Niedringhaus baut Getreidelager

Die Grundlage ist geschaffen: Vor dem Ferkelstall entsteht auf einer Fläche von 1.300 Quadratmetern das neue Getreidelager. Hinter dem Ferkelstall ist der 2018 in Betrieb genommene Güllebehälter zu sehen. Fotos: Jürgen Krüger

Friedewalde. Wer von Friedewalde nach Stemmer fährt, dem werden sicherlich die Bauarbeiten auf dem “Rießen” aufgefallen sein. Dort entsteht an den Stallungen von Niedringhaus Agrar ein neues Getreidelager, inklusive computergestützer Mahl- und Mischanlage. “Wir möchten künftig das Futter für alle Tiere selbst herstellen. Wir erhoffen uns dadurch eine Erhöhung der Qualität und der Wertschöpfung”, begründet Diplom-Agraringenieur Helge Niedringhaus die Investition in Höhe von 1,3 Millionen Euro. In Betrieb gehen soll die neue Anlage im Frühjar 2020.

580-KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach

Bis zu 2.000 Tonnen Getreide fasst die neue Stahlhalle (1.300 Quadratmeter), die 49 Meter lang und 27 Meter breit sein wird. Zusätzlich sind noch zwei externe Silos geplant. Auf dem Dach des Getreidelagers und des Ferkelstalls soll eine Photovolatikanlage mit 580 Kilowatt installiert werden. “Damit könnte man jährlich 120 Vier-Peronenhaushalte mit Strom versorgen. Außerdem sparen wir jedes Jahr rund 300 Tonnen CO2 ein”, so Helge Niedringhaus. Geplant ist, die Futtermittel tagsüber zu produzieren, um den Strom dafür direkt vom Dach abzunehmen. Gerste, Weizen, Triticale, Mais, Ackerbohnen und Zuckerrüben sind die Kulturen, die das Friedewalder Unternehmen selbst anbaut. Versorgt werden damit 750 Sauen, die am Stammsitz im Friedewalder Ortskern untergebracht sind, sowie die im Schnitt rund 3.500 Ferkel in den Stallungen auf dem Rießen.

Pause: Die Arbeiter haben die Maschinen an die Seite gestellt, nachdem der Aushub erledigt ist.

Im Jahr 2010 hatte Niedringhaus Agrar den Ferkelstall gebaut, im Jahr 2018 folgte der Güllebehälter. Das neue Getreidelager vollendet die Betriebserweiterung, mit der sich die Familie Niedringhaus seit Jahren auf die Zukunft vorbereitet. Am Neubau beteiligt seien ausschließlich heimische Firmen, wie Helge Niedringhaus bekräftigt. Olav Meinert aus Kutenhausen und Heitmann aus Minden erledigen die Erd- und Betonarbeiten, die Firma Dohrmann aus Espelkamp übernimmt den Stahlbau. Für die Elektroarbeiten ist Elektro Schmidt aus Kutenhausen zuständig, die Photovolatikanlage installiert Hilker Solar aus Rahden. Die komplexe Mahl- und Mischanlage liefert Quellhorst aus Essern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.