Kleine Schritte, großer Spaß

Freuen sich auf den Mühlenlauf: Die Läuferinnen und Läufer des evangelischen Kindergartens Friedewalde. Fotos: Marvin Bergner

 


Der „Evangelische Kindergarten Friedewalde“ schickt beim „8. Friedewalder Mühlenlauf“ 36 Kinder ins Rennen.


Friedewalde. Nur noch wenige Tage, bis er da ist: Der „8. Friedewalder Mühlenlauf“. Erprobte Läufer haben ihre routinierten Trainingsabläufe, um sich optimal auf diesen Wettkampf vorzubereiten. Für andere Teilnehmer steht vor allem eines im Vordergrund: Der Spaß an der Bewegung. 36 junge Sportler des „Evangelischen Kindergartens Friedewalde“ haben sich dazu entschlossen, die Bambini-Strecke von 600 Metern in Angriff zu nehmen und zu bezwingen. Möglich ist das aber nur mit dementsprechendem Training. Erzieherin Maren Wohl und Praktikantin Laura Lükens machen die Kinder daher fit für den großen Tag.

„Wir wollen ihnen den Spaß am Laufen näherbringen. Dabei gehen wir kleinschrittig vor, um möglichst viele Erfolgserlebnisse zu bieten“, erzählt Wohl. Auch ein vielseitiges Programm sei wichtig, damit die Motivation nicht verloren gehe. Dementsprechend sind äußere Einflüsse wie Regen überhaupt kein Problem für die Athleten. Der Hindernisparcours in der Turnhalle bringe Abwechslung vom reinen Lauftraining und schule die Koordination.

Wohl: „Bei uns steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern, dass alle ins Ziel kommen. Wir ordnen die Gruppen deshalb individuell ein, um niemanden zu über- oder unterfordern.“ Die älteren Kinder seien im Hinblick auf den Mühlenlauf zwar erfolgsorientierter, der abschließende Zieleinlauf sei aber für alle etwas Besonderes. Schon im Training reihen sich die Kinder auf und feuern die anderen Gruppen an – vor den jubelnden Eltern würden dann nochmal die letzten Kräfte mobilisiert werden. Der Ertrag des Anfang April gestarteten Trainings ist laut Wohl deutlich zu erkennen: „Wir merken, dass die Kinder immer fitter werden und sind froh, dass sie diese Erfahrung machen können.“

Durch die wöchentlichen Einheiten sind die Anfänger zu Routiniers geworden. „Am Anfang laufen wir zwei Runden zum Aufwärmen“, weiß Greta. Elias ergänzt: „Dann müssen wir die Muskeln langziehen.“ Optimal vorbereitet geht es auf die 100 Meter lange Trainingsstrecke. Fünf Runden zusammen, drei Runden eigenständig und danach jeder so lange weiter, wie ihn die Kraftreserven tragen – so lautet die Vorgabe. Mit dem eisernen Willen der Kinder wurde auf diese Weise der Rekord von 15 Runden aufgestellt.

Smilla (6) gehört zu den älteren Läufern. Auch sie ist durch das Training über sich hinausgewachsen: „Letztes Mal waren es 14 Runden. Am Anfang habe ich viel weniger geschafft.“ Nach dem Kindergarten wird natürlich ebenfalls fleißig trainiert. Mit ihrem Vater laufe sie selbstständig um das Haus. „Wenn ich dann kaputt bin, lege ich mich in mein Bett und höre eine Kassette.“

Der fünfjährige Frederik hat seine ganz eigene Trainingsmethode entwickelt: „Zu Hause laufe ich manchmal, wenn ich mal ganz schnell auf das Klo muss.“ Auch er wartet gespannt auf den Wettkampftag. „Ich freue mich sehr auf den Lauf. Meine Mama und mein Papa schauen mir dann zu.“ Um sich nach der Anstrengung zu erholen, hat er schon einen festen Plan: „Danach mache ich erstmal einen Mittagsschlaf.“

Der Bambini-Lauf startet um 10 Uhr. Die anschließende Siegerehrung der Kinderläufe findet voraussichtlich ab 11 Uhr statt.

 

 

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