewerbungen bleiben gültig

Insgesamt 27 Bewerbungen sind nach Angaben von Rolf Lamker eingegangen. Und diese Bewerbungen behalten ihre Gültigkeit, wie der Unternehmer verspricht. “Wir werden einen neuen Termin finden und die Bewerber vier Wochen vorher infomieren”, sagt Rolf Lamker. Alle hätten auch noch Chancen, denn die Auslosung der zwölf Kandidaten habe es noch nicht gegeben. Neue Bewerbungen seien allerdings ausgeschlossen.

Gina macht sich gut

Gut gelaunt: Gina Robers, die erste weibliche Auszubildende für den Beruf der Elektroinstallateurin bei Elektro Schlötel. Foto: Jürgen Krüger

Minden. Zwischen all den Handwerkern fällt Gina Robers durchaus auf. Denn nach wie vor ist eine Frau auf der Baustelle nicht alltäglich, auch bei der innovativen Elektro Schlötel GmbH, Partner unserer Website, nicht. Das ist seit August 2019 anders, denn mit Gina Robers hat Elektro Schlötel erstmals eine junge Frau als Auszubildende eingestellt. Ihr Beruf: Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik (früher Elektroinstallateurin). „Ich habe mich sehr früh für Elektronik interessiert. Ich wollte wissen, wie das funktioniert“, sagt die 17-Jährige, die in Minden geboren wurde, aber in Neuenkirchen im Kreis Steinfurt aufwuchs. Dort besuchte sie die Grundschule und anschließend die Verbundschule Neuenkirchen-Wettringen. Ihren Realschulabschluss macht sie dann aber in Porta Westfalica, nachdem sie zu ihrem Vater gezogen war.

Über ein Praktikum zum Ausbildungsplatz

Bei Elektro Schlötel macht sie ein Praktikum, bei dem sie bereits mit zu den Baustellen fährt und im Kundenservice hilft. Gleichwohl setzt sie nicht alles auf eine Karte, sondern macht noch ein Praktika in einem großen Elektro-Industrieunternehmen und eines als Erzieherin. „Das Praktikum bei Elektro Schlötel hat mir am besten gefallen, und dann habe ich mich für einen Ausbildungsplatz beworben“, sagt Gina. Den Kontakt zu Elektro Schlötel stellt seinerzeit ihr Nachbar Guido Teichmann her, der hier arbeitet. Unterstützung bekommt sie von ihrer Familie, wobei ihr Vater als Zerspanungsmechaniker arbeitet. Nach knapp einem Jahr sieht sie sich auf dem richtigen Weg. „Es ist immer noch sehr schön, hier zu arbeiten. Ich lerne viel dazu, und die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit“, lobt sie. „Sie haben Geduld und geben mir Sicherheit.“ Momentan verlegt Gina zum Beispiel Leitungen, schließt Leuchten an oder installiert Rauchmelder. Dabei wird es nicht bleiben, denn der Ausbildungsrahmenplan ist umfangreich. Später wird sie zum Beispiel Einzelteilzeichnungen, Explosionszeichnungen und Stücklisten lesen und anwenden; Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung der elektromagnetischen Verträglichkeit festlegen; Baugruppen zerlegen und montieren; Verteiler, Schalter, Steckvorrichtungen und Leitungsverlegesysteme auswählen und montieren sowie elektrische Größen messen, bewerten und berechnen. Selbst Betriebssysteme installieren und konfigurieren oder Datennetze und Kommunikationssysteme installieren gehören zum Berufsbild einer Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik.

Auszubildende werden in der Regel übernommen

„Gina macht das gut, und sie geht auch gut mit ihrer besonderen Situation um“, sagt Elektrotechnikermeister Jens Gräber. Dennoch gibt der 48-jährige Ausbildungsleiter zu: „Sie muss sich ganz schön strecken, denn die Ausbildung ist anspruchsvoll. Das gilt aber für alle Auszubildenden.“ Elektro Schlötel stellt jedes Jahr zwischen drei und vier neue Auszubildende ein. Die Ausbildung als Elektroniker (m/w/d) für Energie- und Gebäudetechnik dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Eine Verkürzung um ein halbes ist bei entsprechender Leistung des Azubi möglich. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 37,5 Stunden, die Ausbildungsvergütung erfolgt nach Tarif. Ein bis zweimal wöchentlich geht es zur Berufsschule, von der es jeweils eine in Minden und Lübbecke gibt. „In der Regel übernehmen wir unsere Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss“, sagt Jens Gräber.

Ausbildungsleiter: Elektrotechnikermeister Jens Gräber. Foto: Jürgen Krüger

Für den Ausbildungsstart am 1. August 2020 sind noch zwei Plätze frei

Bewerbungen bitte schriftlich an:
Elektro Schlötel GmbH
z. Hd. Jens Gräber
Hahler Straße 152 – 154
32427 Minden

oder per Email: j.graeber@elektro-schloetel.de

Übernachten auf dem Land

Idyllisch: Das Wohnhaus an der Lavelsloher Straße 31 in Friedewalde mit der Ferienwohnung Krüger, Garten, Wald und Streuobstweise auf eine Größe von einem Hektar. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Nach dem Gästehaus Andres gibt es nun in Friedewalde eine weitere Übernachtungsmöglichkeit. Heike und Jürgen Krüger haben eine 39 Quadratmeter große Ferienwohnung (www.ferienwohnung-krüger.de) in ihrem Haus an der Lavelsloher Straße 31 eingerichtet. “Übernachten auf dem Land” heißt der Slogan für die abgeschlossene Wohnung im Erdgeschoss mit sepratem Eingang, kostenfreiem Parkplatz vor der Tür, Terrasse und Garten.

Zur Verfügung stehen Wohnküche, Schlafzimmer, Badezimmer, Abstellraum und Flur. Die Ferienwohnung ist komplett eingerichtet mit Bettwäsche und Handtücher, Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrank, Herd und Backofen, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Geschirr, Kochtöpfen, etc.

Die Wohnung ist optimal geeignet für Singles oder zwei Personen. Bis zu vier Personen können dort aber übernachten (Doppelbett und Schlafsofa). Die Ferienwohnung eignet sich auch hervorragend für Handwerker, Monteure oder Geschäftsreisende. 

Ansprechpartner, Buchung, Preise

Der Preis pro Übernachtung beträgt 40 Euro, zuzüglich 30 Euro für die Endreinigung (oder selbst reinigen), Sonderkonditionen gibt es für langfristige Buchung >1 Monat oder bei Einzelbelegung.
Buchung auch über Airbnb: https://airbnb.com/h/ferienwohnung-krueger

Heike und Jürgen Krüger
Ferienwohnung
Lavelsloher Straße 31
32469 Petershagen
www.ferienwohnung-krüger.de

Telefon (0 57 04) 12 74
Mobil (01 71) 838 92 91
Email: post@juergen-krueger.de
www.juergen-krueger.de

Fotos

Nach Schätzen baggern

Freuen sich auf die Kinder: Rolf Lamker und Kirstin Schürer. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Die Coronar-Krise scheint überwunden zu sein, und nun möchten Kirstin Schürer und Rolf Lamker (IVL Baumaschinenverleih, Partner unserer Website) Kindern eine Freude machen. “Als Baumaschinenverleih verfügen wir unter anderem über Bagger und Radlader. Da kam uns die Idee, Kinder baggern zu lassen”, sagt Rolf Lamker. Am Sonntag, 28. Juni 2020, in der Zeit von 14 Uhr bis um 18 Uhr laden die beiden zwölf Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren zu sich nach Friedewalde ein, um ausgiebig in jeweils zehn  Tonnen Sand zu baggern. “Und nicht nur das, denn in jedem Sandhaufen haben wir einen kleinen Schatz versteckt”, verrät Kirstin Schürer. Die Aktion sei selbstverständlich kostenfrei. Eltern, Großeltern und Geschwister sind eingeladen, um bei Kaffee und Kuchen der großen Buddelei zuzusehen.

Drei Bagger, ein Radlader, vier Haufen Sand

IVL stellt drei Bagger (JCB 8026 CTS / JCB 8008 CTS / JCB 19 C1), einen Radlader (JCB 403) und vier Sandhaufen (je zehn Tonnen). So können vier Kinder unter professioneller Betreuung gleichzeitig baggern. Davon soll es  drei Runden (14 Uhr / 15.15 Uhr / 16.30 Uhr) geben, so dass insgesamt zwölf Kinder in den Genuss kommen. Die Bewerbung ist nur per Email möglich, wie Rolf Lamker sagt. Einsendeschluss ist Donnerstag, 18.Juni 2020, um 18 Uhr. Sollten bis dahin mehr als zwölf Bewerbungen eingehen, so entscheidet das Los. Für die Bewerbung werden folgende Angaben benötigt: Vorname und Name des Kindes, Alter, Wohnort sowie Emailadresse und Telefon der Eltern. “Die Daten nutzen wir nur für diese Aktion und werden im Anschluss daran den kompletten Email-Schriftverkehr wieder löschen”, versprechen Kirstin Schürer und Rolf Lamker. Hier die Emailadresse für die Bewerbung: industrieverwertung@gmx.de

IVL Baumaschinenverleih & Industrieverwertung
Rolf Lamker
Bahndamm 12
32469 Petershagen-Friedewalde

Telefon (0 57 04) 1 67 37 93
Telefon (0 57 04) 1 67 37 94
Mobil (01 51) 19 46 00 68

E-Mail: industrieverwertung@gmx.de
www.ivl-baumaschinenverleih.de

Das Kabel ist repariert

Fast fertig: Der Techniker von Kabel Sustev hat seine Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Das durch einen Bagger beschädigte Edkabel der Deutschen Telekom ist repariert. Nur rund anderthalb Stunden benötigte der Techniker der kroatischen Spezialfirma Kabel Sustev (Zagreb), um den Schaden zu beheben. Am Freitagnachmittag, 8.Mai 2020, funktionierte in den betroffenen Haushalten wieder das Internet und damit auch die Festnetztelefone.

Perfekt: Die Muffe mit den 200 reparierten Adern, hier in direkter Nachbarschaft mit den Glasfaser-Leerrohren.

Bagger beschädigt Telekom-Kabel

Zerfetzt: Das defekte Erdkabel der Deutschen Telekom, das hier direkt neben den neuen Glasfaserkabeln liegt. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Momentan verlegen Bauarbeiter in der Galgenheide Glasfaserkabel. In Höhe des Funkturmes hat ein Baggerführer offensichtlich ein Erdkabel der Deutsches Telekom übersehen und es mit seiner Schaufel beschädigt. In Teilen von Friedewalde gibt es somit seit Mittwoch, 6. Mai 2020, weder Internet noch Telefon. Ein Techniker der Deutschen Telekom war am Donnerstag, 7.Mai 2020, um 10.30 Uhr vor Ort, hat den Schaden begutachtet und gemeldet. Ein Bautrupp der Deutschen Telekom wird nun das defekte Erdkabel reparieren. Dabei wird das gesamte Kabel durchtrennt, wobei die 200 Adern in einer Muffe neu zusammengelötet werden. Wie lange das dauern wird, ist noch offen.

Vorbildlich: Die Bauarbeiter, die im Auftrag von Internexio (jetzt: Greenfiber) Glasfaser verlegen, haben die Baugrube am Funkturm in der Galgenheide offen gelassen.
Reichlich Power: Gleich fünf Leerrohre für Glasfaser liegen in der Erde. Da wirkt das Telekom-Kabel wie aus der Zeit gefallen.

Glasfaser: Es geht flott voran

Hand in Hand: Polnische Abeiter verlegen hier Leerrohre in Wegholm am Ossenweider Weg. Fotos: Jürgen Krüger

Kreis Minden-Lübbecke/Petershagen-Friedewalde. Nachdem die Trassenbauer in Wegholm damit begonnen haben, den Glasfaserausbau in Friedewalde und Petershagen voranzutreiben, laufen auch die weiteren Planungen bei Internexio wieder auf Hochtouren. Wegen der Corona-Krise hatte es einen zweiwöchigen Baustopp gegeben, weil Arbeiter aus Polen nicht anreisten. Das ist nun Geschichte, und Mitte Mai 2020 sollen die Verlegearbeiten der Leerrohre in Friedewalde abgeschlossen sein, wie Internexio-Geschäftsführer Paul Gummert sagt. Bis ganz Petershagen links und rechts der Weser versorgt seien, würden aber wohl noch ein Jahr bis anderthalb Jahre ins Land gehen. “Der gesamte Fahrplan ist nicht gefährdet, weil wir hervorragend in der Zeit liegen”, so der 33-jährige Jurist. Momentan arbeitet in Friedewalde nur eine fünf Mann starke Kolonne. Weitere sollen folgen. In der Spitze habe Internexio bis zu 160 Arbeiter im Einsatz, wie Gummert bekräftigt.

Glasfasereinblasung im Altkreis Lübbecke

Bereits im Mai oder Juni 2020 könnten die ersten Haushalte im Altkreis Lübbecke ihren neuen Glasfaseranschluss nutzen, weil Mitarbeiter von Internexio dort schon Glasfaserdrähte in die bereits verlegten Leerrohre blasen. Außerdem stehe der Anschluss des Technikstandortes Pr. Oldendorf an der Rathausstraße 11 an das Internet-Backbone Hamburg/Frankfurt in Dielingen-Fischerstatt kurz vor der Vollendung. “Dann könnten wir theoretisch schon Licht einspeisen und die ersten Haushalte anschließen. Allerdings halten wir uns momentan mit den Hausbegehungen und den Hausanschlüssen wegen der Corona-Pandemie und der notwendigen Kundenkontakte zurück”, sagt Gummert. Auch in dieser Frage soll es im Mai vorangehen.

Zuversichtlich: Internexio-Geschäftsführer Paul Gummert (rechts) und Vertriebsleiter Deutschland Markus Fučik.

Nur 339 Anträge in Petershagen-West

Nach wie vor als enttäuschend darf die Anzahl der Anträge auf schnelles Internet in Petershagen links der Weser angesehen werden. Nur 339 Anträge hat Markus Fučik, Vertriebsleiter Deutschland bei Internexio, in seiner Liste. Zum Vergleich: Allein in Espelkamp seien es 1.270 Anträge.  Dieses Ungleichgewicht könnte durchaus mit den unterschiedlichen Verfahrensweisen zusammenhängen. Während im Altkreis Lübbecke die Informationsveranstaltungen durchgeführt wurden, während bereits gebaggert wurde, habe die Stadt Petershagen darauf bestanden zuerst die Informationsveranstaltung durchzuführen. “Man sieht dann halt noch nichts”, sagt Paul Gummert. Das ist nun anders, denn momentan wird in Friedewalde gebaggert, was das Zeug hält. Wegholm, nördlich der L770, ist bereits komplett erschlossen. Wie Vertiebler Markus Fučik sagt, sei es nach wie vor möglich, dass förderberechtigte Friedewalder Haushalte einen subventionierten Glasfaseranschluss bekommen. Allerdings nur noch bis Mitte Juni und nicht mehr für 100 Euro Baukostenzuschuss, sondern für 500 Euro. “Man darf gerne die Bautrupps ansprechen”, so der 48-Jährige. Besser wäre allerdings ein Anruf unter Telefon (05 71) 7 83 41 80. Mehr dazu auf der Internetseite von Internexio.

Start der Bauarbeiten verschoben

So sehen sie aus: Von Internexio verlegte Glasfaser-Leerrohre, hier in Rahden-Varl. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Eigentlich wollte Internexio Ende März 2020 mit den Trassenarbeiten zur Verlegung der Leerrohre für den Breitbandausbau in Friedewalde beginnen. Doch daraus wird nichts, wie Geschäftsführer Paul Gummert bestätigt. Grund für die Verschiebung auf unbestimmte Zeit sei die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das scheint sich zunächst mit den Aussagen der Industriegewerkschaft Bau zu widersprechen, die für ihre 3.360 Beschäftigte der Baubranche im Kreis Minden-Lübbecke mit einem “Großteil ihrer Kapazitäten weiterarbeitet”, wie Sabine Katzsche-Döring von der IG Bau in der Neuen Westfälischen zitiert wird. Klarer wird die Begründung Gummerts aber dann, wenn man die polnischen Arbeitstrupps berücksichtigt, die für Internexio den Breitbandausbau im Mühlenkreis umsetzen.

Rigorose Einreisebeschränkungen für Polen

Die polnische Regierung hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie rigorose Einreisebestimmungen erlassen. Seit Sonntag, 15. März 2020, dürfen unter anderem auch polnische Staatsbürger nur dann wieder in ihr Land einreisen, wenn sie sich anschließend für 14 Tage in Quarantäne begeben. Das hält viele polnische Staatsbürger offensichtlich davon ab, überhaupt erst auszureisen. Von diesem Phänomen sind unter anderem die Spargelbauern betroffen, aber auch Firmen wie Internexio. Paul Gummert möchte “das beschriebene Szenario nicht ausschließen”. 

Gummert: “Keine Verzögerung des Gesamtprojekts”

Trotz des Baustopps beim Trassenausbau würde mancherorts weiter gearbeitet.  “Wir haben die Baustelle auch nicht einfach verlassen”, bekräftigt Gummert, sondern: “Es werden nachwievor Arbeiten ausgeführt und auch für die erforderliche Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit wird gesorgt.” Derzeit seien nur Monteure in Zweiergruppen beschäftigt, um Arbeiten ohne weitere Kundenkontakte auszuführen. Dabei würden Restarbeiten an bereits gebauten Strecken erledigt und die Arbeitsstellen aufgeräumt. Dieser „Frühjahrsputz“ sei eine sehr wichtige Aufgabe, um die errichteten Trassen endgültig abzuschließen und dann auch zeitnah in Betrieb zu nehmen. Gummert: “Wir sind im Ausbau auf den Kundenkontakt angewiesen  – dieser ist aktuell mit wechselseitigen großen Risiken verbunden.” Der Internexio-Geschäftsführer hofft, “dass wir zügig wieder in der vollen Mannstärke weitermachen können. Eine Verzögerung im Gesamtprojekt wird sich nicht einstellen, da die Planungs- und Genehmigungsarbeiten weiterlaufen.” Er verspricht, die Bürger*innen umgehend zu informieren, sobald die Bauarbeiten in Friedewalde beginnen.

Eine kleine Hausaufgabe

16 Wörter, 16 Fotos: Die pädagogischen Mitarbeiter*innen des Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde zeigen sich kretaiv. Unten rechts ist Schulleiterin Alexandra Mohrhoff zu sehen. Sie hat das Schlusswort “Friedewalde” auf ein Tuch gemalt.

Eldagsen-Friedewalde. Not macht erfinderisch. Und so hatte Alexandra Mohrhoff, Schulleiterin des Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde, während der Corona-Krise die Idee “für eine kleine Hausaufgabe”, wie sie sagt. Allerdings nicht für die Schülerinnen und Schüler, sondern für die pädagogischen Mitarbeiter*innen. “Alles freiwillig natürlich”, bekräftigt sie. “Ich musste erst einmal sehen, wer mitmacht, und dann habe ich mir Format und Inhalt ausgedacht.” Herausgekommen ist eine Fotocollage, die drei Sätze offenbart: “Wir lassen euch nicht alleine. Passt gut auf euch auf. Euer Team aus Eldagsen und Friedewalde.” Das sind 16 Wörter, kreativ dargestellt auf 16 Einzelfotos, die die pädagogischen Mitarbeiter*innen selbst zu Hause produziert haben.

Sie sind angekommen

Halten zusammen: Rolf Lamker und Kirstin Schürer. Foto: Jürgen Krüger

Friedewalde. Ein Foto mit Partnerin Kristin Schürer auf der Harley Davidson scheint Rolf Lamker “etwas zu dick aufgetragen”. Allein aus dieser Haltung heraus lässt sich die Bodenständigkeit des 55-Jährigen ablesen. Der gelernte Metzger und Berufskraftfahrer aus Melle ist zudem ein Mann der klaren Worte und verbindlichen Vereinbarungen. So führt er auch seine beiden Unternehmen: IVL Baumaschinenverleih und Industrieverwertung. Im Jahr 2017 verlegte er seinen Stammsitz von Warmsen nach Friedewalde und fühlt sich hier pudelwohl.

Anerkannter Auktionator

Zum Baumaschinenverleih sei er über die Industrieverwertung gekommen. Rolf Lamker ist ein sogenannter “Auktionator” im Sinne von §34b der Gewerbeordnung. Die Genehimgung wurde erteilt vom Landkreis Nienburg, wo es nur zwei Auktionatoren gibt. Versteigerungen von Betriebsvermögen können aufgrund von Insolvenzen notwendig werden. “Oder ein Unternehmer findet keinen Nachfolger und möchte seinen Betrieb verkaufen”, sagt Rolf Lamker. Dieses Geschäft betreibt er schon seit fast 30 Jahren. Vor gut zehn Jahren entwickelte er daraus den Baumaschinenverleih.

“Ideal” am Bahndamm

Das war im Jahr 2009, als Rolf Lamker seine Partnerin Kristin Schürer bei den Hamburg Harley Days kennenlernte. Die beiden sind seitdem zusammen und kauften sich in Warmsen ein Haus. In dem niedersächsischen Dorf betrieben sie zunächst auch ihr Geschäft. Im Jahr 2017 folgte dann der Umzug nach Friedewalde, nachdem der Pachtvertrag in Warmsen ausgelaufen war. “Das Gelände und die Räumlichkeiten am Bahndamm sind ideal”, schwärmt Rolf Lamker. “Außerdem ist die Nähe zu Minden vorteilhaft.” Er selber leitet die Geschäfte, bekommt aber Unterstützung durch die beiden Mitarbeiter Detlef von Behrens (Maschinenwartung) und Abiturient Pascal Stavropoulos (Auslieferung) sowie von seiner Frau Kirstin, die Freitag nachmittags in der Buchhaltung arbeitet. Ansonsten hat die in Hamburg-Altona geborene 55-Jährige einen Job in einer Mindener Zahnarzt-Gemeinschaftspraxis als zahnmedizinische Fachangestellte im Bereich der Prophylaxe.

Alles, was das Heimwerker-Herz begehrt

Rolf Lamker hat sich in den vergangenen Jahren einen breiten Kundenstamm aufgebaut, darunter sind auch viele Friedewalder. “Wir möchten mit dem Dorf etwas zu tun haben”, sagt er. Deshalb sei ihm die Entscheidung, Partner der Website von Friedewalde zu sein, auch leicht gefallen. Der Maschinenpark umfasst alles, was das Herz der Hand- und Heimwerker oder Gärtner höher schlagen lässt: Baumaschinen (zum Beispiel Minibagger, Radlader, Rüttelplatten, Kernbohrmaschinen, Stampfer, Abbruchhämmer, Betonfräsen, Fugenschneider…), PKW-Anhänger und Handmaschinen (zum Beispiel Akkuschrauber, Mauernutfräsen, Kettensägen, Betonsägen, Stemmhämmer, Schlagbohrmaschinen, Winkelschleifer, Heizer, Laubpuster…) gehören zum Mietpark. Zum Verkauf bestimmt sind Gase, Schüttgüter und Verbrauchsmaterial. Hier der Link zu den Katalogen.

Mieten kann so einfach sein

“Einfach mieten”, lautet der Slogan. Und das sei auch genauso gemeint, wie Rolf Lamker verspricht. “Mieten bei uns ist nicht kompliziert, weil wir es einfach machen”, sagt er. Nur von Neukunden verlange er beim ersten Mietgeschäft eine sofortige Zahlung (bar oder per EC-Karte). Danach würden Rechnungen geschrieben. Auch verzichtet Rolf Lamker auf lästige Kautionen. “Als einer der ersten in der Region”, wie er sagt. Zuverlässigkeit und Vertrauen seien ihm wichtig, aber auch Ehrlichkeit. “Wir sind nicht perfekt, aber wir sind verdammt gut.”

Begeisterte Biker

Nach Feierabend zieht es Rolf Lamker und Kirstin Schürer zurück ins beschauliche Warmsen. Und wenn es die Zeit zulässt, dann cruisen sie durch die Lande auf ihrer Harley Davidson Cross Bones. An dieser Stelle wäre natürlich das Foto auf der Harley Davidson ideal gewesen:).

Internet: Frist verlängert

Schön bunt: Glasfaserkabel, hier ein Internexio-Verteiler in Stemwede-Oppendorf. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Das Internetunternehmen Internexio hat die Vermarktungsphase für Glasfaseranschlüsse auf der linken Weserseite von Petershagen ausgeweitet. Ursprünglich war die Frist für Neuverträge am 7.Februar 2020 abgelaufen. Die neue Frist ist nun auf Donnerstag, 9. April 2020, festgesetzt. Das bestätigt Ansprechpartner Artur Wiens, der übrigens in Friedewalde wohnt, auf Nachfrage. Die aktuelle Telefonnummer für Rückfragen im Kreis Minden-Lübbecke lautet (05 71) 783 41 80. Die Internexio Service & Dienste GmbH ist mittlerweile in ihre neuen Geschäftsräume an der Graßhoffstraße 35 in Minden-Todtenhausen (ehemalige Filiale der Volksbank) eingezogen. Von dortaus koordiniert das Unternehmen den Breitbandausbau im Mühlenkreis

Vertrag und Grundstückseigentümererklärung notwendig

Um an einen subventionierten Glasfaeranschluss für einen einmaligen Baukostenzuschuss von 100 Euro zu kommen, müsste bis zum 9. April 2020 ein Vertrag bei Internexio sowie eine Grundstückseigentümererklärung vorliegen. Nach Ablauf der Frist stiegen die Kosten für die Anbindung an das Gigabitnetz nach Angaben des Unternehmens auf 500 Euro. Danach würde es “signifikant teurer”. Der Zweijahresvertrag (200 Mbit/s – 500Mbit/s – 1 Gbit/s – 10 Gbit/s) mit Internexio beinhaltet  monatliche Kosten ab 40 Euro. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite www.internexio.de.

Frisch bezogen: Der Service-Standort von Internexio in Minden-Todtenhausen.